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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Breß — Brei;

1. Dressier v, Aschcnburg, ein schlesisches Geschlecht, vonwelchem Bernhard B. 1450 lebte und Güter zu Pirschen imnenmarkt'schen Weichbild im Fürstenthume Breslau besaß. Er hinter-ließ 2 Söhne, Mathäus und Simon; Lezterer übernahm Pirschen,n. starb 1474. Sein Sohn kam als Oberstlieut. im Turkcnkriegc um.Der erstgeborne Sohn — Matheus — lebte in Neumarkt, undwurde der Vater von Kristof I. B., welcher Joh. B. erzeugte, der eben-falls in Neumarkt lebte u. sehr reich war. Dieser Johann hinterließ4 Söhne: Kristof Ik. , Anton, Georg und Joh. Kristof. Kristof II-,Senator in N eumarkt, starb 1633. Sein Sohn Kristof III. a n fGrünthal, Senator zu Neumarkt, starb 1664 zu Breslau; erhatte 2 Gcmahlincn: 1. Justine v. Fladen u. Aschen bürg und2. Anna Eckert. Ans erster Ehe entsproß Kristof IV., geb. 1625,Kaufmannsältester zu Breslau, welcher 1703 in den böhm. Ritter-stand mit v. A. (wegen seiner Mutter) erhoben wurde; er starb1710 und hinterließ 3 Söhne. Ob seine Nachkommen noch blühen,ist dießorts unbekannt. Aus der zweiten Ehe ging hervor Joachim,geb. 1653, wurde Kaufmannsältester und am 18. Jan. 1709 eben-falls in den böhm. Nitterstand erhoben. Ein Enkel Joachim'ö kaufte1740 ansehnliche Güter in der Lausitz; sein Sohn Gottlieb Will),erlangte 1792 vom sächs. Reichsvikariat den Grafenstand; er warsächs. geh. Rath, und besaß neben seinem beträchtlichen Vermögenin der Lausitz auch Güter in Schlesien.

Der zweite Sohn Johann's, Anton B., wurde in den Adel-stand erhoben, und starb 1607. — Der dritte Sohn, Georg, begabsich nach Straßburg, wo seine Nachkommen noch blühen sollen.

— Der vierte Sohn, Joh. Kristof B., war Konsul in Neu markt.Seine Nachkommen wendeten sich nach Mömpelgard und kamenin die Dienste des Herzogs von Württemberg. Sie erscheinenum 1706 als Herren v. B.; doch ist dießorts unbekannt, ob undwann sie geadelt worden sind.

Die Wappen, welche bei den drei Standescrhöhungcn ertheiltwurden, sind sehr verschieden, (v- Zedlitz. — Taschcnb. d. gräfl. Haus.1836 u. f. — M. v. M., Erg. 126. — Sinap I. 236 u. f. II. 545 u. f.

— Siebcnkces I- 283 u. f. — v. Ledebur I. 164. III. 266. — Das österr.Wappenb. II. 25 hat auch ein gräflich brcßler'sches Wappen, welches aberdem W. der Grafen B. in der Pausitz n. in Schlesien nicht gleich ist. —v. Hefner, preuß. Ad. S. 4; sächs. Ad. S. I. — Dorst, schles. Wppb. n. 229.)

2. Dreßlcr v. Ztcnnm. Maximilian, Hoffuttcrschreiber, Ernst,Hofagent, und Josef B., Fändrich bei Josef Kolorcdo Infanterie,Brüder, wurden am 12. April 1776 in den ö sterr. - erbländischenAdelstand mit B. v. S. erhoben. Ernst v. B. und S. erhielt1790 die Ritterwürde mit v. Breßlern n. S.

(M. v. M. 165; Erg. 126. — Leupold, A. A. A. I. 166.)

Drctscld v. Cronculmrg. Michael Pre g, Bürgermeister n. Prima-tor zu Böhmisch-Kr nmau, wurde von dem böhm. Hofpfalz-grafen Simon Brostus Horsteinski v. Horstein am 20. März 1641mit v. Pregsfeld in den Adelstand erhoben. Sein Sohn Severin,kais. Oberfeldkriegskommissär, erlangte 1695 den Reichsritterstand.Sein Enkel war Franz Josef Bretfcld (?), der als Landes-advokat in Böhmen am 9. April 1795 den böhm. Nitterstanderhielt. Im Jahre 1807 wurde derselbe als Prag er erzbischöfl.Konsistorialkanzler mit dem Beinamen v. C. in den Frciherrnstanderhoben. Emanuel Frhr. v. B. z. C. war 1836 österr. General-feldmarschalllieutent und Divisionär in Ungarn.

fM. v. M., Erg. 47. — Hhrtl, die fürstl., gräfl. u. frhrl. FamilienOesterreichs 1856. ^ Taschcnb. d. frhrl. Häuser 1853. 1855. — v. H.)

-f Drcthaupt, ein braun schweig. Geschlecht, aus welchem dem

k. schwcd. Obersten Joh. Heinr. v. B. der Adel durch kais. Diplomvon 1693 erneuert wurde. Die Familie ist 1706 wieder erloschen.(Siebmachcr, Suppl. V. 15. — Mußhard 165.)

-f Drethem, schwäb. Adel. (Eine innere Bordur, wenn ichdie Blasonirung bei Mone (I. 373) recht auffasse, welche sagt „eineinfacher dreieckiger Schild, in welchem wieder zwei concentrische drei-eckige Schilde".) Dominus Margnordus deB. siegelt eine KlosterHerrenalb'sche Urkunde 1270. Damals war Frendenstein(Maulbroun) schon im Besiz der v. B., denn die Brüder gedachtenMarquord's werden in der Urkunde „nunc de Vroudcnstein dicti"genannt. (Mone l. 373.)

Drctoiiniorc, eine adliche Familie, aus welcher N. v. B. in ruf f.Diensten stand. Sein Sohn, preuß. Lieutenant, erhielt 1795 oder1788 das Gut Morgeln an der taurog'schen Grenze von Friedr.Wilh. II., K. von Preußen, erb- und eigenthümlich geschenkt. (DieFamilie scheint französ. Ursprungs zu sein.)so. Zedlitz. — v. Ledebur I. 165.)

Drctschneidcr. Der vormalige Vicepräsident des Kricgskollegs,B., wurde am 7. August 1717 in den Adclstand erhoben und brachtediese Würde auf die ganze bretschneid er'sche Familie. Die FürstenReuß v. Plauen, jüngerer Linie, haben dem RegierungspräsidentenDr. B., auf den Grund früherer kais. Diplome an seine Vorfahren,den Adel 1843 verliehen und erneuert.— Der kais. österr. Feld-marschalllieutcnant Friedrich v. B. erlangte am 21. Febr. 1844 dieFrcihcrrnwürde. (Ersch u. Gruber, Encycl. XII. 386. — A. A. Zeit,v. 1843. 1844. — Siebmachcr, Suppl. IV. 6. XI. 7 bringt 2 Wappenbei, die nur in einem Felde gleich sind. — v. H. ^ Oesterr. Wappenb.XV. 9. - Taschcnb. d. frhrl. Häuser 1857. - Sächs. Wappenb. V. 42.)

-f Drcttach (Bretach). Heinrich v. B., Ritter, war Stifter desKlosters zu Mühlbach 1290, starb im selben Jahre und hat einenschönen Grabstein an leztgenanntem Orte (dessen Beschreibung beiMone II. 480. III. 128 ausführlich, wo ich jedoch keine Erwähnungeines Wappenschildes oder heraldischen Attributs finde).

f-Drcttciipcck, altbayer. Geschlecht, führte einen Wecken imSchild. fO. S.)

Drcttiii, erfurtcr Patrizier. Aus der Familie standen mehrere

Offiziere in neuerer Zeit im preuß. Heere, so.Ledebur I. 165. —Hörschclmann's Sammlung 15. — Siebmachcr V. 366. — v. H.)

Drcttlach, s. Praidlohn.

Drctto». Diese Familie wurde 1697 geadelt. Aus ihr erhieltder F. M. L. und Festungskommandant zu Olmütz, KlaudiusHyacinth, u. der an Kindesstatt angenommene Sohn seiner SchwesterAnna, Namens Hyacinth Fauch er, österr. Kapitän, im 1.1763die Freiherrnwürde, Lezterer mit der Benennung Hyacinth Fauch erFrhr. v. B. (M. v. M. 41. — v. H.)

Bretzenheim n. Begeh. Karl August, ein natürlicher Sohn desKurfürsten Karl Theodor von Bayern u. der Demoiselle Seifert,wurde 1774 zum Grafen v. Hei deck erhoben und erhielt nach Er-kaufung der wcstfäl. Herrschaft Bretzenheim im I. 1790 denNamen eines Grafen v. B. Inzwischen war schon ein Fürstendiplomanr 19. Dez. 1789 für den Grafen v. B. ausgefertigt, aber vor demTode des Kaisers nicht ausgelöst worden; daher Karl August wahr-scheinlich vom Reichsvikariat die Fürstenwürde erhielt, oder sie wurdebei der böhm. Kanzlei eingeschrieben. Durch den Reichsdepntations-rcceß v. 1803 erlangte er für den durch den lüneviller Frieden er-littenen Verlust von B. Stadt und Stift Lindau. Lcztere trat erin demselben Jahre an Oesterreich ab und erhielt dafür die einst