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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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So war der Bund gegründet, und uns fiel durch das Los dieFührung des zweiten Geschäftsjahres 1882/83 zu, nachdem dieselbe fürdas erste ehrenhalber den Jencnsern anvertraut war. Da für die Ge-schäftsführung noch keine Regeln ausgebildet waren, und, wegen Suspensionder Frankonia, unsere Alemannia durch jenes ganze Jahr allein den Vorsitzzu führen hatte, war die uns zugefallene Aufgabe keine leichte. UnsereBurschenschaft wählte eine eigene Kommission, welche die laufenden Geschäftedes D. E. zu erledigen hatte und die etwa notwendigen Beschlüsse demKonvent zur Begutachtung vorlegte. Als wir zu Pfingsten 1883 unserAmt niederlegten, wurde uns die besondere Anerkennung des v. E.für die Führung der Geschäfte ausgesprochen. Somit hatte unsere Alemanniaganz besonders schon in der ersten Entwicklungsphase des neuen Bundesan dessen Kräftigung mitgearbeitet.

Dieser lebhaften Beteiligung an den Vorgängen im O, E. folgtenun zunächst eine Zeit ruhigen Abwartens, Der vorerst rein äußerlicheVerband mußte soweit erstarkt sein, das Bewußtsein der Zusammengehörigkeitin ihm mußte so fest werden, daß er die unvermeidlichen Konflikte beiAufstellung seines prinzipiellen Teils der Satzungen und bei der Be-handlung in das Wesen einschneidender Fragen überhaupt ertragenkonnte. Wir hatten dies Ziel stets fest im Auge, und würden ohne Er-füllung desselben, und zwar ohne Erfüllung in unserem Geiste, nicht aufdie Dauer Mitglieder des D, E. geblieben sein. Der uns so engbefreundeten Bubcnruthia wurde leider diese Zeit des Abwartens zu lange;sie warf zu früh die Flinte ins Korn, da sie der Meinung war, im O, El.seien so viele Burschenschaften vorhanden, welche mit uns nur den Namengemein hätten, daß die weitere Entwicklung des D, E. keine gedeihlichesein und uns nur schaden könne. Die Bubenreuther teilten uns daherkurz vor Pfingsten 188-1 mit, daß sie austreten würden und fordertenauch uns zu diesem Schritte auf. Wir folgten jedoch nicht, da unsereBurschenschaft von dem Gesichtspunkt ausging, daß man erst dann aus-scheiden dürfe, wenn man in Gemeinschaft mit den anderen älterenBurschenschaften den Versuch gemacht hätte, die größere Anzahl der Burschen-schaften neuerer Richtung in unserem Sinne zu beeinflussen. ES war klar,daß es nur diese beiden Möglichkeiten gab, entweder von vornherein andie Erfolglosigkeit jeden Versuchs zu glauben, dann war es unbedingte Pflicht,auszutreten, oder im Verbände zu bleiben, dann aber auch thatkräftig an-zugreifen und keine Gelegenheit unbenützt vorübergehen zu lassen, umdurch Rat und That die Jüngeren und Minderwertigen unseren An-schauungen näher zu führen. Nachdem einmal unsere Burschenschaft diese