Aelteste Kunde der Familie.
21
inzwischen von demselben Bischöfe/ also in gleichem Zeiträume ausgestellt ist: sowird man diesen Heinrich für eine Person mit dem erstgedachten annehmendürfen. Das Erscheinen zwischen denen von Salder und von Bortfeldt in dieserUrkunde ist der unumstößlichste Beweis, daß Heinrich von Schwicheldc vonAdel war, also zuverlässig zum vorliegenden Geschlechte geHorte. Auch trifftman im Jahre 1236 (Nro. einen Heinrich von Schwicheldt als Mönch imKloster St. Sodehardi in Hildesheim an. In welchen Verwandtschafts - Ver-hältnissen diese aber mit dem erstgedachten Elverich von Schwicheldt oder auchunter sich selbst gestanden haben, darüber fehlt hinreichende Kunde und deshalbwird eine Zusammenreihung dieser Personen ohnmöglich.
Noch findet sich eine Urkunde vom Jahre 1232 (Nro. tzc) worinn maneinen Werner antrifft, der nach dem einem Abdrucke derselben*): vonZwigelte'nach einem anderen**): von Zwey; und nach zwei anderen Abdrücken***):von Zwige geheißen haben soll. Welche Lesart die richtigste sey, läßt sich ohneEinsicht des Originals nicht beurtheilen. Auf Harenberg lastet der Vorwurf,daß er bei Lieferung der Urkunden nicht ganz getreu gewesen seyn solle. LeibniHhat nicht selbst abgeschrieben, sondern abschreiben lassen, mithin kann bei ihmsehr leicht ein Schreibfehler untergelaufen seyn. Die OiZines Onolfieae ver-sichern dem Originale gefolgt zu seyn, und haben daher hinsichtlich der Rich-tigkeit die größte Vermuthung für sich. Ihre Lesart hat jedoch die nächsteVerwandtschaft mit der Harenbergschen, und es ist möglich, daß an der befraglichenStelle entweder im Originale durch den Zahn der Zeit etwas verwischt, oder einenicht im Abdrucke angegebene Abbreviatur befindlich seyn könnte. Denn eineFamilie von Zwige ist in der Geschichte hiesiger Gegend ganz unbekannt. DasOriginal kann nur allein entscheiden, und verdiente wohl deßhalb nachgesehen
I. ei. II?. r s ii I> er g Iiist. ere!. dunNer-Ii. Ui.^1. ?L6.
*-) Veidnirii Serlxr. Urim?, I'. 2. s>. 57g.
) I. elll.IeiU 2»3. tlris. One!!, "t. 127.
2*