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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Erster Abschnitt.

sie hatte sich mit Thedel von Wallmoden anderweit verheirathet, und unserRitter Hans von Schwicheldc vermeinte, nicht schuldig zu seyn, ihr denGenuß des Witwenchums weiter zu gestatten. Allein der Bischof Johannvon Hildesheim entschied (Nro. 89.) im Jahre 1^03, daß ihr der Genußdes Witwenthums allerdings gebühre, und ihr auf ihre Lebenszeit zu lassen sey.

Auf Michaelis 1^03 versetzte unser Ritter mit Consens seines Lehnsherrn,des Bischofs Johann von Hildesheim, h Hufen Landes, einen Sattelhof undeine Kothe zu Haverla, auch eine Mark löthigen Silbers jahrlicher Rente ausdem Zehnten zu Flachstöckheim an die Marktkirche in Goslar und den Priesteram Marienaltare in gedachter Kirche für 50 Mark löthigen Silbers (Nro. 90.),welche versetzte Stücke nachmals erst im Jahre 1^97 wieder eingelöset sind.

Gleichergestalt versetzte er im Jahre 1^05 an Gumpert von Wansleben,auch Bufso, Bernhard und Conrad von der Asseburg, so wie auch zu ihrertreuen Hand dem Ritter Heinrich von Veltheim, Ritter Rudolph von Gersten-büttel und Heinrich von Alvensleben 11 Hufen Landes zu kleinen Were undgewisse Höfe in Slaven für 70 Mark löthigen Silbers. (Nro. 91.) Beiläufigersieht man aus der desfallsigen Urkunde, daß die Ersteren damals Pfand-besitzer des Hauses Slaven waren.

Die letzte bekannte Urkunde unsers Ritters ist vom Sonnabend nachNeujahr 1^06, kraft welcher er einen Garten zu Peine vor dem StederdorferThore belegen, ans welchem der Nutznießer alljährlich auf Michaelis V- Markzahlen mußte, an das Domcapittel zu Hildssheim geschenkt hat, damit fürdas Geld die benöthigten Betten für die sogenannten Schlaffchüler erhaltenwerden könnten.

Bald darauf, nemlich am St. Marcus, des Evangelisten Tage, den 25.April 1^06, ist er verstorben, und in der Carthaus zu Hildesheim, die er haterbauen helfen, begraben worden. Wie alt er geworden sey, hat sich nicht