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1.445 das - Sehlems und Land Cottbus mit allem Zubehör an den KurfürstenFriedrich II. verkauft hatte*), mit demselben 1475 aus**). Ihre Herrschaftwar theihveise schon zu Anfang des 14ten Jahrhunderts BrandenburgischesLehn geworden, indem die Markgrafen Otto, Johann und Waldemar bereits1304 Fredehelrnus et Johannes patrui de Kotebuz damit belehnt haben***).
IV. Die Herren von der Dahme. Die Stadt Dahme im Jüterbock-Lucken-waldeschen Kreise hat einem Geschlcchte den Namen gegeben, welches mitJohanna Sophia v. d. Dahme, Erbin zu Zieckau im Luckauschen Kreise, einerTochter des Siegmund Siegfried v. d. D. und der Maria Elisabeth von Schlic-hen, vermählt mit Johann Caspar von Res am 24. August 1734 erloschen istf).Wegeil des Besitzes der Herrschaft Dahme ff), so wie der Bnrggrafschafi.Golssen fff), sehen wir auch bei ihnen nicht selten das Prädikat, mit welchemsonst nur der höhere Adel bezeichnet wurde, in Anwendung kommen *f).
V. Die Herren von Friesach. „Sie waren Besitzer der Herrschaft diesesNamens; bezeichnen sich in einer Lehnempfangniss-Urkunde, die sie dem Mark-grafen ausstellten, als liberi barones, und fügen in Ansehung der Eigenthüm-lichkeiten des Lehnsverhältnisses solcher Herrschaftsbesitzer hinzu, sie hättenihre Lehen in einer Weise empfangen, wie es Gebrauch sei für edle freie Her-ren ihre Güter zu Lehn zu nehmen **f). — r Hierzu kommt, dass sie Blutsver-
veter. March. 1. 112. Lenz Brandenb. Urk. S. 294. Riedel c. d. I. Ilptth. IV. 57. 58. VII.127, 417, 418. II. Ilptth. II. 280, 330, 346). — Johannes dominus de Cottebus nobilis vir1361. 1365, 1374, 1375, 1377 (Lenz p. 376. Gercken d. vet. M. II. 286, 449. III. 74.Riedel I. Ilptth. II. 284. III. 74. II. Ilptth. III. 47. 57).
*) Gercken c. d. VIII. 672. Das übte keinen Einfiuss auf das dem Verkäufer zu-stehende Prädikat aus; denn es heisst noch 1447; der Edele liebe getrewe Reynhart vonCotbus (v. Raumer c. d. I. 202),
**) Angeli ahnal. p. 236.
***) Gercken cod. dipl. II. 370.
f) v. Üechtritz diplom. Nachr. V. 126.
j-j-) Eins der frühesten Zeugnisse ist: Rychardus senior ac filius ejus Richardus ju-nior milites ac domini in Damis 1265 (v. Ludwig rel. I. 84).
f-j-f) Tlonricus de Damitz dominus in Golsin, Ilenricus et Borcardus domini in Damitz
1350 nobiles viri genannt, jedoch in der Urkunde eines päpstlichen, Commissars, wo dasschliesslich hinzugefügte nobiles, milites et armigeri beweisst, dass vom Adel in einem,beide Klassen, den höheren, wie den niederen umfassenden Sinne die Rede ist (RiedelII. Hptth. II 304). In einer anderen Urkunde desselben Jahres: Heinrich von der DamHerr zu Golsine und Richard Herr zu der Dam (ibd. II.. Hptth. II. 320).
*f) Zwar ausdrücklich von den Edlen unterschieden, wenn es heisst; domini Gunthe-rus comes in Mulingen, Wernerus de Had'emersleve barones, Richardus de Damis, Ililde-marus, Heiso de Stenvortle.. milites 1282 (ibd. II. Hptth. I. 158); ferner: nobilis vir do-minus Hermannus burcgraviüs de Golsyn (der nicht zum Geschlechte der Dahme, sondernder Schenken von Landsberg gehörl), Ilenricus et Thimo fratres germani de Cohlitz, Jo-hannes de Senftenberg, Richardus et Ilenricus de Darnis oonfratres, Otto de VVittyn 1318(ibd. II. Hptth. I. 422). — Dagegen werden ausdrücklich als Edle bezeichnet: Die Edelnmanne Graf Gunther von Swartzburg, des Wachsenburg ist, und der Lantgrafe v. Liuch-tenberge, Fridhehn von Kotbuz. Heinrich von der Dam, Otto der Went von Ilburg 1348(ibd. II. Ilptth. II. 234, 235); ferner: nobiles viri.. Johannes dominus in Kothebus et Ri-chardus dominus in Damis, strenuique viri Fridericus de Lochen, Busso de Alvensleve
1351 (ibd. I. Hptth. IV. 58).
**f) Nos Pribzlaus D. gratia dominus de Beigarden, nos II (inricus) et Rychardus deVrysach dicti bekennen, dass sie von den Markgrafen Otto und Conrad das Land Bei-