12. st Cämmcrcr von Würzburg, waren Lehensleute der Fürst-bischöfe daselbst. Ihr Schild: In R. ein silb. Beil. sO. S.)
Cämmcrcr na» Worms, s. Dalberg.
Cämmcrcr, s. auch unter Ca mm er er, Kämmerer undKamm er er.
1. -s Casar, prenß. geh. Legationsrath, wurde im Nov. 1796in den Adelstand erhoben, sv. Zedlitz. — Zedier V. 77. — v. Lede-bur I. 137.)
2. Cäsar v. Adlcrstein. Karl Urban C., Wirthschaftshauptmannzu Nach od, erlangte im 1.1726 den böhm. Adelstand mit v. A.
sM. v. M., Erg. 256.)
1 Casare, schles. Geschlecht, dessen Sinap II. 566 mit der Be-merkung erwähnt, daß Johann Anton v. C. in der Hälfte des18. Jahrh. Kanonikus der Kollegiatkirche zum h. Kreuz in Bres-lau gewesen. Franz v. C. machte sich um 1748 in Schlesienseßhaft, sv. Ledebur I. 137. — v. HI
Cnsaroni, Gregor, Vicekonsul zu Paris, wurde im I. 1796geadelt. sM. v. M., Erg. 236. — Siebm., Suppl. XI. 8. — v. H.j
Castö, ein italicn. adl. Geschlecht, aus welchem Alois Edlerv. C. 1835 Deputirter von Bassano bei der Centralcongregation zuVenedig war.
st Caguo aus dem Nons, unb Zt. Ualcntin, tiroler Uradel, dessenStammhaus C., jczt eine Ruine auf dem Nons. Eine Linie hatsich einen Ansiz bei der St. Valentiuskirche zu Mais gebaut undsich davon auch blos St. Valentin geschrieben. Leonhard v. St. V.soll 1495 als der Lezte st sein. Die Linie v. Cagno starb schonum 1466 aus.
st Cahil, O'Cahil, ein aus Irland stammender Adel, welchersich nach Preußen gewendet hat, aber daselbst abgestorben ist.sv. Zedlitz. — v. Ledebur I. 1364
Cahusac. Eduard v. C. stand 1857 als Rittmeister im 6. kais.österr. Kür. Reg.
Caiio. Diese Freiherren stammen aus Burgund, nach Andernaus Languedoc, wo sie den Namen l'Hcrmitc dc Zt. Hqpolith ge-führt und unter andern die Herrschaft Caila besessen habensollen.Sie wendeten sich nach Sachsen, wo der General Peter v. C. vomsächs. ReichSvikariat am 16. Juli 1741 in den Freiherrnstand er-hoben wurde und 1744 starb. Dessen Enkel Ernst Gottlieb Frhr.v. C. war 1824 prenß. Major u. Stadtkommandant zu Danzig.
sv. Zedlitz. ^ v. Ledebur I. 130. III. 221. — v. Hcfner, prcuß.Adel S. 38. T. 45.)
Cailiat, eine in den prcuß. Staaten wohnende Familie,sv. Zedlitz. — v. Ledebur I- 136.)
Caillour v. Valmond. Nikolaus E. v. V., k. k. Obcrstlieutenant,erlangte im I. 1746 den böhm. Ritterstand.sM. v. M., Erg. 128. — v. H.)
Caimo, Italien. Adel. Johann v. C. war 1835 Domherr zuUdine.
Caisclli. Aus diesen: adlichcn italien. Geschlechte war 1835K arl Edler v. C. Deputirter bei der Provinzialcongregation zu Udine.
Caladin. Nach gewöhnlicher Annahme sind die in Urkunden des12. u. 13. Jahrh. vorkommenden Caladin, Kallcndin, auchMarschällen v. C. u. s. w. genannt, identisch mit den später undjezt sogen. Pappen he im (s. d.) Ich gebe, ohne mich auf die Rich-tigkeit obiger Annahmen näher einzulassen, einfach hier einige Ca-ladin, welche ich urkundlich im walkenrieder Köder (II- 59 ff.)finde: Hcnricus marscalcus de Kallindin unter den Zeugen in
einem Brief K. Otto's IV. dd. Mainz 26. Nov. 1268. Derselbe er-scheint ferner als Heinricus de Kalendin, marScalcus, in einerUrkunde desselben Kaisers dd. Terni in Italien 24. Dez. 1269. Imselben Jahre noch als Henricus de Chaladin marscalcus. Ineiner anderen Urkunde Otto's IV. kommt unter den Ministerialen alsZeuge ebenfalls vor Henricus Calcndin ohne den Marschallstitel.sUrk. B. s. Nicdcrs. II. 59 ff.) Vergl. auch Calatin, Chal ent-Heim und Pappenheijm.
Calaminus. Der zu Silberberg in Schlesien geborne Georg jNärich wurde Professor zu Linz in Oesterreich, latinisirte seinen Na-men Nörich in Calaminus, und erlangte in der zweiten Hälftedes 16. Jahrh. den Adel. sv. HI
st Calatin. Der k. bayer. Generalmajor Graf v. Pappenheim jerzeugte mit Maria Ed er mehrere Töchter, welche legitimirt wur-den, und unter dem Namen v. C. sammt ihrer Mutter am 36. Nov.1819 in den bayer. Adclstand erhoben wurden, sv. Lang, Suppl.91. — v. Hefner, bayer. Adel S. 72. T. 79. — v. H.) Ueber denNamen Calatin s. Weiteres unter Caladin u. Pappenheim.
1. Callia, Calbow, eine in den preuß. Staaten wohnende Fa-milie, die ihren Ursprung von dem berühmten r ö m. Geschlechtc derGracchen herleiten will. Der Name Calbo soll ursprünglich nurBeiname gewesen, und allmälig Haupt- und Familienname gewor-den sei». In der lczten Hälfte des 8. Jahrh. soll das GeschlechtinVenedig bis zur herzogl. Würde gestiegen, dann aber im 9. Jahrh.cntsezt, vertrieben u. des Vermögens beraubt worden sein. Hieraufsoll sich die Familie in 3 Linien gctheilt haben, wovon die eine sicherst in Mantua, dann in Ungarn, später in Polen und seitAnfang des 18. Jahrh. in der Mark niedergelassen, wo sie um 1836die Güter Grabav, Königsberg u. Lütkendorf besizt. Diein den Ranglisten von 1866 angeführten v. Calbow gehören dieserFamilie an. Ein anderer Zweig soll sich nach Spanien begebenhaben und noch dort blühen. Ein dritter Zweig wendete sich nachden jonischcn Inseln; von diesem ist im I. 1818 der venetian.Patrizier N. v. Calbo in den Grafenstand erhoben worden.
sZcdler. — v. Zedlitz. — v. Ledebur I. 136. III. 224. — M. v. M.,Erg. 16. — v. H.j
2. Callw. Joh. Kristof C. in Schwcdisch - Vorpommcrnwurde 1748 vom Kaiser geadelt; von diesem dürften wol die preuß.C. eher abstammen als von den Gracchen.
jR. T. A. R. — Sicbmacher, Suppl. IX. II.)
Calcum, Calchheim, Kalkum, ein altes berg'schesRittcrgcschlecht,welches sich in die Hauptzweige zu Lohausen und zu Leucht-
m a r theilte, und ansehnliche Güter besizt. sRvbcns II. 16. — KrohneI. 135 u. f. 335. — Fahne I. 61. II. 46. n. 215, woselbst ein Stammbaum.— v. Ledebur I. 136. — v. H.)
st Caldana. Johann Graf v. C. wurde nebst seinem Bruder aufbesondere Empfehlung des päbstl. Nuntius am kaiserl. Hofe, CarloCaraffa, am 4. April 1661 in die kraincr Landmannschaft auf-genommen. sO. S.)
Calden, Kahlden, s. Kalden. — Caldcnliach, s. Pensen v. C.Caldcrari, ein adliches italien. Geschlecht. Karl v. C. beklei-dete 1835 die Stelle eines Protok. Erped. n. Registratur-Direktorsbei der Ccntralkongregation zu Mailand.
Calderoni, wahrscheinlich Welschtirol angehörend. FranzV.C.,k. k. Gubernial- u. Präsidialconcipist, versah 1835 die StelleeinesArchivars bei dem k. k. adl. Fräuleinstift zu Innsbruck.
st Caldes. (Schild wie Oesterreich.) Das Stammhaus liegt am