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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Auf der anderen Seite zeigen die damals gestellten Anträge aufAufnahme fester und sittlicher Prinzipien in die Statuten (f. oben unterPrinzipien) den Ernst der damaligen Mitglieder, wie denn überhaupteine große Anzahl der damaligen Mitglieder (z. B. der Sprecher Drebsv. Schumann, Bonfort, Franz, Nebe-Pflugstaedt, Klein, Schmie-ding, Wcller) zu den tüchtigsten gehören, die die Burschenschaft über-haupt gehabt hat.

Wenn, wie es scheint, das innere Leben der Burschenschaft, der festeeinheitliche Zusammenschluß der Mitglieder während des Sommersemestcrs1848 durch die allgemeinen politischen Verhältnisse und durch das Ver-hältnis zurAllgemeinheit", sowie den Eintritt in dieselbe etwas gelittenhatte, so wurde dies in den folgenden Semestern bald anders. Wesent-lich beigetragen zu der inneren Konsolidation hat der Eintritt des Stiftersder Fridericia, Knorsch, in die Verbindung, Derselbe war bereits mehrereJahre Oberlehrer an der Gewerbeschule in Krefeld gewesen, entschloß sichdann aber zum Studium der Jurisprudenz und kam zu diesem Zweck nachBon», Ein Aufnahmebeschluß findet sich in den Conventsprotokollen nicht,man scheint die Regel, daß ein nach Bonn zurückkehrendes Mitglied derinneren Verbindung durch seine bloße Erklärung wieder Mitglied werde,auch auf ihn angewandt zu haben, obgleich er nicht der Alemannia an-gehört hatte. Der Eintritt ist zwischen dem 4. November 1848 (anwelchem Tage das Ehrengericht mit einer Beschlußfassung über die Ein-ladungdes früheren Fridericianer Knorsch" befaßt wurde, und dem13. Januar 1849 erfolgt, an welchem Tage er zum 1. Ehrenrichter ge-wählt wurde. Spohr schildert Knorsch folgendermaßen:Er war groß,schlank, sehr hager, hatte ein schmales, ovales Gesicht mit feingebogenerNase, schwarze Augen, lockiges, dunkles Haar. Er war ein überlegenerGeist und noch mehr ein überlegener Charakter, von unbeugsamer Willens-kraft: Alle seine Zeitgenossen, sowie die vielen späteren Mitglieder, dieihn kennen gelernt haben, sprechen nur mit größter Anerkennung undBegeisterung von ihm. Selbstverständlich mußte ein solcher Mann miteiner solchen burschenschaftlichen Vergangenheit, zumal er auch bedeutendälter und gereifter war, als alle anderen Mitglieder, den größten Einflußauf die ganze Verbindung ausüben, und es ist allgemein anerkannt, daßer diesen Einfluß nur in der besten Weise, im Sinne eines festen Zu-sammenschlusses nach innen und energischen Auftretens nach außen zurGeltung brachte, in welchem Streben er übrigens durch eine große Zahlhervorragender anderer Mitglieder unterstützt wurde."