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Thurn
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Sohn gleiches Namens wurde vom Kaiser zum Reichsgrafen undzum Generalerbpostmeister ernannt, und dessen Enkel Eugen Ale-rander wurde im I. 1631 Fürst des röm. Reichs. Das ganzeGeschlecht wurde am 36. Mai 1754 in den Reichsfürsteurath auf-genommen. Der vierte Sohn des obgedachten Pagani ist derStammvater der Grafen v. Thurn in Böhmen, Mähren w.,dessen Nachkomme Anton wurde von K. Karl V. auch zum Reichs -Grafen u. Freiherrn „zum heil Kreuz" ernannt, dessen Abkömm-linge in Görz, Krain, Kärnthen :c. viele Herrschaften be-saßen, auch das Erbmarschallamt in der Grafschaft Görz, inKrain das Erbrichteramt und in Kärnthen das Erbsilberkäm-mereramt, auch die kais. Erbhofpfalzgrafenwürde an sich brachten.Von diesem Geschlechte ist das der Mamuca della Torre,Turri oder v. Thurn ganz verschieden. sJul. Chifletii Marquesd'honncur de la Maison de Tossis. Antwerp. >645. Fol. — Genealogiede la tres illustre, tres ancicnne et autrefois souveraine Maison de Tour,par M. Flach. Brüssel, 1709. 11 Alph. II Bogen in 3 Foliant. DerVerfasser war k. Herold zu Luremburg, starb aber über der Arbeit, dochgab es der Verleger, der sich vom F. Lamoral v. Taris die genealog.Tabellen dazu erbeten hatte, vollständig mit diesen Tabellen und schonenPorträts heraus. — W. Hund II. 342—50. — Von der denen Freiherrenv. T. zu V. bei dem Hochstift Konstanz erschwerten Adelsprobe sind dieSchriften im I. Th. der Deduct. Bibl. S. 397 und im III. Th. S. 1252bis 1254 angegeben. — Moser's verm. Nachr. von reichsritterschaftl.Sachen 5. St. n. 5. — Gauhe, der I. 1885—92 von diesem GeschlechteNachricht gibt und den Hauptinhalt des flach'schen Werkes anzeigt. —Hübner I. 332. III. 717-73. XV. Suppl. 108. — Tyroff I. 75. 107.
— Schmutz IV. 183. - Masch 171-73. — Allgem. geneal. Hdb. I.S. 858 —66. — v. Hattstein III. 144 u. f. Suppl. 21—23. — SinapII. 255—59. — Gotha'scher geneal. Hoskal. v. 1826. S- 145. — Hart-mann's Samml. — Biedermann's Fürsten Tab. 105 — 10. — Sieb-macher I. T. 18. n. 3.s Der bat)er. Kammerherr und HofrathPhilipp Wilh. Frhr. v. T. u. T. wurde am 20. April 1701 inden Grafenstaud erhoben, sv. Lang 63. 83.s Das von K. Karl VI.1720 mit dem Privilegio des Nichtgebrauchs ertheilte Grafendiplomwurde auf eiue Bestätigung und Erläuterung K. Josef's II. vom26. April 1786 von sämmtlichcn Nachkommen des Fidel AntonT. u. V. geltend gemacht, sv. Lang 84.ff Die Linie der Grafenv. Thurn-Hofer u. Valsassina erhielt bereits 1530 diegräfliche Würde. sGeneal. Taschenb. der gräfl. Häuser auf <844 u. f.
— v. Schönfeld, Adclsschemat. I. 232. — Siebmacher II. 8; Supplem.XI. 20. — Spener, op. herald. II. T. 24. S. 551; Taf. 31. S. 713. —Jmhof, not. proc. Jmp. Tab. 12. p. 501. — Rudolphi, her. cur. II.t. 3. p. 26. — Trier, Einleit. in die Wappenkunde 504. — Allgem.histor. Lerikon IV. 534. — Zedier XUIII. 2825. — Tyroff, Wappenw.I. 75. II. 50. 203. — Bayer. Wppb. I. 10. — Geneal. Staatshdb. für1827 u. f. — Cast, württemb. Adelsbuch. — Die württ. Wappenbüchervon L. Dorst u. I. A. Tyroff. — Griesinger 1372 .s Die Gr. Taxisv. Bordogna gehören nicht zu vorstehendem Geschlechte der T.u. V. Sie stammen nur von weiblicher Seite ab und haben denNamen Taxis ebenso angenommen, wie die Westerburg den NamenLeiningen. Siehe Bordogna. sv. Hcfner, tirol. Adel S. 17. T. 19;bayer. Adel S. 23. T. 18; krainer Adel S. 19. T. >8; Erg.Bd. S. 10.—v. Ledebur III. 18. — Gräfl. Taschenb. für 1858. — Kneschke, deutscheGrafenhäuser. - v. H.s (Was oben von dem Ursprünge derTassis gesagt worden ist, beruht auf einer seit Jahrhunderten inden genealog. Werken eingewurzelten Durcheinandermengung derFamilie Taris und der Familie Thurn. Leztere ist eine uraltelombard. Familie, erstere muß noch vor etwa 300 Jahren sehrobskur gewesen sein, weil zu Anfang des 16. Jahrhunderts einemTaris, wegen nichtgenügenden Adelsnachweises, die Aufnahme in
die Patrizier-Gesellschaft Sünfzen zu Lindau verweigertwurde, v. Hfr.)
2. Thurn. 1347, 8/12. Carolus IV. impcrat. gibt Jacobode Turri, militi Salisburgensi, einen Wappenbrief, .daßsie im schw- Felde einen w. Rüdenkopf mit ausgestreckter Zungeund r. Krone, ebenso auf dem Helm führen dürfen. PragaeVI. Jdus Dcc. sO. S.s
3. Thür», österreichisch. Maximilian v. T. stand 1857als Unterlieutenant im 6. k. k. Huf. Regiment.
Thurn, f. Kurz; Mamuca; Payr.
Thunum, f. Turteltaub.
Thurncr, Thurnner, Jocham, Johann, Balthasar, der Land-schaft unter der Enns Einnehmer, Sebastian, Brüder undVettern, wurden 1618 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.sThurnfcld, s. Schaffarzich.
Thurnfcts und Fcrklchcn. Der oberösterr. Regierungsrathund tirol. landschaftliche Generalreferent Josef Franz Anton Rein-hard T. u. F. wurde wegen rühmlichen Betragens bei eingetretenerFeindesgefahr im Jahre 1797 aus Höchsteigenem Antriebe in denFreiherrnstand erhoben. sM. v. M. 90. — v. H.sThurnscls, s- Reinhart.
Thnruhos, f. Bärtel; Landaw.
Thunthiib, f. Dreer.
Thurnigcr, Hanns, aus den kaiserl. Erblanden, wurde 1626geadelt. sR. T. A- R.s
Thurntach, f. Garzarolli.
Thurnstein, s. Auckenthaller; Obich.
Thurowski, waren in Ostpreußen im Neidenburg'schen an-gesessen. Wappen: Roch I. sv. Ledebur III. 13. 351.s Mußheißen Turowski.
Thurq, österreichisch. Ludwig v. T. stand 1857 als Unter -Lieutenant im 33. k. k. Inf. Regiment.
's Thurzo. Diese sollen mit denen v. Henkel in Schlesieneines Ursprungs sein. Eine Linie wurde in den Grafenstand er-hoben, eine andere wohnt in Oberungarn und lebt im adlichenStande. Einer aus diesem Geschlechte war Bischof von Breslau.Sie sind von 1505 an Freiherren v. Betlenfalva u. von 1598an Grafen v. Arva; in Schlesien besaßen sie 1524-—1542 dasjezige Fürstenthmn Pleß. sv. Ledebur III. 18. — Hanckii Siles. indig.Cap- 12. p. 386. — Paprocn Spec. Morav. 182. — Spener, hist. insign.p. 372. — Gauhe II. 1158. — v. Meding I. n. 872. — Sinap I. 977— 979. II. 259-62. — v. H.s
Thylb von Litzen««. Josef T. wurde 1619 mit der Freiheit,sich v. L. zu schreiben, in den Adelstaud erhoben. sR. T. A. R.sMan sehe auch Lilzenau.
Thym, Hicronimus, wurde am 9. Febr. 1659 in den böh-mischen Ritterstand -erhoben, sv. H.s
Thyscbärt, ein altes Herrengeschlecht in Oesterreich. Esbestzt daselbst die Herrschaften Königsbrück und Tülping.(Jahrb. des deutschen Adels für 1848.s
Thyß. Der Kommerzienrath Joh. T. in Kärnthen wurdeim I. 1765 aus Höchsteigener Bewegung geadelt.sM. v. M. 274. - v. H.s
Tiliasiw, österr.-italienisch. Emil v. T. war 1835 Pro-fessor zu Venedig.