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dau 1335. Die Merkwürdigsten dieses Geschlechts waren Herr Hannsv. D,, der ältere, n. Herr Hanns, sein Sohn, die mächtigsten Edcllcntein ganz Niederbayern und Anführer des Böcklcr- und Löwcn-buudeS gegen Herzog Albrccht IV. v. Bayern. Hanns d. ältere hatte1465 von Kaiser Friedrich den Reichsfreiherrnstand erhalten u. seineGüter dem Reiche zu Lehen aufgetragen, aber die bayer. Herzogewollten von einem reichöfrcicn Adel in ihrem Land nichts wissen, n.verfolgten den Hanns und sein Geschlecht, wie das bei Hund aus-führlich zu lesen ist. Das Geschlecht ist 1662 -s.
sO. S, — Hund a. a. O. — M. B. XI. 38b. X tl. 82 n. s. w. — Ein-zinger v- E. II. — Cod. dipl. brand. XIII. 25. — v. H.)
Dcgcner, Heinrich, genannt Thiel, kais. Obcrstlieutcnant, wurde1656 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. R.)
Dcgcnscld. Dieses frhrl., und zum Theil gräfl. Geschlecht stammtaus Daegerfelden in der Schweiz n. hat sein nächstes Stamm-haus Degen scld ans der schwäb. Alp, da, wo die Lauter entsteht, indem Umfange der Herrschaft Nechberg. Das Geschlecht war dem fränk.Ritterkanton Nhön-Werra einverleibt. Des 1625 erhaltenen Frei-hcrrntitcls bediente es sich eine Zeitlang nicht, und erst 1653 schriebensie sich wieder Frei - u. edle Panncrhcrren v. D. Der preu ß. StaatS-ministcr Kristof Martin vereinigte seinen Namen mit dem seiner Ge-mahlin Schombnrg, der Tochter eines engl. Herzogs, n. erlangte1716 die reichsgräflichc Würde. sSchannat 169. — v. Hattstcin I. t23.III. Taf.9. — Siebmachcr I. ltö. III. 167. II»; Snppl. II. l. Snppl. IV.tili. — v. Ledebur I. 162. — v. Meding III. n. 154 u. f. — Allg. gen.Handb. I. 518—526. — Biedermann, Rhönu. Wcrra238—244. — Spener,theatr. nob. Enrop. P.III. — Gauhe I. 312 u. f.; Anh. 1432 n. f. —v. Hefncr, württ. Adel S. I. Taf. I; Erg. Bd. S.35. — Cast, Adelsbüchcrvon Württemberg u. Baden. — v. Zedlitz. — Jahrb. d. deutschen Adels1844 n. f. — Gen. Taschcnb. d. gräfl. Häuser 1838 u. f. — Dipl. Jahrb.f. d. preuß. Staat 1841. 2.Nbth. S.36; desgl. 1843. S.243. — Taschenb.d. srhrl. Hänser 1848. — Griesinger 234. — v. H.)
Dcgcnscls, s. Groß.
Dcgciihnrt v. Wchrburg. Der österr. Oberlicntenant Josef D.wurde im I. 1819 mit v. W. geadelt. sM. v. M. 171. — v. H.)
Dcgcnkolb, in der Niederlausitz ans Ober- u. Nied er -Hcrbersdorf, ein Kvmmcrzienrath v. D. 1854. Wappen?sv. Ledebur III. 235.)
s- Degeminnjer v. Josenhof, besaßen (im 17. Jahrh.) die HofmarkLoch (Burglcngenfcld). Die v. degenmayer'schen Erben besaßen1786 auch die Glashütte beim Pointner Forst auf dem Nordgau.sv. Reisach 144. 171.)
s Dcgcnreith, altbayer. Uradel, führte im Schild einen schräg-gelegten Dolch. sO. S.)
Dcgcntchild, s. Binder. — Dcgerimm, s. Tegernau.
Dcgerstci», s. Hainzell
-s Degginge». Waldo de Decgingun testis in einem Briefdes Klosters St. Georgen am Schwarzwald 1685. sMonelX. 266.)
Dcgingk. Hermann D., gewesener Bürgermeister, nun Rittmeisterzu Dortmund, wurde von K. Ferdinand III. nebst seinem Tochter-sohnc Hermann D. zu Nosenthal am 14. Juli 1658 (nicht 1654,wie man gewöhnlich findet) in den Adelstand erhoben.
sO. S- — v. Steinen S. 1372 n. f. Tab. XIII. — Siebmacher V. 146.— v. Meding I. n. 2. — V .Zedlitz. — V .Ledebur I. 162. — v. H.)
Dcgoricgin v. FmiiMald. Der österr. Hauptmann Mathias D.wurde im I. 1759 mit v. F. geadelt. sM. v- M. 171. — v. H.)
Dcgrafia v. Podgoidam, stammen ursprünglich aus Venedig.Peter De Gratia kam 1463 in's Patriziat von Görz. Die Nach-kommen wurden 1532 in den Neichsadelstand erhoben. Die Frei-herrnwürde erlangte Athanas Degrazia, kais. Kämmerer, 1863.
- Dei
sTaschenb. d. srhrl. Häuser 1849. — Jahrb. d. deutschen Adels 1848.S- 267. 1855. — v. Hcfner, görzer Adel S. 26. T. 24.)
Dchlcn. Die v. D. kommen seit 1646 im preuß. Heere vor.sv. Zedlitz.)
Dehme». Die v. D. erscheinen seit 1689 in knrbrandenburg.Di ensten, sv-Zedlitz. — v. Ledebur I. 162. III. 235; besser Dehnenstatt Nehmen.)
1. Dehn, Joh., braunschweig. Rath, erhielt 1571 ein Adels-diplom. Vielleicht der Stammvater der Dehn 3.
(Harenberg, hist. dipl. gandersh. Tab. 26. n. 6. S. 1171. — Lindner -jakobi'sche Sammlung, wo die Geschlechtstafel ist.)
2. Dehn, Joachim, wurde 1788 geadelt.
3. Dchii-liothscisscr, auch v. Dehn, gen. liothselscr, sächs. Fa-milie. Der Erste, mit welchem das Geschlecht anzufangen scheint,war Friedrich, welcher bei Kurf. Friedrich dem Weisen von SachsenMinister war, das Rittergut Helftenberg besaß und dessen SohnHanns 1561 als Amtshauptmann zu Senftenberg starb. DerBeiname Roth felser scheint von der Gemahlin des braun schweig.,nachher dän., und später sächs. Stallmeisters n. Hofmeisters ErnstAbraham, gest. 1645, herzukommen, welche eine gcbornc Rothfclscrgewesen ist. Auch einer von dessen Nachkommen stand wieder in dän.Diensten. (S. auch Ahlefeld.) Man sollte daher wol annehmenkönnen, daß die in Dänemark mit Konrad Dettlef v. Dehn vor-kommende Familie um so mehr eines Stammes mit der gegenwärtigensei, als Franz Heinrich und Georg August v. D. im I. 1679 einNaturalisationSpatcnt in Dänemark erhalten haben. Inzwischenbehauptet Gauhe das Gegentheil. Obiger Konrad Dettlef v. D. waranfangs Page in Brannschweig n. zulezt, 1746, dän. Staats-ministcr und wurde — wie es scheint vom kaiserl. Hofe, wo er Ge-sandter war — in den Grafenstand erhoben, starb aber ohne leib-liche Erben, nachdem er vorher mit dem Erbschenkenamte des StiftsGanderShei m belehnt worden war. sLer. o. a. F. i. D. — Sieb-macher 1.156. IV. 47. — v. Meding II. 177.) Im Lex. o. a. F. i. D.findet sich das Wappen eines in Dänemark 1686 in den Grafen-stand erhobenen dän. geh. Raths Friedr. Ludwig v. Dehn, welcherjedoch bald nach seiner Erhebung auch ohne Nachfolge starb.
so. Ledebur I. 162. — Sächs. Wappenb. VI. 26. — v. Hefner, Hess. AdelS. 7. T. 6. — Sinap II. 584. — König l. 269—226. — Gauhe I. 314.— llcchtritz, dipl. Nachrichten VI. 26—22. — v. H.s
fi Dchrcn, Dcrn, auch Frey v. Der», ein rheinländ., Hess,und preuß., im I. 1737 ausgestorbenes Geschlecht. sBucclini. —Zedier IX. 1846. — V.Ledebur I- 162. 232. — v. Hattstein I. 125. —Siebmacher 1. >35. V. 173. — v. Meding I. 176. — Biedermann, OTab. 353 u. ss. — Humbracht 22. — v. H.s Vcrgl. unten Dern.
Dchrcnthal, s. Derenthal.
Dchrselden, ein adll, ans Westfalen mit dem deutschen Ordennach Liefland gekommenes Geschlecht, sv. Zedlitz.)
Dehn»»»». Der Rittmeister im belling'schen Hnsarenregi-mcnt, D., erhielt wegen seiner im Kriege bewiesenen Tapferkeit am17. Febr. 1778 den preuß. Adelstand. sv. Zedlitz.) Erloschen 1835.sv. Ledebur I. t62.s
Deichnniiiii, s. Cr o n st ein.
-s Deidesheim. Das Stammhans in der Pfalz. Volmarnsmiles de Dydensheim in einem spei er er Brief 1243.sMonc VIII. 285.)
Denn, s. Dcym.
Dcimer, österreichisch. Karl Ritter v. D. stand 1357 alsMajor bei dem k. k. 11. Art. Reg.