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4 (1866) Spaur - Z : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter
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Thull Thurn

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Zedier XINIl. 1913 u. f. XI, V. 1774, unter Tulmcicr. v. Zedlitz.

Tyroff, Wppb. der preuß. Monarchie IV. 76. Vehse, Gesch. desprcuß. Hofes u. Adels. v. Ledebur III. 15. v- H)

Thult, Hanns Ulrich und Hanns Kristof, aus dm kais. Erb-landcn, wurden 1629 geadelt. sR. T. A. R.s

si Thllllmcyer, Thulmeyer, Tulmeyer. Der vormalige Professorder Geschichte und Beredsamkeit zu Heidelberg, nachherige dä-nische, dann weimar'sche, auch nassau'sche Rath, zulczt her-ror d'sche Kanzler Thulmay wurde vom Kaiser (wann?) mitVeränderung seines Namens in Thullmeyer in den Adelstanderhoben. sJugler 's Bcitr. zur jurist. gel. Hist. III. 126. v. H.s

1. Thum, aus den kais. Erblanden, in keiner Geschlechtsvcrbin-dung mit den folgenden Thnmb v. Neuburg stehend, wurden 1629geadelt. sSiebmacher I V. 177. N. T. A. R.s Im Jahre 1806stand Karl Hugo v. Thum, aus Oesterreich, in Württem-berg. Kriegsdiensten, sv. Stadlinger, Gesch. des württ. 5. Inf. -Regiments.)

2. Thum, Thunili v. Ueuliurg, eine schwäbische, fränkischeund rhcinländ. uralte Familie, deren Glieder Erbmarschälle derHerzoge von Württemberg waren. Sie sollen von den Schenkv. Winterstädt abstammen. Kaiser Karl IV. erhob die BrüderSchweiger und Hugo im I. 1362 zu Edlen (?), nachher wurdedas Geschlecht auch in den Frciherrnstand erhoben.

sv. Hattstein II. 419. Seifert'« Ahnentaf. Weinart's Nhaetia 9.

Zedier XUIII. 1916. v-Meding I. u. 869. Gauhe I. 1881 u. f.

Frhrl. Taschenb. von 1861. Cast, Adelsb. von Württemberg.Gcneal. Jahrb. des deutschen Adels für 1844 u. f. Die Württemberg.Wappcnbücher von L- Dorst u. I. A. Tyroff. Siebmacher I. 116. n. 4.III. 173, auch V. 199 u. 119, wo derselbe zwei thumb'sche Wappenbeibringt, welche einer frank, u. einer schwäb. Familie angehören sollen;beide leztere mögen aber wol erloschen sein. Griesinger 1399.v. Hefner, württ. Adel S. 12. T. 15. 16; Erg. Bd. S. 49. Kneschke,Wappen I. n. II. 488. v. H.)

Thuma v. Lerchcnthal. Franz Emanucl T. wurde im I. 1744mit v. L. geadelt. M. v. M. 273. v. H.s

Thliiulicrg, ein in Preußen vorkommendes Geschlecht,welches sich auch v. Neudorf u. T. schrieb. Siehe Nowo-wieyski. Andere Geschlechter ähnlicher Namen in Köln, T.,gen. Wormbs zu Bodenhcim, T. zu Clebstein, sind im16. Jahrh. ausgestorben, sv. Ledebur III. 16.s

Thumbpcrgcr, ein steyermärk. Geschlecht,sv. Meding I. n. 879. v. H.s

Thumbrc, s. Sabatha.

's Thumshorn, Thomashirn, ThumShirn, Thomser, Thumser,eine alte thüring. und vvi gtlä irdische, schon im Jahre 1322vorkommende Familie. Siehe auch Thonsern.

sGleichenstein n. 99. König I. 98898. Biedermann, Rhönn. Wcrra I. Verz. MelissantcS I,XI. Gauhe I- 1882. ZedierXI,III. >91623. Siebmachcr I. 158. n. 9. v. Meding I. n. 871.

v. Ledebur III. 17. Kneschke, Wappen IV. v. H.s

1. Thun, auch T. v. Hohenstein, Thonno, Tonna, Taun, einursprünglich italienisches, nach Andern schweizer. Geschlecht,das im I. 1000, nach Andern 1383 zuerst im Oesterreichi-schen vorkommt, auch in Tirol und Bayern begütert war.Sie besaßen mehrere Erzämter, besonders das Erbschenkenamt derHochstifler Tricnt und Briren. K. Ferdinand erhob sie am24. Aug. 1629 in den Grafenstand. Der Stammvater aller heu-tigen Grafen v. T. ist Jakob v. T., dessen Ur-Ur-Ur-Enkel Jo-hann Sigismund der erste Graf war. Die sicher. Landmann-schaft erhielten sie schon am 5. Febr. 1622, und in der salzburg.

Landmannschaftstafel ist das Geschlecht schon im Jahre 1706 alsgräflich eingetragen. sBucelini stcmmatogr. III. Brandis, tirolerEhrenkränzlcin. Gauhe I. 188284. Leupold I. Th. 3. B- 689793, wo auch das Grafendiplom eingedruckt steht. v. Lang 82 u. f.

Gencal. Taschenb. der deutschen gräfl. Häuser auf 1825. S. 43. 1326.S. 122 n. f. Amandi Friedenfels Gloriosa domus Comitnm de Thun.Praga, 1699. Index nobil. Megapolit. p. 62. Hübner III. 712

714. Siebmacher I. 93. n. 5. II. 49. n. 4. v. Meding III.n. 847 u. f. Schmutz IV. 186. Zedier XTIII. 1959-69.-v. Lang 8. Allg. geneal. Hdb. I. 85558. v. Hefner, tiroler AdelS. 17. Taf. 29; bayer. Adel S. 22. Taf. 17; Erg.Bd. S. 19 u. 26.v. H. Kneschke, deutsche Grafcnhäuser. Hartmann's Samml.)

2. Thun, eine adl. Familie in Mecklenburg ».Schwedisch- /Vorpommern, aus welcher Joh. v. T., der von 15041503Bischof zu Schwerin war, entsprossen ist. Das Geschlecht stammtaus dem Lüneburg'scheu und erscheint schon 1319.sv. Hefncr, Mecklenburg. Adel S. 29. T. 19. Mecklenburg. Wppb. II.

Bagmihl II. Taf. XXXV. v. Ledebur III. 17. 359. v. H.Micrälins 534. Index nob. Megapolit. 62. Gauhe I. 1884.Zedier Xlllll. 1969. Siebmacher V. 171. u. 2. v. Meding II.n. 899. v. Zedlitz.)

Thun», s. Thüna; Tonna.

i Thune, eine im 15. Jahrh. ausgestorbene adliche lüne-burg. Familie zu Thunhausen bei Wiesen an der Lühe, welcheschon im I. 1275 vorkommt, und die eine Branche der v. Wit-torf gewesen sein soll.

sS. Lenz, Abhdl. von den chemal. Herren v. Thune im braunschweig.Anz. von 1754. Nr. 33. I. F. Pfeffinger, histor. Bericht von denHerren v. Thune u. Zahrenhausen, in C. L. Bilderbeck's Samml. ungc-druckter Urkunden I. n. 4. Pfefsinger, Hist. des H. BraunschweigI. 143. II. 617. v. Meding II. n. 892. Lüdersen's Sammlung.

v. H.s

-s Thunstackeil, ein ausgestorbenes braunschweig. Geschlecht.sLlldcrsen's Sammlung. v. H.)

si Thuren, ein westpreuß. Geschlecht. W-: Ostoja.sv. Ledebur III. 18.)

Thurnibcrg u. Thurnburg, s. Latour.

Thurmftid, s. Lucger.

1. Thurn, Tassis und valsassina. So viel man auch in einergroßen Anzal Schriften über dieses adliche, freiherrliche, gräflicheund fürstliche Geschlecht Nachrichten findet, so ist doch noch in derälteren Genealogie derselben viel Dunkel. Sicher scheint Nach-stehendes zu sein: Heribert de Turri, della Torre, de les Torres,de la Tours, v. Thurn kam im 12. Jahrh. aus Frankreich nachItalien, wo ihm Tacius, Tassus, Herr v. Valsassina imHerzogthnm Mailand seine Tochter zur Gemahlin gab. SeinEnkel Jakob hatte einen Sohn Pagan (Pagauicum II.) und dieser7 Söhne, davon einer, Napus de la Tour, von K. Rudolf I.zum Fürsten von Mailand und zum Vikar des lombardischenReichs ernannt, 1278 aber erschlagen wurde. Ein Hermann nanntesich Graf v. Valsassina, Herr zu Bononien u. Florenz,dessen Nachkomme Hermagoras den Grafentitel nicht führte, seinEnkel aber sich wieder Graf v. T. u. V. schrieb; dessen Linie istjedoch im 17. Jahrh. erloschen. Ein dritter Bruder, Franz de laT. und Graf v. V., Herr von Novari, hatte einen Enkel La-moraldi, der sich zuerst v. Tassis oder Taxis (von einemBerge dieses Namens, auf dem er zu jagen pflegte) nannte, undzugleich die Herrschaft Kornelicnthal besaß. Einer der Nach-kommen desselben, auch Lamoraldi.'von Einigen Leonard genannt,Generalpostmeister in den Niederlanden, erhielt von KaiserRudolf II. die Freiherrnwürde, starb aber im Jahre 1612. Sein