Die sogenannte Meklcnburgsche Linie- 99
Uebrigens merkt man dieser Urkunde auch an, daß damals der Gebrauchdes römischen und canonischen Rechts in den Gerichtshöfen immer mehr undmehr herrschend geworden, und man diesem Eindringen nicht sehr hold gewesensey. Denn die aus solchen Gesetzbüchern fließende Einreden nennt man nigeFünde, neue Erfindungen.
Von dieser Zeit an erscheint Aschwin nicht weiter, und im Jahre IHMgedenken dessen Söhne seiner schon als verstorben. Zwischen 1H70 und 1H8Hfallt also sein Todesjahr, inzwischen kann man so wenig die Jahrszahl, alsden Ort seines Absterbens oder Begräbnisses angeben. Einen Abdruck seinesSiegels hat Harenberg *) aufbewahrt.
Er ist zweimal verheirathec gewesen. Die erste Gemahlin war Ilse vonOldershausen, die zweite eine geborne von Bibra, deren Taufnamen aberunbekannt ist.
Aus erster Ehe sind zwei Söhne, Aschwin (§. 25.) und Berthold(Z. 2H.) nachgeblieben; ob auch Töchter hinterlassen find, davon schweigt dieKunde eben so, wie über die Frage: ob in zweiter Ehe Kinder erzielt seynmögcen.
§. 24.
Berthold scheint zu keinem hohen Alcer gelangt gewesen zu seyn, indemvon seinem Leben und seinen Thaten nur sehr wenige Nachrichten auf dieNachwelt gekommen find.
Im Jahre 1h 8H stellte er nebst seinem Bruder Aschwin einen Revers anConrad von Schwicheldt, Conrads son. Sohn, aus, worin sie die Cession alsgültig und sie verbindend anerkannten, welche von Hermann Sprenger an
») IlareuderA lüst. Nix?. Lauüerzli. tab. ur. 6.
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