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Die Herren von Sehoeppingk.
dass Reinbert selbst wohl ansässig in Münster gewesen seinmöge. War dies wirklich der Fall, so steht zu erwarten, dassdas Vasallen-Verhältniss, in welches die in die Dienstmann-schaft getretenen von Schöppingen zu den im Schöppingau amlängsten und zwar ununterbrochen die höhere Nobilität be-wahrender Edlen von Steinfurt getreten sein werden; auch aufden in Münster selbst befindlichen Wohnsitz Ausdehnung ge-funden haben werde.
Nun zeigt es sich wirklich, dass der Hof, welchem dasGeschlecht Uppenberge seinen Namen Verdankt *) nicht alleinin der Stadt Münster gelegen hat, sondern auch, dass dieEdlen von Steinfurt das Obereigenthum darüber gehabt ha-ben **).
Zu diesem Zusammentreffen von Umständen gesellt sichaber noch einer, der unserer Combination den Stempel derUntrüglichkeit aufdrückt; nämlich der wichtige Umstand einerüberraschenden Wappen-Uebereinstimmung.
Betrachten wir nämlich die so ganz unheraldische Figur,wie das heutige Wappenbild der Freiherren von Schoeppingkden Blicken zeigt, so kann nicht bezweifelt werden, dass das-selbe falsch aufgefasst, und aus zwei in einander geschobenenSparren hervorgegangen ist. Ebenso, und zwar was gewisshöchst überraschend ist, mit denselben Tinkturen schwarz aufGold, zeigt sich im Schilde wenn auch ein einfacher, auf demHelme jedoch der Doppel-Sparren bei dem Münsterschen Ge-schlechte up dem Berge oder von dem Berge zu Niengraben.So finden wir das Wappen nach einer 1721 zu Münster auf-geschworenen Ahnentafel; das Schild mit dem Sparren sehen
*) Ilermannus ilo Uppenbergo ministerialis 1246 (Nicsert Münst. Urks.S. 29.); Ebertas Ubenberg 1285 (ibd. IV. 250 )
**) Nos Baldevinus nobilis vir de Steinvordia mansionem nostram Uppenberghe sitnm in civitate Monasteriensi 1282 (Niesert Münster. Urks.V. 70.).