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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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wenn überhaupt, doch nur mit Mützen loszugehen. Die Helvetierwollten sich dieser Bestimmung fügen, die Teutonen schlugen vor,um die Aufmerksamkeit abzulenken, eine Weile das Pauken einzustellen.Es gelang uns aber doch, freilich unter großen Schwierigkeiten, jene Vor-schrift zu umgehen und nach dem alten Paukkomment eine Reihe vonMensuren auszupauken.

Auf ein Losgehen im altbewährten Pauklokale zu Duisdorf mußtefreilich bald verzichtet werden. Denn der Pudel war stets frühzeitig zurStelle. Aber gerade weil wir auf den dortigen Saal, der selbst imSommer dein Sande vorgezogen zu werden pflegte, im Winter einzig undallein angewiesen zu sein schienen, glückte es uns gelegentlich den Aufpassergründlich zu täuschen. So traf es sich einst zufällig, daß der PedellAdam gleichzeitig mit unserem Unparteiischen in Duisburg einfuhr. Diesenhielt er, seiner Sache nun ganz sicher, in seiner schlauen Gemütlichkeit durchein Gespräch fest und wartete geduldig auf uns im Wirtshause. Uns aberhatte, als vor dem Dorfe die Meldung des Paukaffen einlief, der Pudelsei schon da, ein rasch gefaßter Entschluß nach dem Sande entführt undes ermöglicht, in aller Ruhe sechs Mensuren unter freiem Himmel auszupauken.

Nun war natürlich auch der Sand nicht mehr sicher, vom Sternthorging bei jeder Ausfahrt der Wind zum Universitütsgebäude. Die ungewöhn-liche Wachsamkeit der Pedelle nötigte daher zu immer neuem Wechsel desPaukortes. Leicht war es nicht, geeignete Plätze zu finden, aber doch weißder einsame Weg, der vom Schänzchen am Rhein entlang nach Grau-Rheindorf führt, von Mensuren zu erzählen, bei denen der Rhein uns dasEis zum sofortigen Kühlen geliefert hat, und ebenso ist das auf entlegenerHöhe über Küdinghoven aus dem Walde vorschimmernde FauveauxhäuschenZeuge gewesen von Kämpfen zwischen uns und den Teutonen, die unsbereitwilliger als die Helvetier auf den neuentdeckten Pfaden folgten.

Im Februar 1870 wurde unser Sprecher nochmals vor den Richtergeladen und darauf aufmerksam gemacht, daß nach den neuesten Bestimmungenaus Berlin Paukereien ohne Grund, d. h. gewöhnliche Mensuren, mitRelegation der Pnukanten und der Sprecher der beteiligten Verbindungenbestraft werden würden. Aber die von uns angewendete Vorsicht, die eszu einem Abfassen nicht kommen ließ, und nicht weniger wohl auch dieNachsicht von Seiten der Universitätsbehörden hat es zu einer Anwendungder angedrohten Strafen nicht kommen lassen. Am meisten mag dazu bei-getragen haben, daß weitere Unfälle aus Mensuren ausblieben. So kames bald wieder zur alten Gewohnheit. Im Anfang des Sommersemesters1870 sind wir noch einmal im Kottenforst abseits von der Meckenheimer

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