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1 (1853)
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Die Herren von Schoeppingk. 51

bezirk Münster gelegene Städtchen Schöppingen, welches wirals Namensgrund und die eigentliche Wiege des freiherrli-chen Geschlechtes der von Schoeppingk in Curland anzusehenhaben.

Dass mit diesem Einen Orte kein anderer concurrirt, dasist von der entschiedensten Erheblichkeit für die vorliegendeFrage; weil wir hiermit der Klippe entgehen, welche den ge-nealogischen Forschungen sonst so grosse Schwierigkeiten inden Weg stellt: nämlich der Schwierigkeit des richtigenAuseinanderhaltens und des Vermeidens einer irrigen Identili-cirung des Gleichnamigen. Denn wo es viele gleichnamigeOerter giebt, da giebt es stets auch viele gleichnamige, demStamme und Wappen nach nichts desto weniger verschiedeneGeschlechter.

Die Identität des nach diesem Einen Orte Schöppingensich nennenden, urkundlich nachweisbaren Geschlechtes mitdemjenigen, welches wir als op dem Hamme gen, Schöppingkvorübergehend im 15. Jahrhunderte in der Grafschaft Markerblicken, und von dort nach Curland hinüber wandern sehen,kann somit, auch bei Ermangelung eines dies bestätigendenSiegels als ausser Zweifel stehend angenommen werden, undwird auch durch andere weiterhin zu erwähnende, nicht uner-hebliche Gründe, bestätigt.

Bei der Namens-Abweichung, die zwischen dem heutigenOrte Schöppingen und der Familie von Schoeppingk obzuwaltenscheint, wird es nicht unangemessen sein, liier einige diplo-matisch beglaubigte Spracli-Bemerkungen einfliessen zu lassen.Der Name des Ortes erscheint seit dem 9. Jahrhunderte indemjenigen Formen Wechsel, den auch der Name des hiernachsich schreibenden Geschlechtes im allmäligen Sprach-Entwicke-lungsgange durchzumachen gehabt hat. Nur darf nicht uner-wähnt bleiben, dass man gern bei Familiennamen, zumal wennsie der Heimath des Ortes entrückt wurden, die dem Ortsna-men verbleibende stumme Endung cn fallen liess, wie dies z. B.

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