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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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sassen von 1256 bis 1346 im Rat. Heinrichs Sohn Ritter Konrad (1273-1320) hat mit seiner Ehewirtin Anna 1276 noch kein Siegel;von seinen Töchtern heiratete Margaretha Johans Bilgeri als den jüngern zum Steinbock und Elisabeth den Friedrich vonWollerau; von seinen Söhnen dem Edelknechte Jakob (1323-1342) und Heinrich (1323) verzichtete der erstere als abgesetzter Ratam 18. VII. 13 36 gegen die Erlaubnis, in der Stadt Zürich zu bleiben, eidlich auf Stellen im Rat oder in den Zünften und schenkte 1342j einen Hof zu Bendlikon, genannt der Hof von Glarus, samt einem von seinem Bruder Heinrich geerbten Haus an die Wasserkirche.Das Geschlecht pflanzte Heinrichs Bruder Ritter Rudolf (1250-1284) länger fort; dieser ist 12 80 Patron der Kirche Höngg und Vogtherrdaselbst für die Propstei Zürich und das Stift Einsiedeln. Sein Sohn Ritter Johans (1271 ?, 1280-1318), 1291 mit einer Anna (vonLanden-berg ?) verehelicht, hatte 1291 einen Sohn dictus Glarner sowie 1311 und 1317 Eigenleute Schiri von Hottingen (conditione servili michipertinentes), die mit bürgerlichen „Glarnern" nahe verwandt waren (UBZürich IX 3450). Dem Bruder des Ritters Johans, Rudolf,10 Kleriker und Kirchherrn zu Höngg 1280-1328, stand 1299 ein Eigenmann Rudolf von Glarus der Nater zu; dieser Kirchherr ist wohlidentisch mit dem gleichnamigen Kirchherrn zu Bünzen 1318, der mit 2 andern Geistlichen ausser Schirm der Bürger Zürichs ge-setzt wurde, so lange sie das Pfaffenrecht nicht anerkennen werden; er stiftete 1321 Jahrzeiten an der Propstei Zürich für sich undeine Edelfrau von Küngstein. Des Ritters Johans Sohn Rudolf (1317-1371), mit Anna, Tochter Werners von Liebegg verehelicht,erhielt 1318 mit seinem Schwiegervater die Burg Liebegg im Aargau vom Grafen Rudolf von Habsburg zu Lehen, die er mit seiner15 Gattin 1348-1371 allein besass, blieb über den Umsturz von 1336 bis 1346 Ratsherr, wurde 1340-1342 vom Rat zum Pfleger derFraumünsterabtei bestellt, trat aber 1349 der Verschwörung gegen das Zunftregiment bei und erneuerte 1357 den Eid, noch 2 Jahrein der Verbannung zu bleiben. Wohl sein Sohn der Edelknecht Johans (1374-1391) siegelt 1374 als Oheim des Edelknechtes Rudolfvon Baldwile und dessen Gattin Margaretha von Glarus, 1381 als Vetter der verwitweten Margaretha und ihres Sohnes und kauftals ihr Oheim von ihr und ihren Töchtern 1383 XII. 7. die Vesti ze Hedingen, die er 1388 I. 28. weiterveräussert; 1390 VIII. 12.20 mit Anastasia von Kienberg verehelicht. Ein anderer Johans ist 1350 in der Zürcher Mordnacht als Verschworener gefallen. -Ulrich Glarner, Bürger zu Baden, führt 1372 VII. 8. in von rot und weiss spitzbogenförmig geteiltem Schild oben 2, unten xRose (StAZürich, St. u. L. 1484a), selbes Wappen bei den Glarnern im Kt. Glarus (JbGlarus 23 S. 71, 26 S. 105). Von denverschiedenen, zum Teil heute noch blühenden Geschlechtern Glarner könnte höchstens das zürcherische Ratsgeschlecht G. mitder Adelsfamilie in irgendwelchem Zusammenhange stehen (Hist.-biogr. Lex.). Jj; Wappen: in gelb schreitender schwarzer Stein-25 bock (Kopie Hegi hat weisses Feld). Dasselbe Schildbild auf einem Wappenkästchen des 14. Jhdts. aus Besitz Dr. Angsts imSchweizer. Landesmuseum. Volles Wappen im EdlibachWb: springender rotgezungter schwarzer Steinbock in gelb, Kl. auf ge-kröntem Helm schwarzes gebogenes Steinbockshorn mit gelbem Kamm, der mit 8 Pfauenspiegeln besetzt ist, s. auch Wb Leu119, n v , ebenda 20 v alsBöckli bezeichnet. BeiTschudi(Ms. Hegi) 48 und3i8 schreitender Steinbock, Kl. gelbes aufgerichtetes Stein-bockshorn, besetzt mit 5 schwarzen Hahnenfederbüschen, ebenso Stumpf II 133V (411, 469V) und ähnlich HerArch XIV (1900)30 104. Fälschlich spricht Tschudi von den von Glarus genannt Tschudi. Dieses letztere Geschlecht quadrierte sein Stammwappenmit dem von Glarus-Schilde oder setzte dem Tschudischild als „neues" Wappen vor dem alten Kl. dasjenige der von Glarus auf(Tschudi [Ms. Hegi] 318); Siegelabdrücke im Landesmuseum zeigen als vorderes Kl. ein mit Lilien besetztes Horn. - Das Kästchenvon Scheid zeigt in rot einen springenden weissen Steinbock (Nr. 12). Siegel: Geistliches Siegel Rudolfs Kirchherrn zu Höngg1299—1321 mit Wappenschild (ZürchSA VII 57), Schildrundsiegel des Johans von G. 1299 und desselben als Ritter 131735 (ebenda VII 76, IX 96), Jakobs 1336 VII. 18., Ritter Rudolfs 1340 XI. 15., 1342 XII. 14. u. 1357 III. 6., des Johans 1381 I. 19.grösseres Siegel (abgebildet in AargB II 387) und desselben als Edelknecht kleineres Siegel 1389 V. 5. (StAZürich, St. u. L. 518,1340, 2700, 2759/60, Pfrundurk. Zürich; StadtA Baden); Ganz VII 5, X 8. Quellen: UBZürich, UBBaden I, Thommen II,MGNecr. I, Zürcher Stadt- u. Steuerbücher, HabsbUrb II 354, QSchwG XVIII, Schweiz. Museum für hist. Wiss. I, Willi AlbumWettingense 38, GenHdb III 249,285, Wöber Mülner I A Sp. 329 f (ungenauer Stammbaum), AargB (mit weiteren Quellenangaben40 II 395), Hist.-biogr. Lex. III 562 f. [18

147 STÖRI, ältere Formen Stöiri, Stouri usw., lateinisch Stourinus oder Stöirinus, ursprünglich Bürger zu Rapperswil, Ratsgeschlechtvon Zürich, auch in Grüningen sesshaft und in Weesen verbürgert (noch 1381), Lehensmannen Einsiedeins, der Abtei Zürich undder Freiherren von Klingen; Patronatsherren der Kirche Wald (Kt. Zürich) bis 13 20. Der Name kommt wie Stör schon im 13. Jhdt.auch in den nördlicheren Teilen des heutigen Kantons St. Gallen und im Thurgau vor. Stammvater ist Berchtold, Bürger zu Rappers-45 wil 1233-1259, wohl identisch mit dem seit 1265 nachweisbaren gleichnamigen Bürger zu Zürich. Sein Sohn Ulrich 1259, ebenfallsseit 1265 Bürger in Zürich, verzichtet 1272 samt seinen Kindern und Brüdern auf Mannlehen vom Stift Einsiedeln auf der Förch,Mitglied des Herbstrates in Zürich 1278-1288, selig 1291VIII. 18., vereh. mit Judenta. Wahrscheinlich ist der 1272-1284 nachweis-bare Propsteichorherr Ulrich, f 23. IV. 1286 als Subdiakon, sein Sohn; sicher seine Kinder sind Heinrich und Frau Mechthild (1291).Heinrich (1270-1292) war Mitglied des Sommerrats 1281-1291, tot 1295 XI. 17.; seine Kinder Stöirinus, Heinricus, Clara und50 Margreta hatten bis 1292 als mütterliches Erbe einen Abteilehenhof zu Dachslern. Stöirinus ist identisch mit dem älteren oder altenStöri, Herbstrat 1304-133 5, vereh. 1295 mit Adelheid, Tochter des Ratsherrn Friedrich Bilgeri, und mit einer Elisabeth (f 11. IV.),1336 VII. 18. zum Verzicht auf seine Ratsstelle gezwungen, 1343 Bürge für die Wiederaufnahme seines Neffen Johans Störi in dieStadt Zürich. Sein Sohn Heinrich (im Siegel „junior") bestätigt 1336 VII. 18. den Verzicht des Vaters auf Ratswürden oder Ämterin den Zünften, wohl identisch mit dem Inhaber des Altenklingenschen Zehntens zu Wald 1347 und mit dem in der Zürcher Mord-5 5 nacht 1350 erschlagenen Heinrich St., vereh. 1347 mit Verena (ob. als Witwe 21. X.); dessen Schwester Elisabeth, vereh. mit Joh.

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HzLoch 146—147, Tafel XXXII