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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Wald

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2. f Wallum. Ein anderes sch lesischeS Geschlecht ist jenes,welches drei r. Monde im bl, Felde als Wappen führt, währenddie anderen Familien dieses Namens ein Pfeilcisen führen. Diesestark begüterte schlesische Familie v. W. ist 1841 erloschen,so. Ledebur lll. 7l. Micrälius 510. Sinap l, 1019. v. Me-ding III, n, 301.j W.: In B, drei r, Monde, die oberen zwei voneinander, oder rechts- nnd linksgekehrt, der unterste gestürzt,sv, H, Siebmacher II, Sl. n, ll, V. 22, n, 4 s

3. 1' Wallum, Waldow, ein fränkisches, wahrscheinlicherloschenes Geschlecht. sSiebmachcr ll. 7g. u. 2. Gauhe I, 2019,

v. Meding III, n, 903, Zedier Uli. 1202II. Spangcnberg,mannsfeld. Chronik 150, Lucä, Grafcnsaal l144, Sinap I, 1018.II, 1096 n, dessen Olsnogr, Erlautertcs Preußen P. 22 p, 670,Angeli, Chron, March, 158, Beckmann'« Ioh.Ordeu 172, 273, 278.280. Henel, Silesiogr. c, 7. p. 96, v, Ledebur III. 73, 355,Masch, Mecklenburg, Wppb, 1,11, 197 s W,: In N. ein s. Pfeileisen.Einerlei mit dem stettin'scheu nnd märk. Geschlecht, sv, H.sj

Waidbach, s. Watzesch. Wailibcrg, s. Leuner.

Waldbau, Waltbot, Walpot, W. v. Bassenheim, B.V.W.Diese sind alter fränkischer, deutscher Herkunft, ihr Name aberscheint von einem Hof- oder Ehrenamte eines Gewaltbotcn <eines mitMacht bevollmächtigten Boten) entstanden zu sein. Nachdem sieKarl Martel aus ihrer Grafschaft Harlebeck vertrieben hatte,ließen sie sich in Deutschland IV- Meile von Koblenz nieder undbauten das Schloß Bassenheim (Passenheim). Im I. 1190war Heinrich v. W. der erste deutsche Hochmeister und im Jahre1638 wurden sie von K, Ferdinand III. in den Freiherrnstand er-Hobe», welche Standeserhöhung K. Leopold I. im Jahre 1664 be-stätigte. Den Franz Emerich Wilhelm v. W., kurmainz. geh,Rath erhob K. Karl VI, am 16. Dez. 1722 in den Grafcnstand.Im I. 1764 erhielten sie vom deutschen Orden das Privilegium,daß jederzeit der Stammälteste ein Deutsch-Ordens-Erbritter seinsoll. Auch waren diese Grafen Erbschenken des Erzstiftes Mainzund die Grafen v. Schönborn Erzschenkcn. Außer dem gräf-lichen Zweig gibt es auch noch eine Linie Freiherren W. v. B. amRhein, namentlich zu Köln.

IFahne, Geschl.Bcschr, der köln. :c, Geschlechter.)

Oberfranken hatte auch ein Geschlecht des Namens Wald-bot zu Trebgast, Ncm Ittersdorf u. s. w. Die Familie istaber bereits im Anfange des 14. Jahrhunderts erloschen.

jPaul Oesterreicher, Dcukwürdigk, der fränk. Gesch. 4. Heft, Beil, VI,woselbst eine Stammtafel. Gauhe l. 202730. Zedier 1,11. 1437u, sf, N. gcneal, Hdb. v. 1777, S, 171 u. f, 1778, S, 225, Nachtr.S, 121, v. Lang 39. Nobcus II. 5475. Siebm l. 132. VI. >4.n, 14. v, Hefner, prcuß, Adel S, 30. T, 34; daher, Adel S. 5. T, I;württ, Adel S, 4, T, 5; Hess. Adel S. 29. T, 33, - v, Ledebur III, 71.

Kneschke, Grafenhäuser, v, Hattstciu III, 113, Hübner II,46466, Durchl, Welt II, 772. v. Meding II. n, 934. Allgem.genealog, Haudb. v, 1827 u, f. Cast, Adclsb, von Württemberg,Gotbaer Hofkal, für 1834 n, f, Die württ. Wappcnbücher v. L. Dorstund I. A. Tyroff. - v. H.)

Waidburg. Aus einem düsteren Kranze von Tannenwäldernerhebt sich auf einem isolirtcn Bcrgkegcl, wie geschaffen zu einerRundsicht, die alte Beste Waldburg, 2 Stunden südlich vonRavensburg in Schwaben, und in neuerer Zeit nicht allein fürdie Bewohner der Bodeuscegcgend, sondern auch für Reisende ausentfernteren Gegenden zum Vcreiniguugöpunkt geselligen Vergnü-gens geworden.

Das hohe Alter der Familie W., die vielen berühmten Männer,die aus derselben hervorgingen, und der Einfluß, den sie ans die

Geschichte Oberschwabcns übten, bietet Veranlassung, eine gedrängte(Übersicht derselben zu geben.

Mit den Welsen nnv Staufen verschwanden auch allmälig diemeisten alten edlen Geschlechter Oberschwabens, und so blieben vonden bedeutenderen neben den Truchsessen v. W. nnd einigen klei-neren Gutsherren nur »och die v, Königöegg übrig. Aber auchdie kleineren Gutsherren verschwanden fast ganz, dagegen dehntensich neben reichen Klöstern und mächtig gewordenen Städten dieseTruchsessen mit ihren Besizungen immer weiter aus, und wir sehensie nunmehr in den drei fürstlichen Häusern: v. W.-Wolfegg -Waldsee, W.-Zcil-Trauchburg und W.-Zeil-Wurzach,sowie in einer Nebenlinie in Preußen bis ans unsere Tage nocherhalten.

Die alte, noch gegenwärtig im wohnlichen Zustande erhalteneWald bürg, von der die Vermuthung nahe liegt, daß sie aufTrümmer eines röm. Wartthurms gebaut und einst ein welfischcsJagdschloß gewesen sei, gab dieser Familie den Namen, und ihreAbstammung verliert sich im Dunkel der entferntesten Vorzeit.

Beinamen von bestimmten Burgen unterm Adel erscheinen erstseit der Mitte des 11. Jahrhunderts, und die Annahme eines be-stimmten Wappens, was früher, wie die Beilegung von Geschlechts-Namen, Sache reiner Willkür war, fängt erst seit dieser Zeit an,geschichtlichen Werth zu gewinnen. Nachrichten über die Herren-Geschlechter, die sich in diesem Zeiträume namhaft machen, sindsehr spärlich. Es läßt sich der Stammbaum von manchem Ge-schlechte zwar wol auch noch über diese Zeit hinaufführen, wo siemit dem Namen ihrer Wohnsize in die Geschichte eintreten, mitHilfe der alten Sitte edler Geschlechter, gewisse Taufnamen oftwiederkehren zu lassen, und vermöge der Gleichheit der Güter, wasaber immerhin mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist.

Aus dem Umstände, daß die Herren v. W, außer dem Stamm-Schlosse Waldburg auch schon frühzeitig die nahegelegene BurgTanne" im Bestze hatten, und daraus, daß beide, die Herrenv. Tann, wie die v. W., ohne Unterschied ursprünglich daswaldburg. Wappen (eine Tanne Tannzapfen) im Schildeführten, ferner, daß Burkhard in seinen Jahrbüchern von Ursperg(245) den zu seiner Zeit (um 1221) berühmten Gliedern derv. W. u. der v. Winterstetten beiden den Namende Tanne"gibt, und daß nachmals die v. W. nnd die ursprünglichen Herrenv. Wintcrstetten ein und dasselbe Wappen drei leopardirte Löwennebst Umschrift: Sigillum Eberhards Dapiferi de Waltpurcführen, daraus läßt sich abnehmen, warum die meisten Geschicht-schrciber von folgenden Gesichtspunkten ausgehen: Tanne habe fürden Stammsiz gegolten und Waldburg, sowie Wintcrstetten, seienBurgen verschiedener Linien gewesen. UebrigenS ist es auffallend,daß in Zeiten, in welchen nahe Verwandschaftsgrade so streng ver-boten waren, dennoch Eberhard Schenk v. Wint erstellen dieTochter des Truchsessen Heinrich v. Waldburg zur Gemahlinhaben konnte. Wollte man diese Bedenklichkcit ganz wegräumen,so müßte man annehmen, Friedrich und Heinrich seien von einerandern, mit ihnen im Mannsstamme ausgestorbenen Familie ge-wesen und ihre Burg und Schenkenwürde sei auf einen Zweig derv. Tann übergegangen.

Die Herren v. d. Tann in Franken sind anderen Stam-mes, als die Herren v. T. in Schwaben. UebrigenS gibt es

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