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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Erster Abschnitt.

Verhältnissen aber dieser mit den vorerwähnten Personen gestanden habe,darüber ist gar nichts bekannt. Denn außer in gegenwärtiger Urkunde hatsich bislang keine Spur weiter von ihm gefunden.

10.

Im Jahre 1295 findet man einen Knappen Heinrich von Schwicheldt alsZeugen in einer bischöflich Hildesheimschen Urkunde (Nro. 10.), die aufVeranlassung folgender Begebenheit ausgestellt ist.

Im gedachten Jahre hatte nemlich ein Domherr, Namens Friedrich vonAdenoys, dem Bürger Nicolaus in Hildesheim sein Haus in der Schuhstraßeallda angesteckt und verbrannt. Der Bürger rächte sich dadurch, daß er demDomherrn sein Haus wieder ansteckte und niederbrannte. Die Stadt nahmsich ihres Bürgers, und die Geistlichkeit ihres Mitbruders an, und so griffendie Geistlichen Zum Bannstahle, um den stärkeren weltlichen Arm zu lähmen.Die Stadt suchte bei dem Herzoge Albrecht von Braunschweig Schutz, dieGeistlichen beim Markgrafen Otto von Brandenburg, und so zögerte sich dieSache bis zum Ende November gedachten Jahrs hin, wo es denn endlich demBischöfe Siegfried von Hildesheim gelang, die streitenden Theile so auszugleichen,wie gedachte Urkunde besagt. Es wurden nemlich die wechselseitigen Freiheitenbestätiget, inzwischen die Stadt wegen ihrer begangenen Excesse verurtheilt, anden 5 hohen Festtagen der Jungfrau Maria jedesmal ein 20 Pfund schweresWachslicht in die Damkirche zu liefern, w.elches vom Anfange der Vesper biszur Vollendung der zweiten Vesper brennen, und der nicht verbrauchte Restdes Lichtes den Pfarrern zu St. Andreas und Johaimis gegeben werden sollte.Der Bischof übernahm die Wiederaufbauung der zerstörten Curie seines Officials,und ordnete ein aus der Geistlichkeit und aus dem Magistrate zusammenge-setztes Gericht an, daß in Zukunft die Streitigkeiten zwischen ersterer und der