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sondern blieben als Inaktive der Jurisdiktion des Ehrengerichts unter-worfen und auf die Statuten verpflichtet.
Die Mitgliederzahl stieg mit jedem neuen Semester. Die Stellungin der Studentenschaft blieb dieselbe etwas exklusive, aber auch dieselbeehrenvolle. Von den Verbindungen zeigte sich nur die Teutonia feindselig,die übrigen dagegen gleichgültig. Das Paukverhältnis mit den Corps be-währte sich als eine nützliche Waffe zur Abwehr von Übergriffen.
Das Verhältnis zur Frankonia in Heidelberg war inzwischen einge-schlafen, die beiden Universitäten berührten sich zu wenig; wenn auch zu-weilen Bonner Alemannen in Heidelberg ihre Studien fortsetzten, so istuns doch kein Fall bekannt geworden, daß ein dortiger Franke zu Bonnstudiert hat. Die Statutenrevision gab den äußern Anstoß, dies Ver-hältnis ganz zu lösen, denn da die auf fremden Universitäten studierendenAlemannen fortan unter dem Ehrengericht ihrer eigenen Burschenschaftstehen sollten, so war jene Hauptbasis des „Kartells" hinfällig geworden.Auch war nicht abzusehen, daß diese Vereinigung je der Kern einesgrößeren Kartells werden könne, und so wurde von Seiten der Alemanniadas Verhältnis einfach aufgekündigt. Der Brief, der dies nach Heidelbergmeldete, blieb ohne Antwort.
In das Wintersemester 1861/62 trat die Burschenschaft mit 25 Leutenund kam im Laufe des Semesters aus die stattliche Zahl von 44 Mit-gliedern. So stark war sie bisher noch nie gewesen. Nach außen geachtet,im Innern gekräftigt, konnte sie getrost in die Zukunft blicken.
Wenn Feodor Goecke oben (S. 22) Bonn in den fünfziger Jahreneine „Fuchsuniversität" genannt hat, so ist dies doch mit Einschränkungen zuverstehen. Vor allem glänzte damals in der philologischen Wissenschaft derName Friedrich Ritschl. Und als gegen Ende der fünfziger Jahre OttoJahn und der Kunsthistoriker Anton Springer hinzutraten, als nach desallverehrten Dahlmanns Tode (Dezember 1860) Heinrich v. Sybel »achBonn berufen wurde, da ward die Bonner Universität auf dem philologisch-historischen Gebiete bis weit in die sechziger Jahre hinein entschieden dieerste deutsche Hochschule. Infolgedessen verbrachten die Philologen vielfachihr ganzes Triennium in Bonn. Aber in den fünfziger Jahren tratendie Philologe», welche überhaupt einer Burschenschaft sich anschlössen, mehrder Frankonia bei, während die Alemannen nur vereinzelte in ihrer Mittehatten, so z. B. August Wilmanns (8. 8. 54) und Diedrich Volk-mann (8. 8. 57). Erst seit Heimreichs Eintritt (8. 8. 59) nahm ihre