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I)le Herren von Schoeppingk.

liunderts um Camen sesshafte adelige Familie op dem Hammegen. Schoeppingk als ein ursprünglich der Grafschaft Mark an-gehüriges Geschlecht nicht ansehen: denn sonst würde wohlunter den vielen Urkunden dieses südlich der Lippe gelegenen,zum Cülnischen Sprengel gehörigen Tlieils von Westphalen,irgend Eine derselben erwähnen; das ist aber nicht der Fall;selbst die Landes-Vereinigung vom Jahre 142(5, welche einesehr vollständige Uebersicht, der ganzen Ritterschaft der Graf-schaft Mark giebt, gedenkt der von Schoeppingk noch nicht.Auch kann der Sparrenhof in Camen auf das, zwar richtigals Sparren erkannte Wappenbild der von SchoeppingkschenFamilie sich nicht beziehen, sondern bezieht sich ohne Zweifelauf die Familie Sparre, welche gleichfalls Burglehne zu Cameninne hatte*).

Die so wichtige Frage nach der ursprünglichen engerenHeimath und nach der ersten Veranlassung zu dem Namendes Geschlechts, sobald dieser nämlich dem Besitze entlehntist, wird stets durch die Topographie beantwortet. Da bietensich nun für den Namen Schoeppingk in Westphalen nur zweitopographische Punkte, denen wir unsere Aufmerksamkeit zuwidmen haben.

Zuerst das in dem zum Münsterschen Sprenge] gehörigenKirchspiel Brünen des llerzogthums Cleve gelegene Scoppynch,dessen eine Urkunde vom Jahre 133G **) als eines zum Haupt-hofe Brünen gehörigen Erbes oder mansus gedenkt. Alleinein solcher Unterhof kann nicht füglich einem Geschlechte denNamen gegeben haben, dessen Rittermässigkeit feststeht. Nie-mals wird auch in diesen Gegenden in irgend einer Urkunde,deren Tausende von mir benutzt worden sind, eines solchenGeschlechtes gedacht.

So bleibt uns dann in der gesammten Topographie West-phalens kein anderer Ort, als nur das einzige, im Regierungs-

*) v. Steinen Wcstph. Gesch. III. 10.

"*) v. Ledebur Land und Volk der Bructerer S. 317.