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2 (1855)
Seite
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wandte der Meklenburgischen Fürsten, der Herren von Werle, und, wie diese,Slavischer Abkunft waren*), so dass sie wohl mit Recht. ein Ueberrest sitzengebliebener Slavischer Häuptlinge genannt werden können**)." Nichtsdestowe-niger können wir sie, als zum höheren Adel in dem in Deutschland geltendenSinne gehörig, nicht ansehen. Die Stellung, welche den Mitgliedern diesesgegen Ende des 14ten Jahrhunderts erlöschenden Geschlechtes, in Urkundenunter anderen Zeugen zu Theil wird, ist eine solche, welche sie in keinerleiWeise vor den übrigen Personen der gemeinen Kitterschaft auszeichnet. Diefrüheste Urkunde, die eines Mitgliedes dieser Familie gedenkt, ist von I25 (i,wo Kichardus de Vrisach et Henricus ipsius lilius dem Stifte Brandenburg dieAdvocatie des Dorfes Damme übertragen***). Im Jahre 1259 finden wir K.de Vrisach miles unter anderen Personen niederen Adels-)-); ebenso 1278 milesHenricus de Vrisach-)--)-). Desgleichen wird derselbe 1280 in einem Dokumentezu Arneburg der Markgrafen Otto, Albrecht und Otto durch nichts von denübrigen ritterlichen Personen, die mit ihm Zeugen sind, ausgezeichnet, denner steht hinter Einem von Alvensleben und dessen Söhnen fff). I" demselbenJahre wohnte er als ein Märkischer Vasall einem zu Berlin gehaltenen Land-tage bei. Unter den vielen damals gegenwärtigen Vasallen folgt er wiedergleich nach einem von Alvensleben *-}-). Ebenso wird Hinricus de Vrisac miles1286 hinter dem dapifer Henricus de Wardenberg genannt **f). Auch Urkun-den von 1290***-)-) und 1291 f*), wovon erstere ihn nebst seinem Sohne Ri-chard nennt, geben ihm keine Auszeichnung vor der übrigen gemeinen Kitter-schaft. Ja, es ist sogar nicht unwahrscheinlich, dass ihre Nachkommen nocheine Stufe tiefer herabsanken. Wir finden nämlich; Arnoldus de Vrisac civisin Katenowe 1336. Conrad von Vrysac war 1351 in der Gegend von Ra-thenow gesessen, trug aber seine Güter von Johann von Buch zu Lehn: dochsollte, wie Markgraf Ludwig der ältere verspricht, nebst noch zwei Edelleuten,sobald als möglich von dem von Buch gebracht werden und dann seine Gütervon dem Markgrafen selbst zu Lehn empfangen ff*). Im folgenden Jahre ver-eignete Markgraf Ludwig der Kömer einen Altar in der Kirche zu Rathenowsechs frusta im Dorfe Gossyinfff*) die ad strenuum virum Henningum Stey-

garden, das band Dohren und das Land Welsenberch, manu conjuncta justo titulo feo-dalti et ad justum jus nohilium et Baronnm. sicut moris est nobilium et Baronnm susci-pere bona sua, empfangen hätten 1287 (Gercken c. d. 1.244 Riedel II. Hptth. I. 180).

*) Pribizlaus Dei gratia Dominus de Parebem, Nicolai, Johannis et Borewini domi-norum Slavie frater.. et ejus soeer Riehardus Dominus de Frisach 1261 (Gercken c. d.III. 29. Riedel III. Hptth. I. 69).

**) Riedel I. Hptth. I. 269. VII. 41.

***) Gercken Stiftshist. 121. Riedel I. Hptth. VII. 47.

f) Riedel II. Hptth. I. 66.

-ft) Lenz Brandenb. Urk. p. 82.

ttt) Bereken c. d. I. 49.

*f) Gercken c. d. II. 355.

**t) Lenz p. 132.

***t) Ego Hinricus de Vrisach, nee non Riehardus filius meus (Gercken Stiftsh. S.496. Riedel I. Hptth. VII. 48).

U) Beck man Beschrb. der Mark Brandenb. V. B. I. K. II. 6.tt*) Gercken Stiftsh. S. 553.ttt*) Gercken c. d. V. 347.

*t) Ohne Zweifel Kotzen, wo nach Karls IV. Landbuch wirklich 6 frusta einem Al-tar in Rathenow gehörten.