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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
Entstehung
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Aelteste Kunde der Familie.

soll Abt Ludold schon im Jahre 1238 mit Tode abgegangen seyn, kann alsosnno 1252 keine Urkunde mehr ausgestellt haben, und mußte dieser Umstandnothwendig eine weitere Untersuchung veranlassen. Diese hat denn auch würklichergeben, daß noch ein andrer Abt, Namens Ludolph, zwischen jenem Ludoldund Herrmann gelebt habe, wie eine Urkunde vom Jahre 1259 (Nro. 9.)ausdrücklich ergiebt.

Dieß in der Urkunde vom Jahre 1252 heißt also Ludolph, und derselbehat sich zu Schwicheldt am Tage der Ausstellung derselben aufgehalten. Könntedieß nicht der jüngste Sohn des oben im H. 6. gedachten Ludolph vonSchwicheldt etwa gewesen seyn? Man muß sich nemlich vorstellen, daß derAbt seine, sich damals noch zu Schwicheldt selbst aufgehalten haben mögendeVerwandte besucht, und nun hier entweder einen müssigen Augenblick zumNiederschreiben jener Urkunde verwandt, oder auch an jenem Orte mit demeinen oder andern der streitenden Theils den Tag verabredet, und nun gleichfestgesetzt habe, an welchem die ihm zum Schlichten aufgetragene Streitsachevorgenommen werden sollte.

Dürfte man diesen Vermuthungen mehr Gewicht beilegen, als ihneneigentlich zukommt: so würde man dadurch einige Kenntnisse von dem Schicksalejener drei Söhne Ludolphs von Schwicheldt erlangt haben. Allein in diesemDunkel, das doch immer nicht ganz aufgehellt erscheint, kann man schwerlichmit Bestimmtheit sagen, ob diese Wege zum Lichte der Wahrheit führen.

§. 9.

Eben diese zuletzt angeführte Urkunde vom Jahre 1259 (Nro. 9.) lehrtinzwischen mit Bestimmtheit, daß damals ein Siegebodo von SchwicheldtCanonicus oder Domherr zu Hildesheim war. In welchen Verwandtschafts'

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