Die Herren von Schoeppingk.
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welches gleich den hier ebenfalls vorkommenden v. Herdingeinen Hund im Wappen fuhren, und noch mehrere andere.
Unter Hamme ist allemal eine wässerige, niedrige Gegendzu verstehen; was von dem Lande der Chamaven, oder demHamalande an der Yssel, bis Hamburg hin, auf alle Locali-täten Anwendung findet, deren Namen die Stammsilbe Hammenthalten *). Besonders bezeichnend ist aber der Ausdruck „opdem Hamm". Diesen finden wir in der Topographie West-phalens wiederum nur ein einziges Mal, und zwar für eineLokalität, die auf der grossen Locoqschen Karte von West-phalen „auf dem Hamm" genannt wird, in der Wester Bauer-schaft des Kirchspiels Ochtrup gelegen, welches, wie wir obengesehen haben mit Schöppingen in ein und demselben Gaugelegen hat. Wir nehmen daher keinen Anstand, geradediese Lokalität für die Veranlassung zu erklären, weshalb dieFamilie von Schöppingen sich op dem Hamme gen. Schoep-pingk geschrieben hat.
In dieser Beziehung op dem Hamme erkennen wir aber,wie bereits angedeutet worden, nur einen geographischen Ge-gensatz zum Unterschiede von einem anderweitigen NamenUppenberge oder von dem Berge, den eine andere Münster-sclie Familie führte, die wir, ohnerachtct wir niemals die Be-zeichnung op dem Berge gen. Schoeppingk gefunden haben,dennoch als einen andern Zweig der Schöppingenschen Familiezu betrachten, uns unabweislich veranlasst sehen.
Schon die Hinzuziehung eines Edlen Reinbart von Schöp-pingen zu einer so speciell die Stadl Münster betreffendenVerhandlung, wie die ist. wo dasCapitel des alten Domes denGeschwistern Thidmar und Gerburg unter gewissen Bedingun-gen ein Haus daselbst überlässt, führt auf die Vermuthung,
*) Vergl. v. Ledebur Feldzüge Karls des Grossen gegen die Sachsenund Slaven S. 132 und desselben Land und Volk der Brukterer S. 60—76.