Aue
49
und am 28. Juli 1767, ersterer als öttingen-spiclberg'scher geh.Rath und Kreisgesandter von Kaiser Josef II. in den Ritterstanderhoben.
(v. Lang S, 282 n. f. — Bayer. Wappcnb. IV. 65. X. t2. XII. 41.)
4. Auer, Jgnaz Egid Karl, k. bat)er. Stadtgcrichtsassessor,erhielt das Adelsdiplom von K. Franz I. am 27. Febr. 1761.
(v. Lang 233. (Wahrscheinlich ein Verwandter von Roger Jgnaz Auer,oben.) — Bayer. Wappcnb. wie bei Rog. Jgnaz.)
5. Auer (ein Auerhahn n. ein Brunnen Zediertet), Alois, Forst-gchülfe zu Allenberg, Adoptivsohn des Josef Bernhard Wolfgangv. A. zu Oellingen, wurde im I. 1839 vom K. v. Bayern geadelt.(A. Allg. Zeit, von 183!). — v. Hefncr, bayer. Adel S. 67. Taf. 73.)Daö Diplom des I. B. W. v. A. ist vom 28. Juli 1767. S. RogerJgnaz v. A.
6. st Auer v. An, ein tiroler Geschlecht, führte im Schild eineSteintrcppe oder Piramide. Diese A. v. A. sind 1356 st.
(O. S. — Siebenkees l. 242 n. II. 45. — Tirols Erbämter u. FamilienS. ll). — Brandis. — Wnrmbrand's collectanea p. 154. — Hübner,III. Tab. 867. - v. H.)
7. st Auer u. n. zu An, ein adliches Geschlecht, dessen Stamm-haus An bei Günzenhausen lag. Ihr Wappen bestand in einem gol-denen Schild, in welchem auf einem grünen Dreiberg ein Falke sizt.Markwart v. A. 1383. Jörg v. A., Pfleger zu Ingolstadt 1516.Melchior, Domherr zu Eichstädt 1582. Erhard v. A., Domherr zuRegensburg 1633. Ich meine, daß bei diesem Geschlecht in denAngaben des Wiguläus Hund und Anderer viel Irriges und etwa mitandern Geschlechtern dieses Namens Vermengtes wird mit unterlaufensein. (Sicbmacher IV. Ig. — Bucelini, Stemm. P. IV. fol. 2l —23. —Graf v. Wurmbrand, collect, hist. gen. — Biedermann, Altmühl Tab. 175.
— Gauhe l. 35. — Siebenkees I. B. 1 - Abschn. 8. S. 243. u. II. B. S- 32.
— Wigul. Hund III. 238 ff.) v. Leoprechting sagt im Kneschke'schenAdelSlerikon S. 136, eS hätten diese A. auch zwei Sparren imSchild geführt, item so sagt er, sie hätten auch Wollnzach besessen.Nun finde ich im v. Ecker'schcn Wappenbuch ein Siegel Auerv. Wollnzach, daö hat im Schild zwei Spizen, über die ein Vogelschreitet. Das mag vielleicht das richtige sein für vorliegendesGeschlecht, sv. Hefncr.)
8. st Auer zu Auburg oder Aurberg (im Schild ein gczinntcrBalken), kamen ursprünglich aus RegenSburg und hatten in dieserGegend mehrere Besizungen. Das eigentliche Stammhaus befand sichbei Berngries. Die von diesen A. abstammenden Barbinger undWinz er er führten das gleiche Wappen.
(Siebenkees I. B. S. 243. u. II. B. S. 33 n. s. — Siebmachcr I. 36.
— W. Hund I. Th. S. 171. - v. H.)
9. Auer auf Aufhaust». (Der Schild wie A. v. Pulach, daraufein Schildlein mit einem Auerhahn.) Michael Ludwig Nikolaus A.,gräfl. preising'scher Rechtskonsulent, wurde im 1.1832 vom Königvon Bayern geadelt. sE. S. — v- Hefner, bayer. Adel S. 67. T. 73.)
16. st Auer zu Dminberg (ein Dreiberg, aus dem Flammenschlagen), Premberg. Diese A. waren jedenfalls gleichen Ursprungsmit den A. zu Auburg; u. zwar soll der erste A. v. Brennberg,Friedreich, ein Sohn Karl's v. A. zu Anberg (welcher um 1279lebte) gewesen sein. Dieser, oder ein anderer dieses Geschlechts hatsein Stammwappen (den geginnten Balken) mit dem der Herrenv. Brennberg vertauscht, wie das in älteren Zeiten öfter geschah.Nebst Brennberg besaß derselbe noch Göbelkofen u. war Pfands-inhabcr der hochstist rcgensburg. Herrschaft Wörth. Die Familie ist
Stammbuch des Adels in Deutschland.
im I. 1483 erloschen, u. 166 Jahre später erhielten die v. Lcrchcn-feld mit dem ihnen 1587 ertheiltenAdel das (Auer) brcnnbcrg'scheWappen als Käufer der Herrschaft. sSiebenkees l. B. S. 243. II. B.S. 36.) Das von Bucelini P. IV. p. 24 aufgestellte Fragment überdie Auer zu Auburg ist ganz unrichtig, sv. H.)
11. st Auer v. Estiskops-Mohcrode, ein altes Hess. Gcschl. sv.H.)
12. Auer v. Hcrrcnkirchcn. Sie hießen sonst auch die Auerv. Gunzing und Niederstraubing, am häufigsten aber die Auermit den Ringeln, weil ihr Schild gespalten mit je drei Ringenuntereinander in verwechs. Farben ist. — Hartmann A. v. H. siegelt1466. Kristof A. v. H. 1526 Deutsch - Ordens - Komthur der BallciOesterreich. Diese noch blühende Familie soll von den A. v. Au-burg abstammen. Die Stammtafeln bei Seifert, Biedermann, Wis-grill u. Bucelini sind mit fremdartigen A. ansgcpuzt n. bis auf WolfA. zu Gunzing und dessen Söhne Georg und Sigmund ganz unzu-verlässig u. fehlerhaft. Man findet auch, daß sie früher aus Bayernsich nach Oesterreich gewendet, später aber der Religion wegen indas Koburg'sche gewandert seien; wird wol ein anderes Geschlechtgewesen sein.
(Bucelini IV. 22. — v. Hattstcin II. 1. Taf. — Seifert, Stammtest. II.— v. Lang, Suppl. S. 86. — Tyroff, allg. Wappcnw. I. 172. — Sieben-kees I. 244. 11.38. — Biedermann, Baunach Taf. 272 n. f. — WiögrillI. 213 u. f. — Hund III. 236. — Siebmacher I. 35. — Bayer. Wappcnb.IV. 66. — v. H. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 67. Taf. 73.)
13. st Auer v. Lconlmrg. Leonberg ist ein Dorf und HofmarkGerichts Burglengenfeld in der Obcrpfalz. Die A. v. L. führtenvon Roth und Silber mit einer Zinne getheilt, daher Einige auchStammvcrwandtschaft mit den A. v. Aurburg vcrmuthen.
(O. S. — Hund III. 240.)
14. st Auer v. Nöheim. Jörg A. hat mit einer Grueberin (vonAdel) Nöheim, einen alten Siz Gerichts Pfarrkirchen in Nieder-baycrn, erheurathet. Er stammte aus einem ehrbaren Bürgcrgcschlechtund hat ihm H. Wilhelm IV. EdclmannSfreiheit gegeben 1547. DasGeschlecht soll mit seinem Enkel Jsak A. v. N. erloschen sein.
(O. S. — Hund III. 240.)
15. Auer v. Puluch (getheilt und zweimal gespalten in Roth undSilber), ein altes adliches Geschlecht, welches Bulach bei Aiblingbesaß. Sie kommen auch unter d. Namen v. Aibling u. v. Odelz-hausen vor. Leztcres Gut hat Kristof v. A. im 1.1457 vom HerzogAlbrecht von Bayern erkauft. Wolfgang A. v. Bulach war Dom-herr zu Frcising und starb 1639. Soll der Lezte seines Geschlechtsgewesen sein. Georg A. von u. zu Pnelach auf Pang, kurfürstl.Pfleger zu Aurburg, war 1637 schon todt, und der lezte Bcsizervon Pul ach. Seine Wittwe war Anna, geb. v. Hornstein.
sO. S. — Siebenkees I. 244 u. II. 38. — v. Hattstcin I. Th. S. 34.335. 336. 473. 506. — Biedermann, Altmühl T. 54. Odenwald T. 43- 37.161. 135. 224. — v. H.)
16. Auer». Naudeustcin. Marimilian A., in kais. östcrr. Dien-sten, wurde 1846 mit v. R. in den Adelstand erhoben.
(A. A. Z. von 1846.)
17. st Auer». Itcffiiiig, haben ihren Beinamen von Steflingoder Stöfling, so ein Dorf und Hofmark Gerichts Nittcnan in derobern Pfalz. — Sie führten im Schild einen Schrägbalkcn mit dreiAepfeln oder Rosen belegt. sO. S.) Dietrich war 1355 Küchenmeisterdes Herzogs von Bayern. Der Stammsiz wird in alten Briefenauch Stephening, Stephning geschrieben.
(Siebenkees II. 43. — v. H.)
7