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Fuchs Osthoff, der drei Semester jünger war als er, Sanskrit getrieben, dannihm vom Weiterstudium abgeraten, da Osthoff die Ausdauer fehle. Andiesem Tadel Meyers lag Osthoff so viel, daß er nicht rastete, bis Meyerseinen Eifer anerkannte. Schon 1867 hatte Meyer eine Rippenfellentzündung,deren Folgen ihm das Leben kosteten. Mehrere Winter brachte er zur Heilungim Süden zu, ließ sich dann als Konsulatsbeamter in Jerusalem anstellen,und dort ist er am 19. September 1870 gestorben. Seinen Freunden ister unvergeßlich, mit den schärfsten Umrissen in ihr Gedächtnis und Herzeingeschrieben; wenigen Alemannen war es vergönnt, so viel für die Burschen-schaft zu wirken, wie Oskar Meyer. Als der Konvent ihn zum Ehren-mitglied ernannte, lehnte er es bescheiden ab.
Als Gegenbild zu ihm muß ich des Lübeckers Friedrich Matzgedenken. Auch er war Philologe, hat sich aber früh ganz dem Studiumder Kunst zugewandt. Als Kouleurstudent war er wenig, als Bierzeitungs-redakteur vortrefflich, aber als Freund und Mensch überaus trefflich. Mit welchemHochgenuß denke ich als älterer Mann noch der Gespräche mit Matz und Meyer,die grundlegend waren für das Denken und Fühlen durch die ganze Lebenszeit,weit hinausgriffen über den Horizont, der gewöhnlich Studenten gesteckt ist,anregend nach den verschiedensten Seiten hin. Wer einer Verbindungangehört, der es an solchen Geistern nicht fehlt, der erkennt den Wert echterJugendfreundschaft, der hat das Charakterbildende solchen Zusammenlebensgespürt! Ich hatte das Glück, darf ich wohl sagen, mit Matz beinahe einJahr in engster Verbindung in Rom zuzubringen; er ist, ehe er dreißigJahre alt war, Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin undProfessor an der dortigen Universität gewesen, sein Tod war für die archäo-logische Wissenschaft geradezu unersetzlich. Er starb am 30. Dezember 1874.
Das Sommersemester 1866 führte mich nochmals nach Bonn zurück.Der Krieg brach aus, Alemannen, die auf süddeutschen Hochschulen studierten,strömten nach Bonn zurück, andere blieben, die weggewollt hatten: so ist esdas stärkste Kouleursemester geworden, das wir je hatten. Die Füchsezahlstieg auf dreiundzwanzig. Es fehlte uns nur einer an der Jahreszahl. ImAlemannenalbum von 1889 sind ausgelassen: Or. rusä. Lang; I)r. rnsä.Hager;I)r. iwsä. Neinbach; Or. rnsä. L. Türk, Konkneipant Müller (8. 8. 63)Flues (^V. 8. 64—65), Betzhold (8.8.64), macht 65! Freilich nichtalle dreiundzwanzig Füchse gediehen bis zum „alten Haus", manches Elementmußte als ungeeignet wieder abgestoßen werden.
Was die Verhältnisse zu andern studentischen Korporationen anlangt,so trage ich, aus den Berichten jener Semester schöpfend, einiges nach, wasnur entfallen war.