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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Aelteste Kunde der Familie.

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in einer sehr zerrütteten Lage befand. Es war nemlich nach dem Tode desBischofs Otto im Jahre 1335 eine zwiespältige Wahl eingetreten. EinigeDomherren hatten den Graf Erich von Schanmbnrg gewählt, und mit diesemhielt es unter andern die Stadt Hildesheim. Andere hatttcn den HerzogHeinrich von Braunschweig zum Bischof erkohren, und auf seiner Seite warender größte Theil des Stiftsadels und die kleinen Städte. Den Graf Erichbestätigte der Pabst, und schleuderte den Bannstahl gegen den Herzog Heinrichund dessen Anhauger. Dieß vermogte aber nicht den Frieden aufrecht zuerhalten. Ein verderblicher Landkrieg erhob sich, der um so verheerender war,als keine Hauptschlachten geliefert wurden, vielmehr an allen Enden dasKriegsfeuer loderte, nach dem der Eine oder Anders eine günstige Gelegenheitzum Verderben seines Feindes ersah. So dauerte eine fast allgemeine Unsicher-heit im Stifte fort, bis der Tod Erichs im Jahre I3tr8 dem Zanke ein Endemachte. Jetzt gelangte Heinrich zum ruhigen Besitze des Visthumsstabes,und sein Bestreben ging ernstlich dahin, auch allgemeinen Frieden im Stifteherzustellen. Die Besitzer des Schlosses Wallmoden gehörten zu denjenigen,welche nicht Lust hatten, hierin dem Bischöfe Folge zu leisten. An das Kampfspielgewöhnt, behagte ihnen die Ruhe nicht. Der Bischof hielt sich allein für zuschwach, um mit Gewalt seinen Willen zu erreichen. Er rief seine Brüder,den Herzog Magnus von Braunschweig und den Bischof Albert von Halberstadtzu Hülfe. Die Belagerung des Schlosses Wallmoden begann; der Bischofvon Halberstadt und seines Bruders Magnus Sohn, Herzog Magnus mit derKette befanden sich persönlich unter den Belagerern, woraus abzunehmen ist,daß sich ein bedeutender Heerhaufen vor der Feste eingefunden haben mogte.Dennoch widerstand das Schloß der Gewalt, und wahrscheinlich hätten sieunverrichteter Sache abziehen müssen, wenn sich nicht ein ungewöhnliches An-greifungsmittel dargeboten hatte, nemlich Wasser. Die Belagerer dämmtennemlich den vorbeifließenden Bach dergestalt, daß er die Burg im Innern

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