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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
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hinzog, ob man dcn Gewünschten gleich traf oder stundenlang wartenwußte, ob man stieß oder sich stoßen ließ, sich mit der höflicheren Fragenach dem Semester begnügte oder es dahin brachte, daß eindummerJunge" fiel, das machte keinen großen Unterschied aus, Provokation waralles, da nur die wenigsten der Heimweg über das Trottoir führte, aberdie Verteidiger der Paragraphen sagten, es sei nicht leichtsinnige, sondernnotwendige Provokation. Ohne eine solche gehe unser Ansehen verloren,es aufrecht zu erhalten sei aber der Zweck des Paragraphen, der beigrundsätzlicher Verwerfung eben nur darum das Duell gestatte. Da erdas WortAnkontrahicren" gar nicht kenne, so verbiete er es auch nicht.Er fordere nur, daß von der Contrahage mit den begleitenden UmständenAnzeige gemacht werde, damit ein Urteil über das Betragen möglich sei.Anzukontrahicren könne unter Umständen geboten sein.

Doch das konnte man für Streit um Worte halten. Die Anhängerdes Alten aber sahen mit der Änderung mehr verloren gehen, als dieNeueren Gewinn erhoffen durften. Füchse ließen sich überreden oderkonnten ausspringen. Was man fürchtete, war eine Verstärkung der Pauk-simpelei. Die Mensur sollte nicht zur Hauptsache werden und unsereGrundprinzipien Sittlichkeit, Vaterlandsliebe, Wissenschaftlichkeit in. denHintergrund drängen. Auf dem Wege, auf dem die Mensur Selbstzweckwerde, sei die vorgeschlagene Änderung der erste Schritt. Der Erlaubnisregelmäßig anzukontrahicren werde die Bestimmungsmensur folgen, dennsie sei ein noch einfacheres Mittel zur Mensur zu kommen.

Mit solchen Gründen und Gcgcngründen bekämpfte man sich besondersim Anfang der 7V er Jahre im Konvent und in Gesprächen. StrammesPauken wollte jeder gelten lassen, denn keiner wollte das Ansehen derBurschenschaft mindern, aber eine Meinungsverschiedenheit, die aus prak-tischen Bedürfnissen entsprungen war, hatte zu einem grundsätzlichen Gegen-satz geführt. Dieser Gegensatz liegt im Paragraphen und ist in ihm nuräußerlich ausgeglichen. Das Duell wird verworfen und doch als not-wendig anerkannt, die Mittel zu seiner Ausführung werden bewilligt unddoch beschränkt. Je näher nun jemand der Ansicht stand, das Duell seinur eine zur Zeit nicht zu umgehende Notwendigkeit, um so wenigerwollte er die Mittel vermehrt wissen, die zur stärkeren Betonung desDuells führen konnten, je mehr er aber auf die ehrenvolle Stellung gab,die von dem Urteil anderer Verbindungen und anderer Studenten ab-hängt, desto mehr Gewicht legte er darauf, daß alle Mittel, die einstrammes Paukverhältnis wünschenswert erscheinen ließ, zur Anwendungkamen.