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Anhalt.
prenssischen Hanse und den Linien Anhalt-Dessau und Anhalt-Bern-burg; ferner haben aus allen Linien desselben zahlreiche Mitgliederin den höchsten Brandenburgisch - prenssischen Militair- Würden ge-standen, und namentlich erhielten fünf den Feldmarschallsstab j endlichbesitzt das Haus Anhalt-Dessau ansehnliche Herrschaften in der Pro-vinz Preussen, und in der Provinz Sachsen das in der Kategorieeiner freien Standesherrschaft stehende Amt Walter - Nienburg. DieSeitenlinie des Hauses Anhalt - Cöthen ist im Besitze des preussischenFiirstenthums und freien Standesherrschaft Pless in Oberschlesien.Ursprünglich stammen alle diese Fürsten von den ehemaligen Grafenvon Ascharien (Aschersleben) und Ballenstiidt ab, deren früheste Ge-schichte in dem Dunkel des grauesten Altertlmms vergraben liegt.Als Stammschloss des Gesammthauses wird die im Harz, zwei Stun-den von Ballenstädt in Trümmern liegende Burg Anhalt betrachtet,während ein anderes Stammschloss, die Burg Ascanien, seine wüstenMauern über die Stadt Aschersleben erhebt. — Nicht bestimmt ist,ob sie suevischen oder sächsischen Ursprungs sind, während vieleRitter des Geschlechtes die Freiheit der Sachsen gegen die Frankenund die Reiclisgrenzen gegen die Wenden vertheidigt haben. Die Ab-kunft, das Alter und eheliche Verbindungen haben dieses Hausreicher und mächtiger gemacht. Zu den Vergrösserungen desselbendurch Vermählung gehört die Otto des Reichen, Graf von Ballen-städt, mit der Erbtochter des letzten Herzogs von Sachsen, aus demHause Billungen, Eilicke, woher ihren Titeln der eines Herzogs vonSachsen, Engern und Westphalen beigefügt wurde; der Sohn Otto desReichen und der erwähnten Prinzessin von Sachsen war Albreclit derRiir, Graf zu Ballenstädt und Aschersleben, welcher später Markgrafzu Solt- oder Salzwedel wurde, darauf das alte wendische Königreich,dessen Hauptort Brandenburg war, ererbte, und nachmals mit demTitel eines Markgrafen von Brandenburg der Stammvater der erstenDynastie, der Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg ward.Albrecht der Bär hatte zwei Söhne; der ältere, Otto, erhielt die MarkBrandenburg, der jüngere, Bernhard, aber, in den damaligen unruhigenZeiten nach der Achts-Erklärung des grossen Herzogs von Sachsen undBaiern, Heinrich des Löwen, das Herzogthum Sachsen und ward derAhnherr des Sächsisch-askanischen Kurhauses. Er hatte ebenfalls zweiSöhne, von denen der älteste Albrecht II. ihm in der Regierung folgte,und Johann die Häuser der ascanischen Herzöge von Sachsen Witten-berg und von Saclisen Lauenburg stiftete. Das Erstere erlosch 1428,das Letztere 1689. Der zweite Sohn Bernhards war Heinrich, ersterGraf und Fürst von Anhalt. Seine Nachkommen verloren die Graf-schaft Aschersleben, und schwächten sich vielfach durch Zerstücke-lung ihrer Besitzungen. Eine Haupttheilnng der Länder erfolgte unterdem Fürsten Joachim Ernst, der acht Söhne hatte. Drei von ihnen,Bernhard, Johann Ernst und Joachim Christoph, waren ihm in dieEwigkeit vorangegangen. Die noch übrigen fünf theilten sich auf fol-gende Weise in die väterlichen Lande. Johann Gcort / erhielt Dessau,Christian erhielt Bernburg, Rudolph erhielt Zeihst (seine Linie ist1793 erloschen), Ludwin Cöthen, der Letztere starb kinderlos, da-her wurde der fünfte Bruder August Fürst von Cöthen und Stamm-vater der Linie des jetzt Herzoglichen Hauses. Zur leichtern Ueber-sicht dienen auch folgende historische Angaben: Die Geschichte desHauses Anhalt zerfällt in folgende Perioden, a) in die der alten Gra-fen zu Ascanien und Ballenstädt; sie beginnt mit Aribo , Herrn zuAscanien, der des ersten Herzogs in Sachsen, des Grossen Wittekinds,Schwester zur Gemahlin hatte; er starb 787. Sein Enkel Poppo war