Blomberg. 2511
Bibran-Modlau, im Kreise Ilaynau in Schlesien. In der Armeebefehligt der General-Lieutenant und Ritter des rothen Adlerordenserster Klasse, Herr von Block, eine Division iin (j. Armee-Corps. DasWappen der im Jahre 1787 in den Adelstand erhobenen Familie vonBlock zeigt einen Baumstamm, der auf einem grünen Hügel in Silbersteht und einen neuen Ast getrieben hat. Der Helm ist mit dreiblauen und zwei weissen Straussfedern geschmückt. Preuss. Wappenb.II. Bd. S. 83.
Blomberg, die Frciberren von.
Diese Familie stammt ans Kurland, wohin sie aus Westphalen ge-kommen. Es existirten in Kurland mehrere Linien derselben, dieaber bis auf die jüngere, die Sergemitische, siimmtlich ausgestorben sind.In Westphalen, wo dieses Geschlecht ursprünglich die Herrschaft Blom-berg besass (jetzt ein fürstlich Schaumburg-Lippesches Amt) undschon sehr früh in Urkunden vorkommt, war zwar ein Zweig derselbenzurückgeblieben, der aber schon zu Anfange des 15. Jahrhunderts er-loschen war. In spätem Zeiten ist indess diese Familie wieder inWestphalen ansässig geworden, und ebenso in der Neumark. In Kur-land besitzt dieselbe noch ihr Stammgut Sergemiten.
In Schwaben existirte eine alte Dynastenfamilie, welche verschie-dentlich Blomberg, Blumberg, Blumenberg genannt wird, und dieHerrschaften Stühlingen, Donaueschingen u. s. w. (jetzt in Besitz derFürsten von Fürstenberg) besass. In dem vom Kaiser Leopold I.der kurlündischen Familie Blomberg im Jahre 1070 ertheilten Frei-herrn-Diplom wird angenommen, dass diese ursprünglich mit der schwä-bischen eine und dieselbe gewesen, es wurden derselben die mannich-facben Verdienste der damals bereits längst erloschenen schwäbischenBlomberge um das Haus Oesterreich mit angerechnet, auch ihr dasalte Stammwappen der kurländischen als Mittelschild in ihr bisheriges(von dem der schwäbischen ganz abweichendes) Wappen verliehen, sowie auch die Verleihung, weil die schwäbischen Blomberge alte Reichs-barone waren, darin nur als Reichsfreikerrnwiirde bezeichnet. Gleich-wohl ist ein Zusammenhang zwischen diesen beiden GeselllechternBlomberg historisch nicht nachzuweisen.
Der erweisliche Stammvater der kurländischen Familie Blombergist Paul von Blomberg, Herr der Güter Sexaten und Puhnen, der 1.ÜJ4starb. Sein Enkel war Sicyfried, Erzbischof von Riga, der von denRittern des deutschen Ordens vertrieben wurde, nach Avignon zumPapst flüchtete, um Hülfe zu suchen, aber daselbst starb. (David Chri-straci Säcbs. Chronik) Conrad, Ritter des deutschen Ordens, blieb !410in der Schlacht bei Tannenberg. Johann Albrccht Herr zu Sergemiten,Sexaten, Perbohnen u. s. w., war kaiserlicher Hofkriegsrath, und wurdespäter vom Kaiser Leopold I. im Jahre 1082 als Gesandter an die da-maligen Czaaren Iwan und Peter nach Moskau geschickt, um Russlandzum Kriege gegen die Türken zu bewegen. Seine bei dieser Gelegenheitvor dem Throne der Czaaren gehaltene lat. Rede ist als ein rhetorischesMeisterstück im Geschmack jener Zeit, mehrfach abgedruckt. DiesemJoh. Albrccht, verlieh Kaiser Leopold 1. für sich und seine Brüder Hein-rich und Sebastian mittelst Diploms vom 15. Mai 1070 die Reichsfreiherrn-würde. Ein Sohn desselben, Niholaus, war Oberhauptmann des PiltenschenDistricts und leistete als solcher den kurländischen Ständen wesentlicheDienste (Kelchs liefiändische Chronik). Von den Enkeln dieses Niho-laus erwarb Karl Gotthard, Herr auf Perbolinen, die Liebthaler Güter