D anekeln! an — Distclincyer.
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Aufseher des franz. Collegitims, Director der Kcole de charite n. s w.,starb den 8. März 1781 zu Herlin in einein Alter von beinahe 73 Jah-ren, von denen er in obengenannten Würden beinahe 50 Jahre zumNutzen des Staates verwendet Hatte. Die gelehrte Welt verdanktihm eine französische Uebersetzung des Codex Fridericianus, die imJahre 1750 zu Halle und in der Folge auch zu Genf gedruckt wurde.Im Jahre 1763 gab er ein schätzbares Werk, unter dem Titel: Prin-eipes d'un bon gouvernement, heraus. Der Tod überraschte ihn beider Ausarbeitung eines grossen Werkes, worin er alle Edicte undPrivilegien, die in Sachen der hier etablirten französischen Colo-nie ergangen waren, liefern wollte, wozu er auch schon eine Sub-scription aufgesetzt hatte. Ueberhaupt war er ein Freund und Beför-derer der Künste und Wissenschaften, suchte vorzüglich seine eignenKenntnisse in der Astronomie, Experimentalphysik und Optik täglichzu erweitern, und belleissigte sicli auch auf das Schleifen optischerGläser. Seine unwandelbare Rechtschalfenheit, Wohlthätigkeit undübrigen moralischen und christlichen Tugenden, die er bei jeder Ge-legenheit zeigte, werden sein Andenken seinen Freunden und allenRechtschaffenen schätzbar machen. Sein Vater war Heinrich Augustv. C., der schon im Jahre 1685 in kurbrandenburgische Dienste ge-treten war. Von seinen Kindern werden angeführt:
1) Der älteste Solin, Johann Benjamin v. C., wurde im Jahre 1772französischer Obergerichtsrath, und starb den 28. August 1773 zuBerlin.
2) Der zweite Sohn, Karl v. C., stand als Frei-Corporal bei demRegiment Prinz Ferdinand; er wurde im Septbr. 1771 zum Fähnrichernannt und das Beweisthum des Adelstandes seines Grossvaters undVaters angenommen.
3) Eine Tochter war an den Major v. Miihlenfels im RegimentV. Pfuhl vermählt.
4) Die zweite Tochter war im Jahre 1781 noch unvermählt.
Danckclman, tlic Grafen u. Freiherren von, S. 394.
Die erwähnte Frau Präsidentin v. Danckelinan, geborne v. Beville,ist im Monat Juni 1836 mit Tode abgegangen.
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Distclincyer, die Herren von, S. 421.
Der berühmte Kanzler Lamprecht Distelmeyer hatte acht Kinder,von denen ihn jedoch nur drei überlebten, nämlich ein Sohn und zweiTöchter. Der Erstere, Christian v. D., war dem Vater in der Würdeeines Kanzlers gefolgt, jedoch bekleidete er dieselbe nur kurze Zeit.Er war Herr auf Malilsdorf und Radelsleben, mit einer von Liideritzvermählt, und starb im Jahre 1588 ohne männliche Nachkommen.Aber er hinterliess zwei Töchter, welche die Gemahlinnen zweier vor-nehmer Männer wurden. Die älteste vermählte sich mit dem GrafenAlbert von Iiberstein (in. s. diesen Art.); die Jüngste aber reichte demGrafen Rochus zu Lynar auf Lübenau ihre Hand. In der Bibliothekzu Lübenau befindet sich noch heute eine interessante Handschrift vonLamprecht Distelmeyer.
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