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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Gegensatz in Prinzipien und Lebensgestaltung, desto mehr durchdringt sichauch der einzelne mit dem Gefühl persönlicher Gegnerschaft. Ist dieserGegensatz nicht vorhanden oder mindert er sich dadurch, daß die miteinander paukenden Verbindungen sonst zu gemeinsamem Raten undThatcn, vielleicht gar zu gemeinsamen Festen, wie in einem D. Li. oder8. E. zusammenkommen, so kommt es zur Bestimmungsmcnsur. Sowurde in Jena z, B. in unserer Zeit zwischen den Arminen, Germanenund Teutonen einfach auf Bestimmung losgegangen, die die Paukwartevereinbarten.

In Bonn hat freilich das Gefühl innerlichen Gegensatzes gegenFranken, Teutonen und 8. E. stets zu vorhergehenden Kontrahagen geführt,aber sie gingen gegen gleiche Semester oder unter den Chargierten undwenn Zeit und Gelegenheit es möglich machte, maßen sich die Konfüchseder Reihe nach mit einander. Der Hergang bei den Kontrahagen warverschieden. Selten fiel eine wirkliche Provokation, etwa in der Art wie derjunge Goethe in Leipzig sagte:Hier stinkt es nach Füchsen" oder eindummer Junge". Auch die Redensart:Mein Herr, Ihre Visage gefälltmir nicht," soll eine Zeit langkommentmäßig" gewesen sein. Meist wares Namensnennung und einIch wünsche mit Ihnen zu hängen"; so mitdem 8.., der sich diese Form aus Rücksicht auf seine Einjährigen erbat,die in diesen Jahren trotz allerhöchsten Dienstes stets fechten durften.Die meisten Kontrahagen fielen wohl auf dem Rempelpflaster Iroo undin der Geisterstunde zwischen 12 und 1 Uhr. Bei gutem Winde konnteeinem hier leicht ein halbes Dutzend Kontrahagen auf einem einzigenGange über das Trottoir anlaufen, denn der Ort bot durch jahrzehntclangen Brauch die sicherste Gewähr, dazu zu gelangen. Nach den Wortendes K 6 aber hätten diese Gänge nicht gestattet, sondern verboten seinsollen, damit das dort aufgestellte Ideal erreicht werde. Der ganzeParagraph aber, wie ihn die 6V er Jahre ausgefaßt und gehalten haben,ist vielmehr selbst eine Konzession; und jede Konzession hebt eigentlich dasIdeal auf.

Für solche Rempeleien war also das Trottoir ein harmloser Boden,Angetrunkenen war es übrigens streng untersagt. Dagegen fanden nures sehr ungehörig, als in den ersten Tagen des Sommersemesters 1874auf einmal die Teutonen vor die Kneipe gerückt kamen um zu kon-trahieren. Auch die älteren Burschen eilten hinunter, um auf Abfuhr zuüberstürzen. Es geschahen auch Schritte, die Wiederholungen in Zukunftuns zu verbitten mit dem Hinweis, wir seien auf den: Trottoir zu finden.Desgleichen nahmen wir es Ende des gleichen Semesters sehr übel auf,