Druckschrift 
Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

Die sogenannte Meklenburgsche Linie.

95

dadurch anzuzeigen, daß die Witwe freiwillig und gern Verzicht auf ihrbefragliches Leibgeding geleistet habe.

Dies Document ist aber zugleich das letzte, worin vorerwähnter Hansvon Schwicheldt gedacht wird, und man hat bislang nicht erfahren können,wann und wo er verstorben, und ob er verheirathet gewesen sey. Wahrscheinlichist er aber in diesem, oder zu Anfangs des folgenden Jahrs 1ll53 ohnemännliche Descendenz verstorben, weil sein Bruder Aschwin von solcher Zeitan in den Urkunden allein handelnd vorkommt. Seiner oder seiner männlichenDescendenz hatte nothwendig gedacht werden müssen, wenn er Noch weitergelebt, oder Söhne hinterlassen hatte.

§. 23.

Sein Bruder Aschwin hat sich hauptsachlich durch Schulden ausgezeichnet.Denn mit anderen Handlungen, als Schuldverschreibung-Ausstellungen undVerzichten trifft man ihn, wie die Folge ergeben wird, fast gar nicht an.

Im Jahre 1A51 erborgte er von Hans von Deenen 300 Rfl. und imJahre 1^53 trat er alle seine Anspräche an die Burgen Widenla und Harz-burg, welche er wegen seines Vaters an solchen gehabt habe, an seine VetternConrad den Aeltern und dessen Söhne Diedrich und Conrad ganzlich ab.(Nro. 110.) Wenn hier der Harzburg gedacht wird, sollte man beinaheverführt werden, zu glauben, sie habe noch existirt. Dieß war aber nicht derFall, inzwischen besaßen die von Schwicheldt annoch einige dazu gehört habendePertinenzlen, und waren daneben wegen ihrer vormaligen Baugelder nochnicht befriedigt, weshalb sich Conrad die Rechte behuf zu treibender Liquidationenausdrücklich abtreten ließ.

Im folgenden Jahre versetzte er zwei Scheffel Rocken und zwei ScheffelHafer jährlicher Einkünfte aus Dungelbeck, auch zwei Scheffel Rocken ausSchmedenstedt für 70 Rfl. Capital an Hermann Langekopp in Peine.