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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Einstweilen blieb die alte Stadt noch unberührt. Kein Mensch dachtean die Erneuerung und Ausschmückung des herrlichen Münsters. Vor demalten hölzernen Bahnhof links von der Preußenkneipe sah man die alteBretterbude auf demKnabengartcn", noch Ende der 7t) er ein so sicherer,abgeschiedener Ort, daß wir hier wiederholt mit den Corps gepaukt haben.Man war dabei der Nachsicht des Bierrichters genau so sicher wie derSchaulust des Prinzen Wilhelm. Zu ähnlichen Zwecken ließ sich übrigensgleichzeitig das Maricnbildchen in der Joscfsgasse unbedenklich verwenden.Ihr altes Gesicht hatte die Stadt besonders noch an der Nheinscitc. Hierbegann bald oberhalb der ersten Fährgasse der Leinpfad, von Anlagenwar noch nichts vorhanden. Der alte Zoll hatte seinen Zugang nur vomCoblenzcr Thor her. Vom Nheineck abwärts, dem Tummelplatz der kohlcn-tragenden Nabauen und angelnden Nhingkadetten, sah man noch immerdie alte Bcfcstigungsmaucr. Da, wo jetzt die neuen Kliniken stehen dieweithin lesbare, von der damaligen Baukommission verbrochene philologischeUngeheuerlichkeit suoruna" ist kürzlich geändert worden ragte

noch auf hohem Hügel die alte Windmühle, das Wahrzeichen von BonnsRhcinseite; auch sie leckte die Kultur der neuen Zeit hinweg. Dannfolgte die stille, unter der Fremdherrschaft des Minheer de Hoist ver-fallende Schanze, noch weiter abwärts Gärten und auf hohen: Ufer dieeinsame Hütte des Eier und Fische essenden Anachoretcn, bis sie die großeSturmflut des Jahres 1877 hinwegriß.

Bis zum 1. Januar 1875 wurden wegen der städtischen Schlacht-und Mahlsteuer abends noch die Thore geschlossen. Wohl brauchten wirnicht mehr lebensgefährliche Kunststücke am Nheinthor beim Rückweg vonder Schanze auszuführen, aber wenn uns, von der andern Stadtseiteheimkehrend, dieJodesbcrjcr Luff" an das Coblcnzer Thor wehte, danngalt es des siAuiksr Lorwtus Niollnsl da oben irdisches Nachbild, denThorhütcr, zu locken, daß er gegen das übliche Kastemänche den Einlaß-begchrenden aufthue.

Wie ganz anders das Bild gegen Ende der 70 er Jahre!

Deutlich fühlbar ward die Wandlung dem Studenten durch den Druckauf den usrvus rsrum. Vielleicht galt Bonn mit Unrecht damals alsdie teuerste Universität es kam, wie überall, ganz darauf an, wie manlebte aber teurer als zu Anfang desselben Jahrzehnts und als diekleineren alle war sie sicher, und zwar ebenso die Wohnungen wie dieganze Lebenshaltung. Liegt für eine Stadt mit reichein Frcmdenzuzugund Verkehr die Gefahr luxuriöser Vornehmthuerci schon nahe, so kamdamals noch der Wirbel der Gründer- und Schwindeljahre hinzu. Der-