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Schlosse Kamern pfandweise überlassen*). — Unter den mancherlei Besitzun-gen scheint es aber ganz besonders die Herrschaft Garsedow, ein Theil derfrüheren Herrschaft Wittenberge, zu sein, der ihn dem freien Herrenstandebeigesellte, und der Grund wurde zu der ihm zu Theil gewordenen Bezeich-nung eines Edlen Herrn oder Edelmanns**). Der Verlust dieser Herrschaft,wie fast aller Güter, lässt es denn auch erklärlich finden, dass das PrädikatEdler Mann 1355 nur zuweilen ertheilt***), aber eben so oft wieder vorent-halten wird-j-).
III. Die Herren von Cotbus ff). In die Zeit der slavischen Castellanei-Verfassung, ins 12t.e Jahrhundert, reicht das Alter der ehemaligen Schlossherrenvon Cotbus zurück. Diesen Castellanen oder Burggrafen ward schon in älte-ster Zeit das Prädikat nobiles zu Theil fff). Dennoch wird man zwischenihnen und dem hohen Adel im eigentlichen Deutschlande einen erheblichenUnterschied wahrzunehmen haben. Wir vermissen auch in späterer Zeit die-ses, sonst nur dem höheren Adel zustehende Prädikat*-}-); ja wir sehen 1252den hierher gehörigen Otto de Gotebuz hinter Otto de Sliwen genannt**-}-). —Sie nennen sich zwar Herren von Cotbus***-}-), allein erst gegen die Mitte des IltenJahrhunderts wird es wieder allgemeiner Gebrauch, ihnen die höhere Adels-Bezeichnung zu geben f*). •—■ Sie starben, nachdem Reynart von Cottbus
*) Ludwig reliq. mspt. VII. 117. ■— nobiles viri Johannes Burggrav us in Nuren-berch, Johannes de Blich, strenuique Johannes de Hausen... 1316 (Goreken diplomat.vet. march. I. 98).
**) 1350. Die Edelmann Graf Johanns von Ilennenherg, Graf Günter von Swartz-burg, Herre to Spreumberg, Her Jan van Buch, 11er to Garsdow, Riker Ilere to Kotebutzund die vesten Ridder Ilasse van Wedel die Ohle (v. d. Hagen Besehrb. von Neustadt-Eberswalde S. 259). — 1351 nobiles vir! Gunther coraes junior de Swartzburgli, Johannesde Buch dominus in Garsedow, .Johannes dominus in Kothebus... strenuique viri Frideri-ctis de Lochen, Busse de Alvensleve (Riedel 1. Hptth. IV. 58). — 1351 den Edlen ManHern Jan van Buch herrn tho Garsadow und die vesten Ridder Frederich van Lochen(ibd. II. Hptth. II. 333). — 1351 die Edlen Manne Graft Gunther zu Swartzpurch derJungher, Gräften Heinrich Son, Jayn van Pueeh I-Ierr zu Garsedou, die vesten man Frid-rich von Lochen (ibd. II. Hptth. II. 339, 341, 342). — 1352 nobiles viri Henricus et Gun-therns ejus filius comites in Swartzburg, Johannes de Buch dominus in Garsedow, stre-nuique viri Fridericus de Lochen (ibd. 11. Hptth. II. 344).
***) Gercken cod. dipl. VI. 518—520.f) ibd. VI. 505. 534.
j--j-) Nachzusehen sind: „Von der Familie von Cotbus" (Fabri geograph. Magazin1784. 10. H. S. 129). — „Von den ehemaligen Sehlossherren, unter welchen Colbus ge-standen" (Lansitzsches Magazin Jahrg. 1785. S. 323 etc.).
ftt) nobiles Hermannus comes urbis Misnensis, Pribeziav ejusdeni urbis advocatus,Frid ericus castellanus de Budcsin, Heinricus castellanus de Chotibuz 1156 (v. D rey h auptSaalkreis II. 871. Kreysig Bcitr. z. II ist. d. Sächsischen Lande V. 398).
*t) Thymo de Godebuz, Johannes castellanus de Lubyn, Wörnerns de Dobin 1199(v. Ludwig reliq. mspt. 1. 206). — Frfitelinus, Fridehelmus de Kodebuz, Bernhardus deStrele... milites 1295 (ibd. 1 163) Der 1222 im Texte einer Urkunde genannte dominusHenricus de Kuthuse (wohl Kutbuse), ist als Henricus de Cotebus aufgeführt (MärkerBurggrafen von Meissen S. 302).
**t) ibd. I. 71.
***■)) Johann Herr zu Cotbus 1319 (Wilki'i Ticemannus app. 225). Rychardus domi-nus de Kotebuz miles noster 1325 (v. Ludwig reliq. I. 311).
I*) nobilis vir Fridhelmus de Kotebuz 1349 (Gercken c. d. II. 487). — Der Edel-mann Johann Herr zu Kotebuz 1350—1352 (ibd, I. 295, 344, 346, 348. Dess. dipiom.