Druckschrift 
Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

Ael teste Kunde der Familie

daß Heinrich von Schwicheldt nebst Rudolph von Bannn und Heinrich vonUslar ihr Ritterhaus an dem dortigen Kaiserhofe aus des Raths Mittelngebauet hatten, und die Bürgerschaft darüber sehr unzufrieden gewesen wäre,weil sie von solchem Baue gar keinen Nutzen hatte. Es scheint, daß ereiner der Hauptmänner über die Kriegsvölker der Stadt Goslar gewesen sey,welches in damaligen Zeiten sehr häufig der Fall w'ar, daß man dazu einenversuchten Kriegsmann vom Adel nahm, der zur Zeit des Krieges dann auchdie Seinigen für Sold zur Hülfe der Stadt hergab.

Zwischen diesem Jahre und anno 1386 muß Heinrich verstorben seyn,weil seine Gemahlin, Gerburgis von Doetzum, sich im letztern Jahre Wittwenannre. (Nro. 37. 38.)

Aus eben diesen beiden Urkunden geht aber auch zugleich hervor, daß erin den letztern Jahren seines Lebens Ritter gewesen sey, indem er mit demPrädicate „Herr" bezeichnet wird, welches denen vom Adel in damaliger Zeitnicht anders beigelegt wird, als wenn sie würklich zum Ritter geschlagen waren.

Kinder scheinen aus dieser Ehe nicht erfolgt zu seyn, denn in späternUrkunden, wo Heinrichs Bruder Memorien stiftet, wird keiner Descendenzgedacht, welches gewiß der Fall gewesen seyn würde, wenn welche überallerfolgt gewesen wäre. Denn in solchen Puncten war man bei Memorien-stifcungen sehr genau, und esi sind gewöhnlich die vollständigsten Quellen.

§. 15.

Vor weiterem Verfolge dessen, was über des vorgedachten jüngstenBruders Johann Handlungen weiter aufbewahrt ist, verdient hier noch angemerktzu werden, daß in einer Urkunde des Grafen Otto von Hallermund vom Jahre1375 (Nro. 39.) ein Bodo von Schwicheldt vorkomme, dessen verwandt-schaftliche Verhältnisse mit den vorgedachten beiden Brüdern in keine Verbindung

5