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Axleben — Ayx.
Axleben (Magnus genannt), die Herren von.
Sie gehören zu dein ältesten und vornehmsten schlesischen Adelund sind aus Holstein nach Schlesien gekommen. Unter ihren Vor-fahren hat sicli namentlich Magnus von Axleben vorzüglich ausge-zeichnet. Er war unter dem Herzoge von Holstein dem Kaiser Hein-rich III. 10.19 wider die Ungarn zu Hülfe gezogen und hatte sich sogrosse Verdienste erworben, dass sich jener Kaiser veranlasst fand, ihnin den Grafenstand zu erheben; so erzählt Elverfeld in seiner Be-schreibung von Holstein. Ein Sohn dieses ersten Grafen von Magnus,welcher sich zuerst am Hofe des Königs Wladislaw I. von Polen auf-gehalten, wurde, wie Schickfuss I. S. 46. erzählt, um das Jahr 1094Statthalter in Schlesien. Den Namen Axleben soll das Geschlecht voneinem ohnweit Hadersleben im Herzogthnme Schleswig gelegenenSchlosse erhalten haben. Dieses Scldoss wurde von dem Könige Wal-demar I. zerstört. Uebrigens war der Name Magnus als der erste undrechte Geschlechtsname schon früher im Ilolsteinschen bekannt undöfters schon in dänischen Urkunden vorgekommen. Spangenberg zähltdie Magnus ebenfalls zu den Holsteinern, Schickfuss und Spener abernennen dieAxleben unter den vornehmsten der schlesischen Bitter. Hansvon Axleben war um das Jahr 1444 Landeshauptmann zu Liegnitz undum das Jahr 1461 erhielt sein Sohn Axleben, Magnus genannt, aufFaulpippe und Krumlinde bei Lüben dieselbe Würde, die im Anfangedes 16. Jahrhunderts auch Christoph und Nikolaus von Axleben beklei-deten. Sie besassen in jener Zeit auch Brauchitschdorf, Guttmans-dorf, Reisicht, Petersdorf, Altschönau, Kaltenborn, Grenschin, Neu-sorge, Lobendau u. s. w. In der neuesten Zeit sind, oder waren inihren Händen Thomaswalde, Schreibendorf u. s. w. Sie führen in ihremWappen drei im weissen Schilde befindliche Eisen, die von Manchenfür Heber gehalten werden. Auf dem gekrönten Helme erblickt maneinen Blumenstengel, an dessen Spitze sich ein grünes Blättchen inForm eines Herzchens befindet. Auf beiden. Seiten sind eben solchegrüne Blättlein, eben ein solches auch über der Krone angebracht.Die Helmdecken sind weiss und schwarz. Siebmacher giebt diesesWappen I S. 66. Nr. 14. und ausser in den schon genannten Schrift-stellern, findet man auch bei Gauhe J. Tbl. S. 43. dieses Geschlechterwähnt.
Axt, die Herren v r on.
Aus diesem längst erloschenen Geschlechte, das sich auch vonAxt-Lampersdorf geschrieben haben soll, und in dem schlesischenFiir-stenthume Münsterberg sein Stammhaus hatte, war Wolf Ernst vonAxt Hofrath und Kammerdirector des Herzogs Johann Christian zuLiegnitz und Brieg, er besass das ansehnliche Dorf Langenüls bei Lö-wenberg. Schickfuss, Spener und Lucae, auch Sinapius 1. Bd. No. 239.erwähnen dieses Geschlechts, das in dem getheilten Schilde seinesWappens zwei kreuzweis über einander liegende silberne Holzäxte mitgoldenen Heften im schwarzen Felde führte. Der untere Theil desSchildes war weiss und es befand sich ein abgehauener Baumstammin demselben. Auf dem Helme, dessen Decken weiss und schwarzwaren, war über einem schwarzen gewundenen Bunde wieder dieDoppel-Axt angebracht.
Ayx, die Freiherrn von.
Von dieser ursprünglich französischen Familie befinden sich Mit-glieder in der preussischen Rhein-Provinz. Ihr Wappen giebt Pro-