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Die Kraft des Volkes und die Umsicht seines Herrschers machen einenStaat groß und mächtig, nicht die Einwohnerzahl. Ebenso wird dieStellung der Burschenschaft nicht von der Zahl, sondern von der Tüchtigkeitihrer Mitglieder abhängen. Aber wie trotzdem für jeden Staat die Ab-nahme oder Zunahme seiner Bevölkerung wichtig genug ist, so kann auchaus die Alemannia das Ausbleiben oder Austreten der Füchse nicht ohneEinfluß gewesen sein.
Freilich äußerte sich dieser Einfluß uicht so plötzlich, wie die Zahlrasch abnahm. Denn wenn auch von den 23 Füchsen des Sommers 1866während oder gleich nach dem ersten Semester schon 9 austraten und vonden 10 Füchsen des folgenden Winters sogar 7 verschwanden, so trat mandoch das 8.8. 1867 mit 21 aktiven und 7 inaktiven Burschen an. Beidieser immer noch stattlichen Zahl hatte der Mangel an Füchsen für denAugenblick keine Bedeutung, das nächste Semester konnte wieder mehrbringen. Den Austretenden wurde keine Thräne nachgeweint, man ver-mißte uicht, was man nicht geschätzt hatte. Nicht als Nachteil, als Vor-teil sah man das Ausscheiden unsicherer und unpassender Elemente an.Was geblieben war, schloß sich um so fester zusammen. Auch als in denfolgenden Semestern der alte Fuchsenreichtum nicht wiederkehren wollte,blieb doch die Sorge fern. Denn was an Füchsen kam, war gut undweckte Hoffnung, und die Alemannia war immer noch stärker als jedeandere Verbindung. Es kam hinzu, daß gerade damals viele ältereLeute, inaktive und exmatrikulierte, zurückkehrten, um nach dem Besucheeiner anderen Universität in Bonn Doktor und Staatsexamen zu inachen.Das war ein guter Brauch, den mehr noch Mediziner als Philologen, amwenigsten die Juristen beachteten. Es würde genügen die Namen zunennen, um zu zeigen, wie wichtig für die Burschenschaft und für deneinzelnen gerade die Anwesenheit dieser älteren Leute gewesen sein muß.Da treten Kaps er und Flu es, äußerlich und innerlich Gegensätze, schondamals durch dasselbe Couleurinteresse in den Vordergrund, das sie heutenoch auszeichnet, der eine mehr im Stillen wirkend, der andere nie umein gerades, derbes, treffendes Wort verlegen. Wiedemann herrschteunter den Fröhlichen, selber immer fidel, immer geneigt dem Leben diegute Seite abzugewinnen, sicher, rasch und gewandt, und mit ihm zu-sammen waren, bald fleißig bei der Arbeit, bald flott auf der Kneipe, derschöne Becker und Beckhaus, die Ente, ein Hüne voll überschüssigerKraft und Leidenschaft, und Madelung, auch fröhlich unter den Fröhlichen,aber doch ernster als die anderen, zielbewußt, kurz und bestimmt im Ur-teil, ausschlaggebend im Konvent, in späteren Jahren mehr dafür, daß die