Bux — Byr
württcmb. Dienste, gewann die Gunst Herzog Fricdrich's I.,wurde geh. Rath uud Oberst und mit mehreren Gütern belehntund erwarb sich Aufnahme in die schw äb. Neichsritterschaft, KantonNeckar-Schwarzwald. Seine Nachkommen zeichneten sich besondershäufig im Kriegsdienste aus. In neuerer Zeit war Alexander MaxFriedrich Frhr. B. v. W., gest. 1796, württemb. Generallieut.,hinterließ 4 Sohne, wovon der älteste Franz Max. Friedrich, geb.1753, Gencraladjutant, Land-Oberst-Stallmeister u. zulczt Kreis-hauptmann zu Heilbr onn war; der Jüngste, Karl Fricdr. KristianFrhr. B. v. W., geb. 1771, früher Mecklenburg. Kammerjunker u.Stallmeister, dann württ. Kammcrhcrr n. Landvogtei-Thierarzt.Er hinterließ nur einen Sohn, Karl Kristian Alexander, geb. 1829,welcher, wie man sagt, sich nach Amerika begeben haben soll.
sEine ausführliche Geschlechtsbeschreibnng steht bei Cast, Adclsbuch vonWürttemberg S. 155. — Bncelini P. II- 97. — v. Mcding III. n. 124.125. — Fahne II. 22. 188. 215. - Griesinger 167. — Siebmacher II. 113.IV. 28. — Bürgermeister, vom schwäb. Rcichsadel 4 Iii. — Gauhc I. 229.— v. Hefner, württ. Adel S. 5. T. 6. 7. — v. Ledebur III. 75 unterWalm erodest
Dur, ein Patrizicrgeschl. der Stadt Thorn. sv. Ledeb. III. 223.fj
Nindorf, Bordorff, ein im Magdeburgischen und in derNiederlausttz zu Schlaberndorf seßhaftes Geschlecht. Dasselbekommt schon 1119 mit Levin unter den Turniersgenossen in Göt-tingen vor. Dietrich v. B. war 1463 Bischof zu Z eitz u. Nau m -bürg. sSpangenberg, Adclsspiegel II. >86. — Gauhc I. 229. — SinapII. 559. — v. Zedlitz. — v. Ledebur, I. 129, bezeichnet das Geschlechtals erloschen. — Siebmacher I. 179.1
Durhöwden, Bikishöwdc, Bikishoveden, Bikishoeveden, Bckes-hovedcn, stammen aus dem Bremcn'schen, vom Hause Bexhaven.Die ersten Ritter v. Bikishovcde zu Ausgang des 12. u. Anfangdes 13. Jahrh. waren drei Brüder, Namens Geltmar, Albert u.Lüder, die das Dorf Bekeshovcde von der bremcn'schen Kirchezu Lehen erhielten und daselbst auf ihre Kosten die erste Kirche bauten.AuS diesem Geschlechte gingen zur damaligen Zeit mehrere berühmteMänner hervor. Schon 1224 findet man bei dem deutschen Orden,mit dem sie nach den Ostsceprovinzcn kamen, in Kurland einen Joh.Buxhövdcn; 1273 u. 1538 wird unter den ösel'schcn Bischöfen einHermann und ein Reinhard Buxhövden genannt, so wie sich auchein Hediurlich Buxhowdcn 1315 bei einem Streite mit der StadtRiga befindet; ferner übergibt 1318 ein Otto Buxhövden seineErbgüter an den K. von Dänemark, und erhielt sie als Lehenzurück; auch bei dem großen Bauernaufstände 1344 kommt ein Hein-rich Buxhövden vor. Auf der Insel Oesel besizt die FamiliePadel u. Thenieth; aus diesem Zweige stand um 1776 MathiasKristof v. B. als Legationsrath in sächs. Diensten, welcher fünfSöhne hinterließ; in Liefland und Esthland sind die v. B.angesessen; in erstcrem Lande gehören ihnen die Güter Libbienund Wilkenzählen. Heinrich Bixhoveden hat 1484 den HofPernigel besessen. Der russ. Generalmajor v. B. wurde am18. Dez. 1795 in den prenß. Grafenstand erhoben.
sv. Firks 124. — Hupel 1788. S. 375, wo auch das Wappen vorkommt.1789. S. 74. Dcrs., ösel'sche Adclsgcsch. 34. — v. Zedlitz. — BnceliniII. 23. - v. Ledebur l. 129-1
Duycr, Joachim, wurde 1679 in den Rcichsfreiherrnstand er-hoben und erhielt Wappcnbesserung. sR. T. A. R.sj
-s D»iicndorf. Luitwinus de B. Zeuge in einem Brief des Klo-sters Kiemsce um 1159. Ich finde kein B. in Altbayern, magvielleicht eingegangen sein, denn die Stammheimath des Leutwin
deutet auf die Umgebung um Nosenheim, da feine MitzeugenEdellcutc aus eben dieser Gegend, z. B. von Söllhuben, Zaisering,Happing, waren. sM. B. II. 394-1st Dychow, f. Bichow.
Di>dcsk»t>> v. Ipp, Sigmund, österr. Oberstwachtmeistcr, er-langte 1791 den Freihcrrnstand. Wahrscheinlich stammt die Familieaus Ungarn oder Siebenbürgen. sM. v. M., Erg. 43-1
Dycr», ein altes adliches, dem Hcrzogthume Magdeburg an-gehöriges Geschlecht, auch in den Marken seßhaft. Seit 1492besizt die Familie das Gut Pärchen bei Genthin. Viele Mitgliederzeichneten sich im preuß. Kriegsdienste aus. sv. Zedlitz. — v. LedeburI. 129. III. 223. — v. Hcfncr, schwarzb. Adel S. 57. — Sicbm. I. 176-1st Dygatto. Der dän. Hauptmann Johann Peter Anton B.wurde 1694 in den Adelstand erhoben. sE. S.1 Johann Adamv. Bigatto erlangte 1724 den böhm. Ritterstand. Die Familiesoll erloschen sein und die v. Junker nahmen als Erben den Namenzu dem ihrigen. sM. v. M. , Erg. 128. — Der hohe Trauungssaaloder Steigen u. Fallen großer Herrn durch Eraömum Francisci; Nürn-berg bei Michael u. Johann Friedrich Ander 1665. — v. Hefncr, bayer.Adel unter Jnnkcr-1
Distandi, eine der ältesten Familien im Clev e'schcn, in welcherProvinz auch die alte Stammburg liegt. Sie bekleidete das Erb-marschallamt im Lande Cleve. Das Stammwappen besteht in einemschw. Kreuz in S. Eine Linie hat wegen des Besizes von Ncidtnoch 5 r. Balken in G. ihrem Wappen beigefügt. Schon 1294 er-scheint die Familie in Urkunden. Die ordentliche Stammrcihc fängtmit Otto v. B., erbt durch seine Gemahlin Loenenu. Ganther,etwa um 1469 an. Sein Sohn Heinrich auf B., Wall, Loenenu. Ganther erwirbt durch Vermählung die Herrschaft Reidt; dieseLinie erlosch um 1692, und die Herrschaft ging auf eine andere Linieüber. Otto, kais. Gesandter, und 1552 noch mit Reidt belehnt,wurde 1591 in den Frciherrnstand, und Roland, der nächste Bcsizcrvon R., aus einer jüngeren Linie, 1678 in den Grafenstand erhoben.Sein Sohn, Graf Franz Otto, war Besizer von Polsterkamp,Spaldorf und Reidt, 1684. Einige Glieder der Familie habensich nach Sachsen gewendet, andere stehen in holländ., österr.und Graf Anton v. B. als Oberstlieutenant dermalen (1849) inwürttc m b. Diensten. Das Freihcrrndiplom und die Erhebung derHerrschaft Reidt zu einer RcichSbaronie befindet sich abgedruckt inL ü n i g's Neichsarchiv II. 1779. sTaschb. der gräfl. Häuser 1853 n. f.
— Fahne l. 53, wo ein Stammbanm befindlich ist; II. 215. — Sieb-macher II. 129. — Grafen v. Bylandt-Polsterkamp, f. Jakobi, n. gcncal.StaatShandbuch von 1899. II. 165. — Robens, Wappenkunde 183. —v. Ledebur I. 129. III. 224. — v. Hefncr, preuß. Adel S- 5. T. 6; Erq.-Band S. 35. T. 16-1
st Distmiskq v. Wcijjciiftis. Franz Ferdinand B., österr. Rathund Kammerburggraf zu Liegnitz, wurde 1727 mit obigem Bei-namen in den böhm. Adelstand erhoben.sM. v. M., Erg. 256. — v. Ledebur I. 139-1
Bylci, besaßen vorübergehend im 18. Jahrh. Hülliughovenbei Soest, sv. Steinen II. 1529. — v. Ledebur I. 139-1
st Dyilth, eine von den abgestorbenen Mecklenburg. Familien,deren Wappen beschrieben wird bei v. Meding II. 143. sv. H.jj
Dqrn, O'Nyrn, stammen aus Irland und wendeten sich nachden preuß. Staaten und auch nach Sachsen; in der Niederlausitzauf Kosel seßhaft, sv. Hefncr, sächs. Ad. S. 14. T. 13 unter O'B y rn.
— v. Ledebur III. 224-1