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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
Seite
130
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1.80

Anziehungs- und Anregungskraft für die jungen Studenten sehr zu unter-scheiden. Am meisten trat der eben berührte Mangel wohl bei denTheologen seit v, d. Goltz' und bei den Juristen seit Wach's Wegganghervor. In beiden Fakultäten gab es in dieser Zeit keinen einzigenPrivatdozentcn (Halt! doch: Rucläsus ills, <pui ^rooul usZotiis), wohlaber die versammelten Väter I. P. Lange und Kamp Hausen undKraft und bei den Juristen z. B. Papa Seil. Ich weiß auch, daßunsere Theologen bei den Altkatholikcn Reusch und Langen ihre Kollegienhörten; wie und ob sich die Juristen in kuAnnr vnoui halfen, weiß ichnicht. In der medizinischen Fakultät war der Verlust Max Schultz esnur teilweise durch Leidig ausgeglichen und jüngere Semester also nichtin allem wohl bedacht; aber die Naturwissenschaften hatten anziehendeLehrer, den Physiker Clausius, den Chemiker Kekulö, den Geologenvom Rath, den Botaniker von Hanstein, den Astronomen Schönfcld.Für die klassischen Philologen und Archäologen war durch Büchel er,Usencr, Kekulö vorzüglich gesorgt in den höheren Semestern, es gabsolche bemostcn Stützen des Seminars, die zwölf und mehr studierten.Auf jüngere Semester haben vielleicht Jahn und Ritschl mehr gewirkt.Wer aber schon im ersten Semester fühlte, daß die Manen Skaligersihn nicht schlafen ließen und in das, damals noch abwechselnd vonBücheler und Usener geleitete, Proseminar ging und dann nachheißein Nennen mit einer anständigen Pferdelänge ins Kgl. Seminar kam,der war sicher auf diesem Wege eine Unterweisung zu finden, wie sie, glaubich, in ^kUIoloZiois sonst auf keiner deutschen Hochschule zu haben war,noch zu haben ist. Im Schweiße des Angesichts, versteht sich. Indes,was soll die Bummelei alles helfen? In der Historie stand es mit denScminaricn ähnlich. War auch hier das für alte Geschichte gemäß ihrerBeziehung zur klassischen Philologie zunächst mehr für die älterenSemester, so konnten doch auch jüngere leicht persönliche Anregung undLeitung finden. Es hat sich z. B. Menzel unseres Adolf Vogeler sehrangenommen, ihm Urkunden von Düsseldorf kommen lassen und im zweitenSemester Fleiß und Kunst seiner Scminararbcit mit einer Prämie ver-golten. So vortrefflich aber auch Ritters uud v ou Nordens und Maurcu-brechers Seminarübungen waren, die eigentlichen Vorträge fanden, obschonsie das durchaus nicht verdienten, lange nicht mehr den allgemeinen Zuspruchwie die Springers odcr Sybels, zu dessen Füßen wir mit Bonner Bürgernund nicht minder den Husarenoffizieren saßen. Nur Maurenbrcchers Kollegschwoll plötzlich an, als im 'VV. 8. 77/78 Prinz Wilhelm bei ihm belegte. Bei-läufig: In den Farben der Preußen habe ich den Prinzen nie gesehen