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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Teutonia unterm 15. Mai 1855 zu dem Vorschlage, daß die Alemanniadie statutarischen Bestimmungen der Teutonia über das Duell annehmenund mit ihr ein gemeinschaftliches Ehrengericht ?c. erwählen möge. Diedesfallsigen Verhandlungen werden unten näher erörtert werden; dieAlemannia erklärte sich dabei bereit, durch eine feste Vereinigung und einfreundschaftliches Zusammengehen beider Burschenschaften die wahren undhöchsten Interessen derselben zu fördern. Die Teutonia nahm darauf am22. Juni 1855 von ihren abweichenden Forderungen Abstand und ersuchteum baldige Benennung der Mitglieder zur Beratung über den neuen E.Die Sache kam jedoch in diesen? Semester nicht mehr zum Abschluß, viel-mehr wurde erst iin folgenden Seinester eine neue Vereinigung der sämt-lichen Verbindungen unter dem Namen O. E. (wahrscheinlich Delegierten-Convent) geschlossen. Die Vereinigung war noch loser als die früheren,sie bestand nur in gemeinschaftlichen Bierhocks, Kneipen u. s. w. DieVerbindungskneipe" war jeden Montag, ohne Kneipzwang, bei Braun.Diese Kneipen und Zusammenkünfte trennten und veruneinigten die Ver-bindungen und ihre Mitglieder weit mehr, als sie sie einander nähertenund vereinigten; sie wurden bald die Vielen willkommene Gelegenheit zumTüfteln und Contrahieren. Insbesondere geschah dies seitens der Teutonengegen die Alemannen, so daß das Verhältnis bald ganz unerträglich wurdeund die Alemannia sich veranlaßt sah, mittelst Schreibens von? 29. Juli 1856dein O. E. kurz zu erklären, daßwegen des Verhältnisses, in welchesdie Teutonia sich in jüngster Zeit zur Alemannia gestellt habe, es dieserunmöglich sei, fernerhin mit jener zugleich dem I). E. anzugehören, undsie deshalb sich genötigt sehe, aus demselben auszutreten."

Seitdem sind während unserer Berichtsperiode, soweit bekannt, keineweiteren Versuche zu Einigungen an die Alemannia herangetreten.

In? Allgemeinen wird inan von diesen Vereinigungen wohl unbestreit-bar sagen können, daß sie (vielleicht mit Ausnahme der ersten Zeit des1849 gegründeten E.) der Alemannia keinen Nutzen, wohl abermancherlei Schädigungen und Ärger gebracht haben. Die Alemannia hatsich in dieser Zeit stets wohler gefühlt und befunden, wenn sie alleinwar, als wenn sie mit anderen (mit deren Grundsätzen und Auftrete,? sievielfach nicht übereinstimmte) vereinigt war, von diesen überstimmt werdenkonnte und dazu noch eine gewisse wenigstens moralische Mitverantwortungfür die Andern nach außen mitübernehmen mußte. Sie hat daher nachder Auflösung des <ü. in? Jahre 1851 sich auch den Einigungs-bestrebungen gegenüber immer mit einer gewissen Zurückhaltung benommenund nur in? allgemeinen burschcnschaftlichcn und studentischen Interesse sich