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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
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Aktiver ab (beim 8. E. und den Franken gab es deren), weil studentischeRempeleien eben mit dem Schläger ausgemacht gehören.

Bezeichnend finde ich auch dieses. Wo etwa einmal die Tapferkeit vordem Feinde nicht über allein Zweifel erhaben war, stellte man nicht das PrädikatGenügend oder Ungenügend fest, wie der 8. E.-Jargon jetzt redet, sondernfragte, ob eines Alemannen würdig geschlagen worden. Gestraft wurdemit Farbenentziehung aber nicht bis zur nächsten Mensur, sondern auf be-stimmt festgesetzte Wochen, unter erschwerenden Umständen mit sofortigerDimission. Ein sogenanntes Herauspauken gab cS nicht, wohl aber mahnteder Sprecher, beim nächsten Mal ihm sein Amt erfreulicher zu machen.

Im übrigen sei hier bemerkt, daß jede Verbindung, die zur soge-nannten Unbedingten verpflichtet, einen ähnlichen Entwicklungsgang ge-nommen hat, wie er jetzt bei uns zu übersehen ist: z. B. Turner undReformer. Zu einem in dieser Richtung kanonischen Wandel gepanzertist eben nur, wer den Krebs starker Symbole nnthut, wie Wingolf undBavaren, die den Schläger nur noch dekorativ verwerten. Vermutlichberufen sich die letzteren für eine solche Verwendung beim Fronleichnam-fest auf das llullurium Uowuuum, das von diesem Tage fordert: V°s8tivitutsna oslsloritats piruskul»s at 8p>saiuli!

Nun zweitens! Das Schlagen selbst, die Technik, wenn man so sagendarf, war schon länger in einer Umwandlung begriffen. Bismarcks Rezept:Ein paar Dutzend Hiebe erst kunstvoll parieren, dann zuschlagen" galt nichtmehr, das alte Haus Schmitt (1849/50) hat uns mal gezeigt, wie daseigentlich ging. Keinen Hieb schuldig bleiben! Still und grade stehen! Nichtbloß Terzen trommeln! war also bei uns schon lange gesagt worden. Mansieht, eine rücksichtslose Offensive, dasJnsgcschirrgehen" tritt an Stelle deralten Weise, die auch der Defensive ihr Recht gab. Dennoch ließ manzu unsrer Zeit die Sache erst etwas in Gang kommen und wollte etwa mitdem fünften oder siebenten Hiebe treffen. Aber es entstand so eineschnelle Folge der Hiebe, ein gewisses Taktschlagen. Auch glaube ich be-merkt zu haben und zwar schon seit meinem ersten Semester, daß dieKraft der Anhiebe stärker, und meist schon der dritte Hieb als Treffereingepaukt wurde. So wurden die Gänge kürzer. Aber was sie an Aus-dehnung verloren, gewannen die Hiebe an Kraft, wobei sie gleichzeitig anSchönheit einbüßten. So schöne Einzelhiebe, wie sie Zehn oder Wich-mann oder Fritz Rehorn schlugen, habe ich später nie wieder gesehen.Natürlich wurden auch die Schinisse größer, ein Dutzend Nadeln warnicht mehr selten, auch zwei Dutzend und höher kamen vor. Im übrigenkönnten hier vernünftige Paukärzte dein thörichten Ehrgeiz der Sekundanten