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mann sagt oben, daß mancher nicht Farben tragende Student auf derKneipe gern gesehen worden sei. Solcher Verkehr ist in unserer Zeit sehrselten gewesen, wenn es auch nicht an Bekanntschaft aus Kolleg und Seminargefehlt hat. Nur in den Theologischen Verein gingen unsere Leute zumwissenschaftlichen Abend und blieben dann auch zu der folgenden Kneipeda.*) Sonst aber schloß man sich in Leben und Verkehr ganz von derübrigen Studentenschaft ab und sie that es auch. Die rein fachwissen-schaftlichen Vereine hatten jetzt in ihren Satzungen den Paragraphen, daßniemand einem andern angehören dürfe. Einzelne erfreuten sich dabeides besonderen Schutzes der Professoren, die von dem Nitschl'schenRezept „fachwissenschaftliche Studentenvereine: allerherrlichstcs Jncitament"vielleicht mit Recht Erfolge erwarten. Ich kann aber eine „reinlicheScheidung" noch heute nicht für glücklich halten, habe mich auch gelegent-lich s, Z. um größere Liberalität bemüht und zwar nach beiden Seiten;im Philologischen Verein z, B, fand ich Entgegenkommen, sie waren destrockenen Tons manchmal herzlich satt. Nicht als ob ich meinte, essollten bei uns die Proselpten des Thors zu Proselpten der Gerechtigkeitgemacht und eine Art feiner Diebstahl versucht werden: der Verkehr an sichwürde mannigfach zugute kommen. Er hält den geistigen Horizont weiter; unddas kann man beiderseits brauchen.
Unsere Stimme hat trotz dieser Wandlungen zu allen Zeiten ent-scheidendes Gewicht in der Bonner Studentenschaft gehabt. Das lag auchdaran, daß, galt es einmal, eine allgemeine studentische Angelegenheit zubetreiben, gegen die ultramontane Phalanx sich alle Gegner zusammen-schließen mußten. Da gab es denn in den Versammlungen heiße Kämpfe.So 8. 8. 75 bei der Vorbereitung zu einem Fackelzug für den damaligenKultusminister Falck. Wie man auch über die nach ihm genannte Gesetz-gebung denken mag, wir thaten recht daran, einen Beweis der patriotischenGesinnung der Studentenschaft kräftigst zu stützen. Wo sich überhauptöffentlich diese bethätigen ließ, haben wir nie gefehlt. Wir erschienenvollzählig in den populären Vorträgen des Deutschen Vereins in derEintracht, wählten, meist mit Erfolg, mit der nicht ultramontanenStudentenschaft die Vertreter für das akademische Lesezimmer, das allebelegen mußten. Einzelne gingen in den Bildungsverein. Und um dashier anzuführen — soi^n?^ iss äätails! — wir haben uns derkleinen Herde der altkatholischen Studenten stets angenommen und um
') Seit dem Ende der 80 er Jahre nimmt aber auch dieser Verein leider stramm-korporative Gestalt an, wodurch unseren Theologen der Anschluß versperrt wird.