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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Asse Att

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Asseiidclst HU Nettlingen. Nach ciilem von der jülich'schen Nitier-schaft am 17. Aug. 1761 ausgestellten Zcugniß ist dieses Geschlechtals ritter- u. stiftmäßig bei offenem jülich'- und berg'schen Land-tag aufgeschworen worden.

(Rebmann, Ad.-Arch., Ms. Siebmacher V. l3 l, altes Wapp. 33.Taf.)ch Asthclm, ein schlesisches, wahrscheinlich erloschenes Ge-schlecht, welches übrigens noch im 17. Jahrh. blühte.

(Sinap I. 237- II- 507. v. Mcding III. n. 18. Sicbmachcr I.63. v. Ledebur I. 24. v- H.)

Assig u. Iicgcrsdorf, ein schlesisches adlichcs Geschlecht, dessenStammvater der breslauische Sindikus Andreas Assig ist, deram 3. Juni 1676 vom Kaiser in den Adelstand mit dem Beinamenv. S. erhoben wurde. Im I. 1743 erlangte die Familie vom Königvon Preußen die freiherrliche Würde. sGanhe I. 1714 u. II. 1073.(Er verwcrbsclt die Familie mit denen v. Franken - Siersdorf.) SinapII. 507. - v. Ledebur I. 24. v. H.)

1 Assling, ein Kirchdorf, Ger. Ebersberg, wird das Stamm-ha us der altbayer. v. A. oder AeSling gewesen sein. Ott der Aes-linger schenkt seinen eigenen Mann Ulrich v. Taldorff svillicum)dem Kloster Rott am Inn 1327. Er führte ein Wagenrad imSchild. sM. B. I. 430 u. tab. 2.fs

AsD es Harkach, s. Köveß v. A. es H.

AstoiilcviUc, eine berühmte brabanter Familie, aus welcherder spanische geh. Rath und Staatsrath Kristof im I. 1605 zumFreiherrn v. Bouchaut erhoben wurde. Er hinterließ keine männ-liche Erben, und die Herrschaft Bouchaut ging durch Heurath seinerTochter in andere Hände über. Durch Gelehrsamkeit hatten sich meh-rere des Geschlechts in früheren Jahrhunderten ausgezeichnet.

(L'erection de toutes lcs tcrres du Brab. f. 10- Gauhe II. 31. v. H.)1. ch Ast, rheinischer (pfälzischer) Uradel. Herr Ludwig v. A.Domprobst zu Worms 1443. In einer Urkunde v. I. 1461 wirder bereitsselig" i. e. verstorben genannt. sMone II. 5. VI. 4331sAch Ast, findeich im v. Ecker'schen Wappenbuch zum bayer. Adelgehörig auch ein Wappen; hat drei Sparren im Schild. Wird wolAsch heißen sollen? sO. S.s

3. Ast ». Astlnrg. Der kais. österr. pensionirte TitularmajorVincenz Ast wurde 1824 in den rittermäßigen Adelstand mit v. A.erhoben. sE. S.s

ch Astaller (gespalten von Schwarz u. Silber, darauf gelegt eingrüner Ast), waren alte Bürger zu München, schon im 14. Jahrh.(regelmäßig, im 15. Jahrh. waren sie Rathsglicder u. kurz vor ihremAbsterben (c. 1520) sind sie auch landsässig geworden.

(O. S. ^ v. Hefner, Münchner Geschlechter S- Il.s

Aste v. Astilmrg. Johann Franz Aste ans Roveredo erlangteim I. 1726 den Adclstand mit v. A. sM. v. M., Erg. 236. v. H.sÄsten, f. Schmutterm ayer v. A.

Aster. Ernst Ludwig, k. preuß. General d. Infanterie, soll fürsich und seine Nachkommen den erbl. Adelstand erhalten haben.

sv. Ledebur I. 24.)

1. ch Astftld. Wedego de Astvelde, ein (adel.) Bürger zuBrauns chw. erscheint 1278 in einer hildesheim'schen Urkunde.Hermann der junge v. A. 1263. (Urk.B. f. Nieders. I. 41. II. 240.236.)

1. ch Astscld ». Widrgi. Johann Ulster zu Budweis erlangteam 20. Mai 1580 den Adelstand mit dem Beinamen v. Rosenthal.Ein Ulster ehelichte die Lezte des Geschlechts der Ost er stock v. Ast-feld und zeichnete sich im Kriege gegen die Schweden durch Tapfer-keit aus. Der Kaiser erhob ihn dafür im I. 1665 in den alten Ritter-

stand, vermehrte sein Wappen und erlaubte ihm, sich v. Astfeld zunennen. Im 1.1757 ertheilte die Kaiserin Maria Theresia dem Ge-schlechte die Freiherrnwürde mit dem Beinamen v. Widrzi, und ver-besserte das Wappen. Die Familie ist erloschen.

sTyroff I. 38. M. v. M. S. 34. Siebcnkecs, l. Bd. II. Absckm.S. 33. v. H.)

Astilmrg, s. A st e v. A.

Astl v. Asthmo. Franz Astl, Domkapitular in Brünn, wurdeim I. 1815 mit dem Beinamen v. A. in den rittcrmäßigcn Adelstanderhoben. (M. v. M., Erg. 119. v. H.fs

ch Aswi», ein niederländisch-rheinisches ausgeht. Ge-schlecht, welches um 1594 Bestznngcn hatte und in der Mitte des17. Jahrh. noch blühte. sSicbm. I. 132. v. Ledebur I. 24. v.H.)

Atckco, Franz, Adjutant des Feldmarschalls Fürsten v. Lobko-witz, erlangte i. I. 1742 den Adel. sM. v. M., Erg. 236. v.H.Z

ch Athcnhcimcr, ein erloschenes österr. Geschlecht.

(Siebmacher V. 52. Kneschke.)

Attnnajiemch l>. Kotroniha. Michael A., k. k. Hauptmann, wurdeim I. 1795 mit seinen drei an Kindesstatt angenommenen Stief-söhnen, Konstantin Markowich, Oberl., Georg Radonich, Kadet, u.Simon Radonich, mit dem Beinamen v. K. in den Adelstand erhoben.

(M. v. M. 158. v. H.)

Attcilis, AttenS, Attembs, AttcmiS, Attiinis. Dieses Namensund Stammes gibt es eigentlich zwei Familien, welche zwei ver-schiedene Wappen führen; das eine hat einen schw. Bären im silb.Felde, blüht in Udine; das andere 3 silb. Spizen im rothen Felde.Dieses leztere, von welchem hier die Rede, ist ein uraltes Geschlechtin Görz u. Jnnerösterreich, von welchem einige Schriftstellervorgeben, daß es von d. Herzogen in Franken abstamme, theilö weildiese Meinung in einem alten zu Cividale befindlichen Manuspt. aus-gesprochen werde, thcils weil das Stammwappen der v. A. dem Wappender Herzoge in Franken (3 weiße Spizen in R.) ganz gleich sei. Anderelassen sie von den Grafen v. Montfort in Bregenz herkommen.Gewiß ist, daß ihr Ursprung sich im Dunkel der Vorzeit verliert.Nur soviel weiß man, daß die v. A. schon im 7. Jahrh. vornehmeKastellane und Freie von altem Adel in Friaul waren. Der erste,welcher von der Familie angeführt wird, ist Konrad I., Herr desSchlosses A., womit er u. die Seinigen vom Patriarchen zu Aquilejaim I. 1106 bereits belehnt wurden. Am 25. Apr. 1605 wurde Her-mann IV. des Namens sammt dem ganzen Geschlechte in den Frei-herrnstand erhoben, und am 6. Sept. 1630 erlangten dessen 4 Söhneden Reichsgrafenstand. Die Familie ist sehr stark begütert und hat sichsehr ausgebreitet. Wisgrill gibt im I. B. S. 171 u. f. die Stamm-reihe. Es theilt sich in die Hauptäste I. zu Heiligenkreuz undII. zu Petzenstein; ersterer 1. in den Nebenzweig in Steyer-mark, welcher in die ältere und jüngere Linie zerfällt; 2. in denNebenzwcig in Kärnthen, welcher erloschen ist, und 3. in den Ne-benzweig zu Gör z. Der zweite Hanptast theilt sich in den älterenund in den jüngeren Zweig. (Wisgrill I. 171 u. f., wo die ganzeStammreihe zu finden ist. Schmutz I. 72. Joh. Lud. Schoenlcben,geneal. illnst. sam. DD. comit. ab Attimis, Labaci, 1631. fol. Buce-lini P. III. Gauhe I. 34. Gen. Taschcnb. d- grafl. Haus. 1836 n. f. Sinap I. 218. II. 41. Jahrb. des deutsch. Adels 1847. - LeupoldI. 53 u. f. v. Zedlitz. Mg. Staatshdb. I. 428 n. f. SiebmacherV. 8. v. Hefner, krainer Adel S. 4 u. 25.)

Attendorn, Attendoren, eine lübecker adliche Patrizierfamilie.

(Praun S. 123. Sicbmachcr III- 132. Mannstein, Ad. Lex.)