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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Rethmar, ^ Hufen und den halben Zehnten zu Bekum, auch den halbenZehnten zu Equord an die Gebrüder Heinrich und Johann von Schwicheldtgerichtlich auf, worüber nicht nur der Hohgrefe zu Hohenhameln, Herrmannvon Beynum, eine Auflassungs-Urkunde (Nro. 23.) ausgestellt hat, sondernauch die Gebrüder von Rutenberg noch in demselben Jahre bald nachher einebesondere Verzichtsurkunde (Nro. 2tr.) gegeben haben. Auf welche Weise,ob durch Kauf oder Tausch, die Gebrüder von Schwicheidt diese Gütererworben haben, .ist nicht angeführt, inzwischen steht man aus der letzternUrkunde, daß sie solche Güter von Bastlius von Rutenberg erlangt hatten,und die Brüder desselben, Siverd und Brüning, diese Handlungen nur vornahmen,um ihrer Seits öffentlich zu erklaren, daß sie keinen Anspruch an selbige zumachen hatten.

Ferner lernt man aus solchen Urkunden der Gohgrefen damaliger Zeit,und auch noch des folgenden I5ten Jahrhunderts, das Amt derselben kennen.Sie nennen sich Richter, waren es aber nicht in dem heutigen Sinne desWorts, sondern nur Präsident eines Gohdings, und das Organ desselben.Ihr Amt beschäftigte sich mit dem Besitzstände liegender Gründe und Zehnten,nicht aber mit andern streitigen Sachen. Vor ihnen und ihren Beisitzern ausihrem Gau mußten die Verlassungen geschehen, und auf solche Weise kam derWechsel eines Grundbesitzes zur Kenntniß des ganzen GoheS oder Gaues.Eine Einrichtung uralten deutschen Ursprungs, der an die lUalli der altenGrafen erinnert, und anscheinend ein wichtiges Licht auf solche wirst.

Die Urkunde vom Jahre 1356 sub Nro. 26. ergiebt, daß Heinrich undJohann von Schwicheldt den Zehnten und einige Höfe zu Lehrte, welche demKloster zur Sülte vor Hildesheim gehörten, in Nutznießung wegen gewisserForderungen an den Bischof Heinrich von Hildeshekm hatten. Vielleicht hattedas Kloster diesen Versatz angefochten, und nun war die Sache dahin verglichen.