Druckschrift 
Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

140

ihnen die Teilnahme an Auf- und Fackelzügen in dem nötigen Wichs zuermöglichen, van unfern Baretts, Pekeschcn und Schlägern gern hergeliehen.Ähnlich wie beim Falckfackelzug war es bei dem zu Ehren Kekulös 1874gegangen, ging es Sommer 1875 bei der Ehrung Schäfers, der den Rufals Direktor der preußischen Staatsarchive abgelehnt und Spbcls, der ihnangenommen hatte; wieder so im Wintersemester 1876/77, als Büchelerden Ruf, Ritschls Nachfolger in Leipzig zu werden, ausschlug. Zn derallgemeinen Studcntenversammlung in der Becthovcnhalle oder im Marien-bildchen der Verlauf war stets der gleiche beantragte dann wohlein schwarzer Ritter das Wort zu einer Resolution gegen die bevorstehendeSchmähung der katholischen Universität Bonn und wird unter allgemeinemTumult abgewiesen. Seine Schar brüllt dann jeden andern Antrag nieder.Ein alter, langbärtiger Wingolfit tritt auf und droht mit Gewalt, wenndie Störenfriede den Saal nicht verließen. Dann verhütet das älteste Augedes akademischen Gesetzes, Opitz, das wingolfische Blutbad durch Auf-lösung der Versammlung.*) Wir erlangten bei diesen Anlässen stetseine Vertretung unserer Burschenschaft für sich in den Ausschüssen undKominissionen.

Während der letzten Streitigkeiten (Winter 1876/77) tauchte nunder Gedanke auf, durch einen dauernden, nach bestimmteil Grundsätzenregelmäßig gewählten Ausschuß die Studentenschaft vertreten zu lassen.Das gelang im Wintersemester 1877/78. Eine allgemeine Studenten-versammlung beschloß, daß vertreten sein sollten 1) Burschenschaft Alemanniamit einer, 2) desgl. Frankonia, 3) Fakultäten mit fünf, 4) sieben Vereine(Blasen) mit drei Stimmen. Ausgeschlossen waren der Wingolf, diekatholische Bavaria und der 8. d, der sich überhaupt seit Jahren nichtan studentischen Angelegenheiten beteiligte. Als Abgeordnete gingen derSenior des historischen Seminars, der mit uns befreundete Dr. Asbach,und Höcker zur Magnifizenz Mangold, die hocherfreut die Unterstützungunseres Werkes versprach. Es erfuhr bald eine Änderung. Als imSommer 1378 sich die ruchlose Mörderhand gegen das ehrwürdige Hauptunsers Kaisers erhoben hatte, da wollte die Studentenschaft ihrer Freudeüber die Errettung laut Ausdruck geben. Der Ausschuß bereitete einenKommers vor und das Los berief unfern Vertreter zum Vorsitzenden.

') Einmal war übrigens für die Frankonen nnd einige von nnS dieschlagendeLogik" den schwarzen Herren gegenüber nicht zu vermeiden, als die Mosella im Winter-semester 1878/79 nach einem solennen PiuS-GedächtniskommerS bei Hagemann ein-drang nnd nnS in unanständigster Weise belästigte. Folge dieser Schlacht war die Aus-losung jener Blase durch das Biergericht.