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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
Seite
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die erste Besprechung zwischen den Vertretern der Parteien, die imSälchender Wittib" stattfand, ließ die Unmöglichkeit einer Einigung klar erkennen.Hatte der 8. E. des Jahres 1867 mit der Forderung, wir sollten seinetwegendas neu geschlossene Paukvcrhältnis mit der Helvetia lösen, die Grenzen,die in dem Paukkomment zwischen Gleichberechtigten gezogen waren, weitüberschritten, so stieg bei den Verhandlungen des Jahres 1869 die An-maßung fast ins Unglaubliche. Die Gleichberechtigung, die notwendigeGrundlage eines jeden Paukverhältnisses, wurde von den Vertretern des8. G,, deren Wortführer der damalige Senior der Borussen war, so weniganerkannt, daß sie glaubten in den § 1 die Bestimmung aufnehmen zukönnen, die Alemannia solle sich in jede Änderung des Paukkomments fügen,die der 8. E. für gut halte. Unser Sprecher damals Borges, derebenso schlagfertig mit der Antwvrt wie gewandt in der Rede warwies auf das Sonderbare dieses Ansinnens hin, indem er mit ironischemLächeln als § 2 vorschlug, der 8. E. willige in jede Änderung, die dieAlemannia zum Beschluß erhebe. Als er aber kein Verständnis fand, bracher lieber die Unterhandlung ab, als daß er mit solchen Gegnern noch mehrder unnützen Worte gewechselt hätte.

Die Frankonia paukte in jenem Sommer, die Teutonia bald nachhermit dem 8. E., beide, wie wir annahmen, nicht unter gleichen Bedingungen.Das letzte Paukverhältnis, das die Alemannia mit dein 8. E. gehabt hat,kam im Herbst 1877 zustande und währte bei voller Gleichberechtigung bis 1880.

Der 1869 aufgehobene Verruf wurde aber nicht wieder ausgesprochen.Zu Reibereien ist es trotzdem in jenen Jahren selten gekommen. Manging ohne sich zu beachten an einander vorbei. Nur einmal ist man, so-weit ich mich erinnere, in Ermangelung eines Paukkomments zum Holz-komment übergegangen. Es war in demselben Jahre 1869, da versuchtendie Sachsen eben jenes Sälchen im Vorderhause von Ruland, das wir alsExkneipe inne hatten, ich weiß nicht mehr genau aus welchem Grunde, nurdaß es sich um einen unserer Kneipgäste handelte, zu stürmen. Es gabgroßen Lärm, Hundegebell und Säbelgerassel der Einjährigen unter denSachsen, und die alte Wittib unten am Schenktisch wußte sich vor Entsetzengar nicht zu helfen. Einige wenige von uns aber wiesen von den oberstenStufen der steilen Treppe die Angreifenden ab. Als Irls, mit dem Bei-namen Ratz, den letzten der Sachsen die Treppe hinuntergeschleudert hatteund ins Zimmer tretend gefragt wurde, was es denn da draußen gegebenhabe, antwortete er in seiner lakonischen Weise:Jch-e hab-e sie-e etwasgezaust!" Der Vorfall hatte weiter keine Folgen, Nichtbeachtung wurdeauf beiden Seiten wieder Losung.