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Boycn.
•Schlacht bei Jägerndorf in demselben Augenblicke, als er dem Fahnen-junker die Fahne aus der Iiand riss, um das Bataillon zum Angriffeauf eine russische Batterie zu ermuntern; ein zweiter Sohn starb imJahre 179$ als Landes-Director, und der jüngste von ihnen endetesein Leben in dem Feldzuge 1794 in Polen, als Oberst und Coin-mandant des Regiments Favrat. Von den Nachkommen dieses Zwei-ges stehen in dem gegenwärtigen Augenblicke vier im preussischenÄlilitair — und Civildienste, zwei leben als Gutsbesitzer in Ostpreussen.Der Capitain von Boyen auf Wolka hatte zwei Sohne, der erste starbim Jahre 1777 als Oberst-Lieutenant und Ritter des Ordens pour lemerite, sein Sohn ist der jetzt noch lebende hochverdiente Staats-und Kriegsminister, General-Lieutenant a. D. und Ritter mehrererOrden Hertmann von Boyen. Er wurde 1771 in Ostpretissen geboren,trat 178(3 bei einem in Königsberg garnisonirenden Infanterie - Regi-mente ein, wurde 1788 Seconde-Lieutenant; machte den Feldzug inPolen im Jahre 1794 als Adjutant zuerst des Generals Wildau , späterdes Generals Günther mit. Im Feldzuge 18C6 zur Dienstleistung inden Generalstab des Herzogs von Braunschweig berufen, wurde er beiAuerstädt schwer verwundet. Er entging glücklich der Gefangenschaft,und hergestellt von seiner Wunde, kam er im Februar 1807 zu derArmee in Ostpreussen, wo er zuerst wieder im Generalstabe beschäf-tigt, und nach dem Tilsiter Frieden zum Mitgliede der militairischenReorganisalions-Commission ernannt wurde. Im Jahre 1809 trat erin das neu errichtete Kriegsdepartement; 1810 erhielt er den Mllitair-Vortrag im Cabinet des Königs, und im Jahre 1812 machten es diepolitischen Verhältnisse nothwendig, dass er seinen Abschied einreichte,den er als Oberst erhielt. Im Jahre 1813 war er einer der erstenStaabsofliziere, die wieder im Generalstabe angestellt wurden. Er warzuerst bei der Hauptarmee, später bei der Nordarmee, und im Herbst1813 Chef des Goneralstabes des Generals Grafen Biilow von Benne-witz. In der Cainpagne in Holland zum Generalmajor befördert, er-hielt er nach dem ersten Pariser Frieden die wichtige Stelle einesKriegsministers. Im Jahre 1818 wurde er General-Lieutenant, und imJahre 1819 zog er sicli von seinem hohen Posten in das Privatlebenzurück. Schon im Jahre 1814 hatte sich dieser General den Ordenpour le merite mit Eichenlaub erworben. Für seinen rühmlichen An-theil an der Schlacht bei Bennewitz schmückte ihn das eiserne Krenzerster Klasse, und im Jahre 1815 hatte ihm Se, Majestät der Königden rotlien Adlerorden erster Classe mit Kiohenlaub verliehen. Durchdie treulichen Biographien der Generale Scharnhorst und Günther istHerr von Boyen aucli der gefeinten Welt rühmlichst als Schriftstellerbekannt geworden. Der zweite Sohn aus der Wolkaschen Linie, starbiinJahrel80(i als General-Lieutenant und Ritter des schwarzen Adleror-dens, Von den drei Söhnen, die er hinterliess, blieb der Aelteste alsRittmeister bei dem Angriffe eines feindlichen Quarrees in der Schlachtbei Auerstädt; nachdem er sich schon vorher in der Rhein - Cainpagneden Orden pour le merite erworben hatte; der zweite Sohn des Ge-nerals lebt noch als Oberforstmeister in Liegnitz, und der dritte Sohnsteht als Generalmajor und Brigade - Commandeur in Cöln. In demletzten Kriege haben sich vier Mitglieder der Familie das eiserneKreuz erworben.
Das Wappen der Familie hat in früheren Zeiten aus vier Feldernbestanden; in dem rechten untern Fehle gab dasselbe früher nur dreiPfeile, die seit der Naturalisirung in Preussen in die Klaue des hal-ben preussischen Adlers gelegt worden sind. Diesen Adler ertheilteFriedrich Wilhelm 1. allen Familien, die nicht eingeborne Preussenwaren. Das fünfte, oder Mittelschild im gekrönten Palmbaume, erhielt