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Kurs gesteuert werden, bis sich der Sturm gebrochen. Wer die Ämter-besetzung im folgenden Jahrzehnt vergleicht, wird gerade das umgekehrteVerhältnis finden; das ist natürlicher und besser. Begehrenswert wärealso etwa, das; die Zahl der Füchse und aktiven Burschen nicht unter20 sinkt. Das; das Wintersemester, anders als früher, jetzt manchmalnur einen oder gar keinen Fuchs brachte und bringt, liegt auch an derPrüfungsordnung/ die jetzt die Entlassung der Abiturienten zum großenTeil auf Ostern setzt. Zweitscmestrige gehen aber schon schwerer bei undsind schwieriger zu erziehen. Noch höhere Semester aber aufzunehmen,haben wir immer Bedenken getragen, obgleich es an Angebot nicht ge-fehlt hat, so mehrfach im Wintersemester l876/77. Antecedentien sindoft Antidecenticn. Ein einziges Mal sind wir von der Regel ab-gewichen; daß es hätte unterbleiben sollen, zeigte sich später. In dieserHinsicht hat es in Bonn jede Verbindung leichter, oder nimmt es leichter,zumal die ohne Farben. Aber auch die Korps, besonders die Sachsen,hatten in jedem Semester dergleichen problematische Naturen und hieund da Franken und Teutonen.
Die Füchse wurden uns meist durch ältere Mitglieder von der Heimatmitgebracht, oder meldeten sich mit einer Empfehlung, seltener aus eigenemAntrieb. Das Hausieren oder die Keilerei auf den Bahnhöfen („Waskommt dort von der Höh?") kannten wir nicht. Gar nicht zu reden davon,wie es z. B. die Hanseaten machten, die Verbindungen mit Gymnasiastenunterhielten und solche schon förmlich in Eid und Pflicht nahmen. Aufdie dreitägige Karenzzeit (§14 der Statuten) wurde streng gehalten.
Für manche studentischen Verbindungen ist es völlig gleichgiltig, obdie wissenschaftlichen Kräfte der Universität Zugkraft üben oder nicht. Manbraucht auch bei ihnen den Besuch der Kollegien nicht erst noch zu verbieten,wie es der Heidelberger vor einigen Jahren gethan haben soll, dennsie bleiben schon von selber fort. Hier möchte ich z. B. durch den Hin-weis auf die Blüte unserer Burschenschaft zur Zeit Jahns und Nitschlsfeststellen, daß es für uns allerdings darauf angekommen ist, in welcherVerfassung sich die Universität befand.
Der Beweis nun eines gewissen Stillstandes, wenn nicht zu sagen ihresRückganges um die Mitte des Jahrzehnts liegt zunächst in der Zahl derZuhörer überhaupt, sie ist im Wintersemester 1874/75 auf fast- 600 ge-fallen; das würde man jetzt eine kleine Universität heißen. Im Lehr-körper waren zu gleicher Zeit eigentlich die Persönlichkeiten rar geworden,die jüngere Semester zu fesseln vermögen. Denn es ist zwischen dervollen wissenschaftlichen Ausreife eines akademischen Lehrers und seiner
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