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Versuch einer Geschlechts-Geschichte des reichsgräflichen Hauses von Schwicheldt : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden
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Erster Abschnitt.

hatte im Jahre 1254 den befraglichen Zehnten zn Mardorf an das KlosterRiddagshausen gegeben ^). Volrad von Depenau sagt in obiger Urkunde, dieohne äaiuna erscheint, daß diese Handlung des Grafen vor der Ausstellungdieser seiner Urkunde geschehen wäre; mithin muß sie zwischen den Jahren 1254bis 1257 ausgestellt seyn, welche Behauptung dadurch noch mehr historischeGewißheit erhalt, daß Volrad darin verspricht, die förmliche Austastung an dasKloster Riddagshausen zu verrichten, wenn ein Hildesheimscher Bischof vorhan-den seyn würde. Bekanntlich war nun vom Jahre 1247 bis 1257 die Bischofs-würde zu Hildesheim zwischen Heinrich, Probst zu Heiligeustadt, und HerrmannProbst zu St. Cyriac in Braunschwekg streitig. Heinrich hatte zwar die Con«secration, Herrmann aber die Possession erhalten, und letzterer trat erst imJahre 1257 aus Furcht vor dem päbstlichen Bannstrahle zurück. Heinrichstarb inzwischen schon am 1. Mai 1257, ohne des Bisthums zu genießen. Derfolgende Bischof Johann wurde sofort in demselben Jahre gewählt. Weil nunin vorliegender Urkunde des Bischofs Heinrich erwähnt wird, ohne ihn als be-reits verstorben zu bezeichnen; und doch gesagt wird: wenn die Kirche Hil-desheim einen Bischof haben würde: so muß sie während des Streits zwischenHeinrich und Herrmann, und zwar in dem Zeitraume von 1254 bis 1257,wegen jener Urkunde des Graf Günzels von Peine, ausgestellt seyn.

Erwägt man nun, daß im Jahre 1245, ein Winand, Advocar von Zellewar, und anno 1247 ein Heninous diese Würde allda bekleidete **), in denJahren zwischen 1254 bis den 1. Mai 1257, ein Henr-ic-us äo LuotlUildooder LueolcliUro Advocat von Hannover war, und ein Arnold von Heddesseim Jahre 1257 als solcher allda erscheint: so sollte man wohl ohne Unwahr,scheinlichkeit auf die Vermuthung gerathen dürfen, daß vorgedachter Winandzu Zelle, der älteste Sohn Ludolphs von Schwicheldt gewesen seyn mögte, dem

Scheid: loco citako xsg, KZ5.«*) Qru.i>en Orig. Usuiiov, xag. 2?7-