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maßung revociert und andere Beleidigungen depreciert. und nachdem daraufauch die Franko nia nach dem Fortgang aller früheren Mitglieder die 1865gefallenen Beleidigungen depreciert hatte, ließen nur uns wieder in einPaukverhältnis mit ihnen ein.
Mit der Teutonia war es zu einem solchen seit mehreren Jahrennicht gekommen, obwohl ein Verruf nicht bestand. Da wurden im Sommer1867 unsere Leute wiederholt von Teutonen ankontrahiert. Die Mensuren,die infolgedessen stiegen, endeten mit unerwartetem Unglück. Zwei Teu-tonen, Rosier und Schaefscr, starben im Juli in dem kurzen Zwischen-raum von etwa 14 Tagen an gewöhnlichen Schlägerschmissen, die sie vonEd. Schmidt und Ahlemann erhalten hatten. Die langdauernde Unter-suchung ergab, daß unsere Paukanten keine Schuld traf, sondern daß Ver-nachlässigung der an und für sich ungefährlichen Wunden den Tod derbeiden unglücklichen Teutonen herbeigeführt hatte. Aber eine Unter-suchungshaft von drei Monaten war für Schmidt und Ahlemann dieFolge gewesen. Fast gleichzeitig mußte Ludwig Lange zu einmonatlichemAufenthalt auf die Festung Wesel wandern. Er hatte — auch auf ge-wöhnlicher Mensur — einem Frankoncn einen so festen Schmiß gegeben,daß man, nach jenen Unglücksfällen ängstlich geworden, auch hier dasSchlimmste fürchtete. Doch zum Glück war in diesem Falle die Besorgnisübertrieben: der Schmiß heilte gut. Aber natürlich litt unter dem Ein-druck dieser Ereignisse die sonst so muntere und zuversichtliche Stimmung.Der für den Schluß des Semesters geplante Kommers in Oberwesel wurdeaufgegeben. Anstatt die schöne Fahrt den Rhein hinauf zu machen, mußtedie Burschenschaft den gestorbenen Kommilitonen im Trauergeleite die letzteEhre erweisen. Von dem Ernst der Ereignisse ist auch etwas auf dasSemesterbild des Sommers 1867 übergegangen, auf jenes Bild, das imHintergrunde die Ruine von Heisterbach zeigt. Zwar fehlen die dreiUnglücksschläger nicht. Da sie in Haft waren und doch auf dem Bildeihren Platz erhalten sollten, so half sich Hax „der Grande", unser origi-neller Photograph, an den sich viele noch gern erinnern werden, indem eralte Photographien der Abwesenden an verschiedenen Ecken einfügte, vonLange z. B. ein Fuchsbild, ohne Burschenband. Aber so ist es gekommen,daß jene drei anders als in Wirklichkeit neben den vielen Gruppen desBildes, dessen Mitte Broich er mit hocherhobener Weinflasche belebt, steifund vereinsamt dasitzen.
Weitere Folgen aber für die Stellung der Alemannia zur Teutoniahatten diese Unglücksfälle, obwohl sie großes Aufsehen erregten und vielbesprochen wurden, durchaus nicht. Mit dem neuen Semester nahmen die