160
Warth
— Was
den bürg gekommen, und die mit denen v. Barten Siebeneinerlei Ursprung hat. Früher und bis zur Mitte des 13. Jahr-hunderts hieß diese freiherrliche und zum Thcil grafliche FamilieBartens leben. Krisiiau Freiherr v. W., Holland. Oberst,wurde von K. Leopold im I. 1663 in der rcichsfrhrl. Würde be-stätigt und der Freiherr Alexander Hermann v. W. von KaiserJosef I. am 29. März 1706 in den Grafenstaiid erhoben, mit derBcfugniß, daß sein ältester Sohn Karl Sofron Philipp, der sich mitder leztcn Gräfin u. Erbin v. Flodrop oder Flodroff vermählte,und dessen Nachkommen sich Grafen v. Flodroff-W. schreibendurften. Der Graf Karl Friedrich v. W., Kämmerer, und seinVetter Karl Philipp Krist., erhielten im I. 1745 die Bestätigungdes Reichögrafenstandes. (Allgeiu. geuealog. Lexikon I. 883 — 97. —Diethmar 38. 58. 61. Genealogie u. Wappen. — Seiferts Genealogiekochadl. EU u. Kinder 467. — Gcneal- Archiv. 1734. S. 17 u. 43. —v. Steinen III. 333. — Winkelmann's Hess. Hist. 336. — Gauhe I.S. 2057. 41. 1266—69. — Abel's deutsche u. sächs. Altcrth. II. 514. —»edler IUI. 2367— 83, aus schriftl. Nachr. — v. Meding I. n. 936.I!. n. 941 u. ff. — M. v. M., Erg. 36. — Brnggemann's Beschreib,von Pommern I. Th. II. Hptst. 179. - Dienemann 250. n. 4. — v. H.
- v Hefncr, preuß. Adel S.31. Taf. 35; Hess. Adel S. 30. T. 34. —Kneschke, Grafenhäuser. - Pauli, Leben großer Helden Th. 8. — Dasgcnealog. Staatshdb. auf 1778 gibt ausführliche Nachrichten vom gräf-lichen Geschlechte s. Wartenslebcn. — Taschenb. der gräfl. Hänser auf1839 , 1843 u. f. — Jahrb. des deutschen Adels auf 1347. — V .Zedlitz.
— v. Ledebur III. 82. 356. — Bagmihl II. Taf. 46. — Dvrst, schlcs.Wappenb. II. 32.f
-s Warthhausc», eine Burg im Württemberg. O.A. Biberach,wovon sich ein Edelngeschlecht schrieb, welches schon 1108 in Ur-kunden erscheint und wovon man Folgendes hier mittheilen will:
Die v. W. sind abgestorben am 29. Juni 1584. Ihr Stamm-siz war das jezt den Freiherren V .König gehörige Wart Hausenim württcmb. O- A. Biber ach.
Wappen: Schwarz mit w. Balken, darauf 2 gelb bewur-zelte Lilienstäbe gekreuzt, auf dem Helme die beiden gekreuztenLilienstäbe über einem solchen schwarzen. Decken: Schwarzund weiß.
Bisher war nur Folgendes bekannt: Adelbert Warthusiaedominus Anno 1108 (Sulgcr, Annal. Zwiefaltens.). Adelbertv. Warthausen erscheint urkundlich als Zeuge bei einer Schenkungdes Albert v. Oberstetten an das Kloster OchsenhausenAnno 1129.
Anno 1168 verkauft die Familie den Stammsiz an KaiserFri edrich I. und zieht sich nach dem, von den H um pissen er-kauften, benachbarten Alberweiler (O.A. Ehingen) zurück, wonoch ein baufälliges Schlößlein steht. Nach Röder (topogr. Lex.v. Schwaben I. 28) hatten Anno 1487 3 Brüder v. W. ihrenSiz in Alberw eiler, zündeten, als sich das Heer des schwäbischenBundes näherte, ihr eigenes Schloß an, erstachen 8 Mann undmachten 7 Gefangene, welche zu Weißcnhorn durch den Henkerertränkt wurden. Anno 1379 war ihr dortiges Schloß im Städte-krieg niedergebrannt. Memminger, unser einziger spezieller ein-gehender Topograph, läßt das Geschlecht nur bis in's 15. Jahrh.blühen, wie erfreut war ich also, als ich auf der Emporkirche zuAlbcrweiler eine sehr schlecht gemalte, in 4 Felder (Kreuzigung,Grablegung, Auferstehung, Himmelfahrt) gethcilte Todtentafel fand,welche folgende Nachweise gibt. 1. oberes Feld: Philipp v. W.zu Albcrweiler, -s 4. Julis 1575, und seine Hausfrau Mag-dalena v. Mußlow, s- 17, Oct. 1575. Neben ihnen knicen als
Kinder: Hans Jerg (im geistlichen Gewand), Felix Friedrich (imHarnisch), Hans Ulrich (geharnischt). Margreth, Barbara (beidein bunter Jungfrauentracht). Margreth (in schwarzem Matronen-kleid, wie die Mutter). Magdalena (Jungfrau). Wappen vonMußlow: In Roth neben einander 2 weiße (heraldische) Rosen,auf dem Helm eine solche zwischen roth-weißen und weiß-rothenBüffelhörnern. Vcrgl. Siebmacher, II. 80, fränkische: „Mnsenlo",wo aber die Rosen als verkürzte Schildlcin mit spizigen Nabelndargestellt sind; die alberwciler'sche Darstellung ist gewiß die rich-tigere. 2. oberes Feld: Hanns Jakob -s 7. Mai 1565. 1. unteresFeld: Felix Friedrich v. W. zu Alberweiler (wol der oben alsSohn aufgeführte und jener Hanns Jakob sein Oheim) -s 29. Juni1584, seines Stammes der Lezte; denn bei ihm ist das Wappenumgestürzt aufgemalt. Uxor Magdalena Schentzin (wol Stif-terin des Epitafs). Wappen der Magd. Schentzin: In W.auf br. Baumstummel (dickem Zweig, nicht Baumstumpf) einNabe, auf dem Helm 3 Straußenfedern, weiß, schwarz, weiß.Vergl. Siebmacher I. 109. Schantz (fränkisch), wo der Vogelaber einen Ring im Schnabel hält, einen kurzen Papagei-Schnabelhat und auf dem Helm 9 Federn, zu 3 über einander (schw. u. schw.)stehen. 2. unteres Feld: Hanns Urich (nicht Ulrich) „der starb zuMentz" 29. Juni 1583, des Vorigen Bruder Nr. 2. Außerdemfand ich, durch den Auftritt zur Kanzel fast ganz verdeckt und dieUmschrift durch vielfache Uebertünchung total unleserlich, einen großenGrabstein, weit älter als die Kirche, etwa aus dem 14. Jahrh.,mit einem kniecnden Ritter, baarhänptig, in den wallenden Haareneine kranzartige Binde, zu den Füßen das schön stilisirte Wappender v. Warthausen. sO.S.)
's Warljkcin, alte schwäb. Grafen, deren gleichnamige Burgim württ. O. A. Münsingen lag; sie scheinen im 15. Jahrh.erloschen zu sein. sGricsinger, 1510.)
-s Warza, ein thüring. Geschlecht, das in dem 1 Stunde vonGotha entfernten Dorfe gleichen Namens Besizungen hatte, unddarin schon Einer im Jahre 1109 mit dem Namen Bruman oderBurmann de W. vorkommt. Später kommen noch Einige ausdiesem Geschlechte vor in den Jahren 1272, 1278, 1311 und1342. sBrückner II. Theil I. St. 42 u. f. in der Note. — v. H,s
's Warzcnagom, ein schles. Geschlecht, das im 14. Jahrhundertvorkommt. sSinap II. 1100. — Zedier Uli. 2432. — v. H.)
Wasaiinrg, Wasenbnrg, ein gräfl. Geschlecht inOldcnburg, dasvon dem natürlichen Sohne K. Gustav Adoisis, Gustav Gustavs-Son, welcher der erste Graf von Wasaburg (einer Stadt inLiefland) genannt wurde, herstammt. Gustav af Wasaborgwurde am 20. Aug. 1646 in den schw cd. Grafenstand erhoben.
sv. Stierinanu's Matr. II. Wappen bei Ccderkrona und Carlskiold. —Hübner Taf. I. 92. IV. 4326. — Gauhe I. 2058 u. f. — Zedier Ulli.S. 2 u. f. — v. H.s Vergl. Strahlenheim-Wasaburg.
-s Wasen, scheint mit dem ausgegang. rheinländ. Geschlechteder v. Weiler eins u. dasselbe zu sein, und sind die WappenBeider wenig verschieden. Eberhard v. W. war im Jahre 1470Domherr bei der Mctropolitankirche in Mainz. Ihre Erlöschungist im 17. Jahrh. erfolgt. M. s. a. Maasen. (Humbracht 223.— Prevenhucber, Annal. Styr. 364. — Zedier Ulli. 4l. — Estor's Ah-nenpr. 75. 397. 467. — v. Meding III. n. 9l9.s W.: Im schwarzen,